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Unterstützung für Yonn – Hoffnung auch für viele andere

Typisierungsaktion in der Stadthalle am Sonntag war ein voller Erfolg.

Gemeinsam für Yonn: Über den ganzen Tag verteilt strömten die Unterstützer in die Stadthalle. Foto: Philipp Ziebart.

Das Ausfüllen eines Formulars, ein kurzer Nadelstich – fertig. Eine kleine Tat für jeden Spender, eine große Hoffnung für Yonn und die vielen weiteren Erkrankten, die auf eine Stammzellspende angewiesen sind. Am vergangenen Sonntag den 17. Juli fand in der Stadthalle Braunschweig eine große Typisierungsaktion für den Braunschweiger Yonn statt – mit großer Resonanz. Die ganze Stadt schien durch das Schicksal des 7-Jährigen zusammenzuhalten und beteiligte sich zahlreich: Insgesamt 3.205 Menschen ließen sich am Sonntag typisieren. Weitere beteiligten sich auf dem Postweg.

Trotz des Ansturms am Sonntag lief in der Stadthalle alles reibungslos: Über 100 Ehrenamtliche halfen bei der Aufnahme der Personalien, Überprüfung der Daten, Blutabnahme oder dem Ausschenken von Kaffee und Kuchen. Letzteres stellte eine tolle Gelegenheit dar nochmal mit anderen Anwesenden in Kontakt zu kommen. Bettina Steinbauer von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist überglücklich: „Eine so große Beteiligung mitten in den Sommerferien, das ist hervorragend.“ Sie ergänzt: „Ein großes Lob gilt Yonns Familie und den engsten Freunden, die innerhalb kürzester Zeit Unsagbares geleistet haben.“ Auch Nina Stiller, Mutter des Jungen, schreibt per Facebook: „Ihr habt uns umgehauen mit eurem Engagement, eurer Ausdauer, Geduld, Bereitschaft, euren unfassbar lieben Worten, euren Umarmungen und Blicken.“ Niemals hätte das „TeamYonn“ gedacht, dass sich derart viele Menschen typisieren lassen.

Eine Stadt hält zusammen: Mehrere tausend Teilnehmer zählte die Typisierungsaktion für Yonn. Foto: privat / oh.
Eine Stadt hält zusammen: Mehrere tausend Teilnehmer zählte die Typisierungsaktion für Yonn. Foto: privat / oh.

Yonn leidet am Myelodysplastischen Syndrom (MDS), einer schweren Erkrankung des blutbildenden Systems, die nach gewisser Zeit in eine akute Leukämie übergeht. Erkannt wurde die Krankheit durch Zufall, als er mit einer Entzündung am Finger ins Krankenhaus kam und eine Unstimmigkeit im Blutbild entdeckt wurde. Eigentlich tritt MDS vor allem bei Patienten über 60 Jahren auf und ist im Kindesalter sehr selten. Im Schnitt erkranken in Deutschland jedoch jährlich auch circa 30 Kinder an der Krankheit. Nicht speziell durch die Typisierungsaktion, dafür generell, liegt laut Steinbauer die Wahrscheinlichkeit bei etwa 80 Prozent, dass ein passender Spender für Yonn gefunden wird. Und, die DKMS-Aktionsleiterin ergänzt: „Wie ich schon den vielen Helfern am Sonntag sagte: ‚Mit dem heutigen Tag rettet jeder Einzelne Leben‘.“ Es sei ausgesprochen wahrscheinlich, dass unter den 3.205 Teilnehmern 10, 20, vielleicht auch 30 oder mehr passende Spender für weitere Suchende seien.

Mit einer Blutspende ist jedoch nicht alles getan – auch wenn man als Spender nicht infrage kommt, kann man helfen. Allein die Registrierung eines Spenders kostet die DKMS 40 Euro. Zwar wurden am Sonntag 26.205 Euro gesammelt, die Unkosten von knapp 100.000 Euro sind dadurch aber noch lange nicht gedeckt. Demnach zählt jeder Euro, der die DKMS erreicht.

Das Spendenkonto

DKMS-Spendenkonto
Sparkasse Harburg-Buxtehude
IBAN DE92 2075 0000 0090 2505 31
BIC NOLADE21HAM

Aktion bei New Yorker

Bereits am 13. Juli fand bei New Yorker (szene38 berichtete) eine weitere Typisierungsaktion statt. Olaf Glaeseker, Leiter der Konzernkommunikation des Braunschweiger Modeunternehmens, resümiert: „Wir sind mit der Resonanz auf unseren Aufruf sehr zufrieden und bedanken uns bei unseren Mitarbeitern für deren große Hilfsbereitschaft. Knapp 300 Typisierungen sind durch die gemeinsame Aktion mit der DKMS möglich geworden.“ Friedrich Knapp, Inhaber von New Yorker, hatte derweil vorab erklärt anfallende Kosten der Typisierung eigener Mitarbeiter zu übernehmen – und dazu aufgerufen, dass sich auch weitere Unternehmen mit Spenden beteiligen mögen.

Weitere Informationen über die Aktion #TeamYonn gibt es unter www.teamyonn.de oder unter www.facebook.com/teamyonn.

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