30. Oktober 2020
Theater

„Emotionale Achterbahnfahrt“

Das Wintertheater, eine der beliebtesten und erfolgreichsten Musik-Theater-Veranstaltungen in Braunschweig, ist abgesagt

Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte, Winterklater und Co. werden 2020 nicht im Spiegelzelt aufgeführt. Foto: Andre Markwirth

Vom 13. November bis 30. Dezember 2020 sollte das Spiegelzelt an der St. Martinikirche in Braunschweig erneut seine Pforten für das Wintertheater öffnen. Seit dem Jahr 2011 begeistert das Wintertheater alljährlich große und kleine Braunschweiger mit seinen liebevoll inszenierten Stücken und ausgewählten Gastspielen. Mittlerweile ist das Spiegelzelt mit seinem purpurroten Baldachin zu einer festen Institution im vorweihnachtlichen Braunschweig geworden. Im vorigen Jahr versetzte es rund 35.000 Besucher in eine festlich-fröhliche Stimmung.

Meetings, Proben und gegenseitiges Mutmachen

„Den beiden Braunschweiger  Veranstaltungsagenturen Undercover GmbH und Monofon GmbH lag viel daran, das Wintertheater auch in diesem Jahr zu realisieren. Doch jetzt kam die Absage. „Nach Monaten intensiver Arbeit, nach einer emotionalen Achterbahnfahrt durch Ämter, Hygienekonzepte und Prognosen, nach unzähligen Meetings, Proben und gegenseitigem Mutmachen, hatten wir uns unfassbar auf den Start des Wintertheaters 2020 gefreut. Die rapide ansteigenden Infektionszahlen, aber auch die heute verkündeten Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern lassen uns jetzt jedoch keine andere Wahl: Die Spielzeit 2020 muss kurz vor dem Start abgesagt werden“, erklären Christian Eitner, Matthias Lanzer, Michael Schacke und das gesamte Wintertheater-Team.

Der Versuch war es wert

Und weiter: „Die Enttäuschung ist unbeschreiblich groß, aber der Versuch war es wert. Wir werden uns auch in Zukunft nicht unterkriegen lassen und alles dafür geben, im nächsten Jahr wieder unsere geliebten Stücke wie Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte, Winterklater und Co. auf die Bühne zu bringen. Die Stadt braucht Kultur, ohne Kultur verkümmert ihre Seele. Wir ziehen den Hut vor unserem Ensemble, allen Soloselbstständigen und Dienstleistern für die uneingeschränkte Bereitschaft, trotz schwieriger Umstände, die Türen unseres Spiegelzeltes öffnen zu wollen. Wir sind traurig – wir hätten so gerne für Euch gespielt“.
Die Eintrittskarten werden in den nächsten drei Wochen unaufgefordert zurückerstattet.

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