Zoobesuch 2.0 - Virtuelle Fütterung im Braunschweiger Zoo – Szene38
13. Mai 2020
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Zoobesuch 2.0 – Virtuelle Fütterung im Braunschweiger Zoo

Aufgrund siebenwöchiger Schließung hat der Braunschweiger Zoo "Arche Noah" erhebliche Einbußen gemacht. Auch das Futtergeld für die Tiere ist knapp.

Ein Tiger liegt auf einem Baumstamm

Der Braunschweiger Zoo ist Heimat vieler Tiere. (c) Frida Bredesen on Unsplash

Zoobesuch 2.0: Die Corona-Pandemie hinterlässt weitreichende Folgen – und noch warnen die Experten: Überwunden ist sie noch nicht, die Krise. Nicht nur die große Wirtschaft verzeichnet Rekordverluste, vor allem kleinere Unternehmen und Kulturstätten stehen vor einem Scherbenhaufen. Ebenfalls unter den Leidtragenden: Die tausenden Tiere in unseren Zoos und Wildparks. Der kleine familienbetriebene und privat-organisierte Braunschweiger Zoo ist seit dem 6. Mai 2020 endlich wieder geöffnet. Doch sind die Nachwehen der corona-bedingten Schließung immer noch spürbar. Ebenfalls von den Einbußen betroffen: Das Futtergeld für die tierischen Lieblinge, das sich aus den Einnahmen finanziert.

Tierliebe Studenten bieten Lösung

Zoo Braunschweig
Eingang zum Braunschweiger Zoo (c) Olaf Meister, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16442780

Allein der Gedanke an die hungernden Tiere (ok, so drastisch wahr es vielleicht noch nicht) löste in einigen TU-Studenten der Wirtschaftsinformatik eine Idee aus. Sie entwickelten eine Online-Plattform, über die Menschen Futterpakete für Krallenaffen, Papageien, Tiger, Nasenbären und Co. kaufen können. Auf der Unterseite „Unterstützen“ der Website des Braunschweiger Zoos können die Tierliebhaber ganz genau sehen, welche Futterpakete benötigt werden. Bei einer Spende erhöht sich die bereits erreichte Anzahl. Die Internetseite ist seit eineinhalb Wochen aktiv. Wie die Kollegen der Braunschweiger Zeitung berichteten, sind bislang mehr als 200 Euro zusammengekommen. Da geht aber noch mehr, oder?

Zoobesuch 2.0: Über das Projekt

Projektleiter ist Julius Haus, einer von sieben Studenten, die das Projekt „Feedme“ umgesetzt haben. Entstanden ist die Idee im Rahmen einer Sandkasten-Initiative, mit der die TU Braunschweig Ideen von Studenten und Hochschul-Mitarbeitern eine Plattform gibt. Auf ihrer Internetseite betonen die Studenten die Brisanz der aktuellen Lage: „Zoos sind von der Corona Krise stark betroffen. Da die Tiere nicht einfach in Kurzarbeit geschickt werden können und trotz der Schließung Futter benötigen, stehen die Betreiber vor einer großen Herausforderung.“ Und weiter: „Auch wenn Zoos und Tierparks wieder geöffnet sind, haben die letzten Monate ein großes Loch in die Kasse der Zoos gerissen.“ Und dieses Loch gilt es nun zu stopfen!

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