Holi Festival: Veranstalter ziehen positive Bilanz

"Holi Braunschweig" zog rund 7.000 Gäste in den Bürgerpark.

Farbenfroh zu elektronischer Musik durch den Tag tanzen: Das Holi-Festival begeisterte auch in diesem Jahr wieder die Massen. Foto: Falk-Martin Drescher.

„Es war uns eine Ehre mit euch zu feiern“: Mit warmen Worten bedankten sich die Veranstalter des „Holi Braunschweig„-Festivals bei ihren Gästen. Nun ziehen sie Bilanz.

Wenngleich das Open-Air-Format mittlerweile zum bereits vierten Mal nebst Volkswagen Halle im Bürgerpark stattfand, so bot sich dennoch erneut ein beeindruckendes Bild: Tausende Musikbegeisterte zelebrierten gemeinsam einen farbenfrohen, entspannten und feierlichen Tag im Zeichen von „Buntschweig“. Der Grundgedanke des indischen Frühlingsfestes schwappte im Jahr 2012 nach Europa – und insbesondere auch Deutschland, auch in der Löwenstadt wurden gleich mehrere Veranstalter von der Idee angesteckt. Gemäß der indischen Tradition werden durch das gemeinsame Werfen der Farben, die Durchmischung, alle Unterschiede durch Herkunft, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben. Auch für die westliche Welt ein vorbildlicher Entwurf.

Von Lexy & K-Paul bis Dumme Jungs

Für einen ausgelassenen Tanz sorgten in jedem Jahr nationale und internationale Größen der Szene rund um die elektronische Musik sowie lokale Acts. Künstler wie Lexy & K-Paul, Format:B, Ferris Hilton, Aka Aka feat. Thalstroem, Monkey Safari, Dumme Jungs und einige weitere Headliner gaben sich in Braunschweig die Klinke in die Hand – in diesem Jahr etwa Psaiko.Dino, die Ostblockschlampen und Claptone. Erstgenannter, bei Chimperator unter Vertrag, machte sich als Tour-DJ von Cro einen Namen, ist mittlerweile selbst ein gefragter Künstler. Auch die Ostblockschlampen sind stark nachgefragt: In diesem Jahr nahmen sie etwa Festivals wie SonneMondSterne, Nature One, Airbeat One und Ruhr in Love mit.

Als echter Glücksgriff erwies sich auch das Booking von Claptone. Australien, Brasilien, China, Kroatien, Frankreich, Mexiko, Russland, USA…der Berliner Produzent mit der mystischen Maske landet derzeit quasi täglich in einem anderen Land. Erfreulich, dass es den Veranstaltern des Holi-Festivals ebenfalls gelang ihn nach Braunschweig zu holen. (Tipp: Ein Interview mit dem Produzenten gibt es hier!)

Sorgte für gute Laune: Die Stimmung bei dem Holi-Festival war auch in diesem Jahr wieder ausgelassen. Foto: Ausdruckslos / oh.
Sorgte für gute Laune: Die Stimmung bei dem Holi-Festival war auch in diesem Jahr wieder ausgelassen. Foto: Ausdruckslos / oh.

Während das Interesse am Holi-Thema in den anderen Städten bereits deutlich nachgelassen hat, durften sich undercover, stereolove, monofon und Brain – allesamt Veranstalter des Festivals – über ein auch in diesem Jahr noch deutliches Interesse freuen. Pilgerten in den vergangenen Jahren bis zu 12.000 Gäste zu der Großveranstaltung, waren es in diesem Jahr noch mehr als 7.000. Ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Veranstalter: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“

Das findet auch Matthias Lanzer von der monofon GmbH. „Es ist super gelaufen“, freut sich der Mitveranstalter. Er resümiert: „Es gibt Dinge, die noch nachjustiert werden müssen, im Großen und Ganzen sind wir dennoch zufrieden.“ Mit Ausnahme des zwischenzeitlichen Farbpulvermangels würden die Initiatoren ein positives Fazit ziehen. Lanzer ergänzt: „Mit mehr als 7.000 Gästen ist das Holi immer noch das größte Open Air in Braunschweig – außerdem eines der größten Holi-Festivals in Deutschland.“ Auch das Wetter spielte hervorragend mit. „Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Ausgleichende Gerechtigkeit für das vorige, verregnete Jahr“, schmunzelt Lanzer. In diesem Jahr hätten sie ein wirklich „optimales Veranstaltungswettter gehabt.“

Und wie geht es mit dem Braunschweiger Holi-Festival weiter? Der monofon-Inhaber dazu: „Es wird alles ausgewertert und das wirtschaftliche Ergebnis begutachtet. Dann prüfen wir für das nächste Jahr.“ So oder so, deutlich wird: Die Braunschweiger Veranstalterszene, die in Fällen wie diesen gemeinsam starke Formate auf die Beine stellt, hat sicherlich noch einige Ideen und Formate für die Region in der Schublade.

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