23. Juni 2022
Szene-News

Wie Faber das Westand zum Kochen brachte

Der charismatische Songschreiber aus der Schweiz spielt 700 Fans in Ekstase. Was macht ihn so besonders?

Lässiger Charismatiker: Faber im Braunschweiger Westand.

Viele Künstler haben die Corona-Krise genutzt, um neue Songs zu schreiben. Faber nicht. „Ich habe nicht viel Neues dabei. Ich war ein bisschen faul und hab’ einen Bauch bekommen“, erzählt er bei seinem Konzert am Mittwochabend im ausverkauften Braunschweiger Westand.

Trotzdem schafft der 29-Jährige es mit seiner ungewöhnlich besetzten Band, den Saal zunehmend in ein brodelndes, überhitztes Tollhaus zu verwandeln. Seine Kunst ist, Erwartungen zu unterlaufen. Und auch ein bisschen böse zu sein. Er schreibt so Songs wie „Wenn du dann am Boden bist / weißt du wo du hingehörst“. Statt in Selbstmitleid zu baden, wie viele junge Barden, verspottet er die an sich und am Leben Leidenden. Und das ganz schön dreckig: „Denn du weißt, wie’s dir gefällt / Wie du es dir machst, macht es dir niemand auf der ganzen Welt.“

Dazu spielt Fabers vierköpfige Kapelle einen gut tanzbaren Balkan-Beat. Ein Markenzeichen: Schlagzeuger Tillmann Ostendarp spielt nicht selten gleichzeitig Posaune! 700 Fans tanzen oder grooven im Stehen, vor allem im letzten Drittel des gut zweistündigen Konzerts.

Mit welchen Tricks er die Leute so richtig rumkriegt, wovon sein jüngster Titel „Lebe jeden Tag, als wärst du das Letzte“ handelt und wie und wo er seine Fans mit einer Extra-Zugabe überraschte, lest und seht ihr auf braunschweiger-zeitung.de.

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