Sehr, sehr geil: Liechtenstein bei Theaterformen

Bei dem Festival stehen neben dem Edeka-Werbeheld auch Chefboss, Stereo Total und viele mehr auf der Bühne.

Supergeil, wie du da mitfeierst: Friedrich Liechtenstein spielt live in Braunschweig. Foto: Veranstalter / oh.

Das Festival Theaterformen – seit dem Start im Jahr 1990 steht es für beeindruckende Theaterproduktionen: Ob Kammerspiel, Dramenklassiker oder auch Multimedia-Installation. Viele Produktionen sind bei dem alljährlichen Format erstmals zu sehen oder werden gar extra für diesen Anlass in Auftrag gegeben. Doch hinter der Theaterformen-Großveranstaltung, die gestern ihre diesjährige Premiere feierte, steckt noch deutlich mehr. Ausgesprochen beliebt sind die vielen Konzertabende, die im Festivalzentrum im Theaterpark bei stets freiem Eintritt zu sehen sind.

„Supergeil“ ist da Friedrich Liechtenstein. Der Musiker, Schauspieler und Entertainer landete mit seinen Clips, die im Rahmen einer Edeka-Kampagne im Jahr 2014 erschienen, in der Internetgemeinde einen großen viralen Hit. Mit einem Schlag war Liechtenstein „Mister Coolness“ – monatelang wurde „sehr sehr geil – supergeil“ für viele fester Bestandteil des täglichen Sprachgebrauchs. Dann ging es kräftig weiter: Nebst internationaler Bekanntheit folgten Auftritte als DJ, eine Buchveröffentlichung und vieles mehr. Auch ein Konzeptalbum wurde veröffentlicht. „Bad Gastein“ ist ein Jazz-Album, das gemeinsam mit dem Künstler- und Produzentenduo Heavylistening entwickelt wurde. Am 17. Juni wird er es gemeinsam mit den Musikern Arnold Kasar und Sebastian Borkowsi präsentieren. Übrigens: Getreu des Mottos „Ich tanke, also bin ich“ sucht Liechtenstein im Rahmen einer zehnteiligen Reihe auf Arte ab dem 16. Juni die „Tankstellen des Glücks“.

Durchgeknallt und liebenswert: Stereo Total

Echten Kult-Elektro-Pop im Gepäck haben Stereo Total aus Berlin. Brezel Göring und Françoise Cactus spielen erstmals bei dem Festival. Das neue Album „Les Hormones“ wird von ihrer Fangemeinde gefeiert – auch die Initiatoren merken in ihrer Vorankündigung freudig an: „Es ist eine Welt und nicht nur ein Sound. Seit 23 Jahren verschenkt dieses Duo Freiheit, Quatsch, Intellektualität, Bohemia und Rumpelkiste.“ Schon 1995 sangen sie: „Du bist schön von hinten.“ Das Duo steht auf amüsante, anzügliche Texte. Am 11. Juni stehen sie auf der Bühne im Theaterpark.

Auch das weitere Line-Up lässt sich sehen. Am 10. Juni haben Okta Logue aus Frankfurt am Main / Darmstadt Psychedelic-Rock im Gepäck, der etwa an Legenden wie The Doors und Pink Floyd erinnert. „Sie klingen elegant wie eine WahWah-Melodie im Shinkansen, rockend wie ein Schwein im Matsch und einleuchtend wie die Krawatte eines Busfahrers“, kommentiert das Festivalteam.

Zielstrebig: Zu Chefboss wird getanzt. Keine Widerrede! Foto: Universal Music / oh.
Zielstrebig: Zu Chefboss wird getanzt. Keine Widerrede! Foto: Universal Music / oh.

Eine klare Tanzansage verteilen Chefboss aus Hamburg. Für Deichkind spielten die beiden hübschen Damen im Vorprogramm, ihr Hit „Blitzlichtgewitter“ verzeichnet hunderttausende Aufrufe, vom Wolfenbüttler Kräuterlikörhersteller Jägermeister werden sie umfangreich gefeatured. Dancehall-Girlpower aus der Hansestadt: Das Duo gilt schon länger nichtmehr nur noch als Geheimtipp. Sie spielen am 18. Juni im Festivalzentrum im Theaterpark.

Große Party zum Finale

Natürlich wird standesgemäß nicht nur Musik genossen – sondern auch ordentlich gefeiert: Am Abschlusswochenende wird zur „Theaterformen-Party“ in das Kleine Haus des Staatstheaters geladen. Für die richtigen Sounds sorgt DJ Butch Cassidy, in der hiesigen Szene wahrlich kein unbekanntes Gesicht. Brain, Eulenglück, Pantone, Nexus, Riptide: Der Café- und Labelinhaber serviert Indie, Soul, Funk, Hip-Hop und vieles mehr. Abgelöst wird er später von Daniela La Luz. Die Produzentin, die auf ihrem eigenen Label Parallel Records veröffentlicht, reist aus Berlin mit einem House-Set an.

Weitere Infos zu den Auftritten im Festivalzentrum sind auf www.theaterformen.de zu finden.

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