Neue Nightlife-Location in Braunschweig: Das Westand – Szene38
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24. Mai 2019
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Neue Nightlife-Location in Braunschweig: Das Westand

Das Kulturzentrum bietet über 3.000 Quadratmeter für Veranstaltungen aller Art - und eröffnet diesen Sommer!

Noch nicht fertig, aber so soll es mal aussehen: Das Westand, die neue Location, die Braunschweigs Nightlife-Szene ergänzen soll. Foto: Veranstalter

Eigentlich war die Eröffnung bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 geplant. Doch der Umbau und die Renovierung haben deutlich länger gedauert. Nun soll es aber wirklich losgehen: Der neue Kultur- und Veranstaltungsort Westand startet im Juli mit dem Betrieb.

Im Westen entsteht etwas Neues!

Braunschweig aufgepasst! Ein einer Veranstaltungsort ist in die Stadt eingezogen. Und das westliche Ringgebiet erhält damit neben Boulderturm, Kletterhalle und Skaterbahn einen weiteren wichtigen Treff- und Anlaufpunkt mehr. Der Name: Westand. Rund 3.200 Quadratmeter umfasst der Neubau am Westbahnhof 13.

So sah das Westand, eine ehemalige Gewerberuine, vor dem Abriss und dem Umbau aus. Foto: Birgit Wiefel

Dieser ist als Ersatz für gleich zwei legendäre Locations gedacht, die in der Löwenstadt eine lange Tradition hatten, aber der Abrissbirne zum Opfer fielen: Die ehemalige Meier Music Hall in der Schmalbachstraße und das Freizeit- und Bildungszentrum (FBZ) im Bürgerpark, wo heute das Steigenberger Parkhotel steht.
Im FBZ und der Meier Music Hall standen zahlreiche regionale, nationale und internationale Künstler auf der Bühne. Viele Partys wurden gefeiert, Events veranstaltet.

Von alter Industrieruine zur Eventlocation

Heute erinnert nur noch der Giebel an die  alte Industrieruine. Der Name „Kurt Knoblau“ steht in verwitterten Buchstaben auf der Fassade. Dahinter wurde in den vergangenen drei Jahren ein komplett neues Gebäude mit Platz für einen Konzertsaal, Büros, Ateliers, Seminarräumen und einer Cafeteria hochgezogen. Abriss, neue Bauanträge, neue Genehmigungsverfahren verzögerten das Projekt immer wieder. „Ich habe während der Zeit bestimmt ein paar graue Haare mehr bekommen“, blickt Investor Manfred Neumann beim Ortstermin mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück und ist froh, dass es endlich losgeht.

Ein Blick in den Konzertsaal, der neueste Technik mit Industrie-Architektur kombiniert. Foto: Birgit Wiefel

Insgesamt 6,5 Millionen Euro hat der gesamte Bau gekostet, die Stadt hat einen Zuschuss von 1,5 Millionen Euro übernommen. Noch sind nicht alle Kabel verlegt, noch dringt ohrenbetäubender Bohrlärm durch die Wände, doch beim ersten Gang durch die Räume wird klar: Das Westand am Westbahnhof 13 ist ein echter Hingucker am Ringgleis geworden.

Volles Line-Up

„Im Juli starten wir mit den ersten Veranstaltungen“, kündigt Manfred Neumann vom Investor, der Westand GmbH,  an. Comedian Atze Schröder (18. Oktober) kommt für eine Clubshow, aber auch Astronautik-Experte Erich von Däniken (30. November). Lokalmatadoren wie Silent Radio (13. und 14. Dezember) und die Jazzkantine (23. Oktober und 8. November), die in diesem Jahr 25 Jahre besteht, treten auf. Dazu angesagte Acts wie Chefboss (31. Oktober), Leoniden (3. November) und Callejon (22. Dezember).

In den vorderen Bereich zieht als Mieter das neue sozio-kulturelle Zentrum der Stadt unter Regie des Vereins KufA (Kultur für alle).  „Sollte es beim aktuellen Zeitplan bleiben“,  teilt Stadtsprecher Reiner Keunecke mit, „öffnet es Ende August.“ Wenig später soll eine gemeinsame Einweihungsfeier stattfinden.

Ein Saal – 800 Zuschauer

70 Meter misst die dreigeschossige Halle in der Länge, 17 Meter in der Breite. Der Konzertsaal im hinteren Bereich bietet Platz  für etwa 800 Zuschauer, „und hat damit die Größenordnung, die der Stadt seit Schließung der Meier Music Hall fehlte“, rechnet Manfred Neumann vor.

Die Initiatoren: Werner Bösemann, Carl-Thomas Schneider (beide Westand GmbH), Oliver Stiegemeyer und Nicole Schwalm (Phils GmbH) sowie Reiner Nötzel, Regina Marszalkowski-Wulf und Manfred Neumann (Westand GmbH) . Foto: Birgit Wiefel

Auf der Saalebene wird es außerdem einen Ausschank geben, auf einer Empore eine Bar mit Lounge-Charakter – der Saal ist so flexibel, dass er sich auch für Hochzeits- oder Familienfeiern eignet. Das Catering hat die Phils GmbH übernommen.

Manfred Neumann ist besonders stolz auf Architektur und Innenausbau: „In der Optik erinnert der Saal an seine industriellen Wurzeln“, zeigt der Westand-Chef auf sichtbar verlaufende Versorgungsrohre und Mini-Fenster, die wie Glasbausteine in die Wand eingelassen sind. Auch die Technik entspricht allen Anforderungen. Moderne Technik trifft im Westand auf Industrie-Architektur. Ende Juli kann man sich selbst vom neuen Braunschweiger Kultur- und Veranstaltungszentrum überzeugen.

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