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„Stadt kulturell beleben“: Monkey Safari gastieren bei Holi-Festival

In Australien werden sie als Stars gefeiert, ihre Tour durch die USA wurde hoch gefeiert. Im Juli ist das Duo Monkey Safari in Braunschweig. Foto: Jackmode / oh.

Sie wollen nicht einfach „nur“ auflegen, sie wollen ihre Stadtkultur mitgestalten. In ihrer Heimatstadt Halle betreibt das Duo Monkey Safari um Sven und Lars einen eigenen Club, hat außerdem eine Bewegung gegründet – die sich für die Kulturszene einsetzt. Am 12. Juli spielen sie bei dem „Holi Braunschweig„-Festival. szene38 hat sich vorab mit ihnen unterhalten.

Wie habt ihr beide den ersten Zugang zur elektronischen Musik gefunden?
Zu der Zeit als die Loveparade ihre Hochphase in Berlin hatte ist wahrscheinlich niemand drum herumgekommen sich damit auseinanderzusetzen. Wir waren zwar nie vor Ort aber es könnte schon sein das die Maxi-CD der 96er Hymne „Sunshine“ mein erstes elektronisch gekauftes Werk war. Lang ist es her.

Wie kamt ihr zum DJing?
Wir hatten einfach Bock darauf unsere musikalischen Einflüsse in ein Gesamtpaket zu verpacken, dies Leuten zu zeigen und zu schauen was passiert. Also haben wir uns die nötige Technik, Plattenspieler und Mixer besorgt, erste Mixversuche unternommen und uns stetig weiterentwickelt.

Ihr habt nicht von Anfang an gemeinsam aufgelegt. Wie kam es zu dem Kollaborationsgedanken?
Zu zweit ist man weniger allein.

Was gibt euch die Inspiration für eure Tracks?
Solange wir denken können sind wir mit verschiedensten Musikrichtungen konfrontiert. Diese viele, verschiedenen Vorlieben und Hörgewohnheiten versuchen wir in unserem Rahmen neu zu interpretieren und umzusetzen – Inspirationsquelle ist somit die Musik selbst.

Glaubt ihr es ist heute einfacher als Musiker in anderen Teilen der Welt mit seinen Werken erfolgreich Fuß zu fassen?
Auf jeden Fall ist es einfacher als früher, Grund ist natürlich die Digitalisierung von Musik und damit einhergehende Loslösung von physischen Datenträgern. War man früher noch auf regionales Radio bzw. den Platten- bzw. CD-Laden seines Vertrauens angewiesen, um Zugang zu neuer Musik zu erhalten, macht man heute in Deutschland drei Klicks um sich Newcomer aus der ganzen Welt anzuhören.

Wenn ihr eure Songs produziert – denkt ihr dabei schon an bestimmte Situationen, in denen sie gehört werden?
Im Produktionsprozess entwickelt sich ein Track natürlich in eine bestimmte Richtung, wonach wir am Ende auch entscheiden was mit ihm passiert.

In eurer Heimat Halle betreibt ihr einen Club und habt eine Bewegung gegründet, die die Stadt auf eine neue Art und Weise präsentieren soll. Warum ist euch dieses Engagement so wichtig, und: was möchtet ihr erreichen?
Unser Ziel ist es zum einen die Stadt kulturell zu beleben und natürlich den Nachwuchs zu fördern. Wir wollen eine Plattform sein, kulturelles Ausbildungszentrum, Musikschule, Sprachrohr und mehr. Netzwerke knüpfen und die Jungen Leute in Halle dazu bewegen der Stadt treu zu bleiben und bestenfalls Halle als Kulturbotschafter in der ganzen Welt zu repräsentieren.

Ihr spielt beim Holi-Braunschweig-Festival. Was haltet ihr von den Farbenspektakeln?
Die enorme Energie die auf den Punkt freigesetzt wird kann schon sehr beeindruckend sein, leider werden die Holis in Deutschland sehr oft mit wenig Liebe für das Event dafür mit viel Liebe für’s Geld veranstaltet. Wir sind gespannt was Braunschweig kann.

Details zum Holi-Festival sind auf www.holi-braunschweig.de, zu dem Duo auf www.monkeysafari.de zu finden.

 

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