„Once Upon a Time in Hollywood“ in Braunschweig

Brad Pitt und Leonardo DiCaprio im neuen Tarantino-Meisterwerk am 14. August im C1 Cinema

Tresen-Talk: Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) und Western-Serienheld Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) in „Once Upon a Time in Hollywood“. Foto: Sony Pictures

Die gleißende Sonne Kaliforniens leuchtet über allem und jedem. Ausnahme-Regisseur Quentin Tarantino hat einen neuen Film erschaffen – und die Welt guckt zu. „Once Upon a Time in Hollywood“ ist ein 165-minütiges Sittenbild Amerikas der späten Sechziger-Kino-Jahre.

Bromance, Drama und Komödie

Der Film ist zugleich auch ein nostalgischer Abgesang auf eine Ära. Und eine Aufarbeitung und Glorifizierung. Ein übervoller Zitatenschatz, der munter Fakten und Fiktionen mischt. Damit virtuos jongliert. Bromance und großes Drama, Komödie und detailverliebte Rekonstruktion. Eine Hommage an eine vergangene Zeit und ein Lebensgefühl. Immer mit einem frechen Augenzwinkern versehen. Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Jackie Brown“, „Inglourious Bastards“, „Django Unchained“) gibt seinen Figuren viel Zeit, Präsenz und Raum. Gewohnt spritzig perlen deren Dialoge. Der Soundtrack passt perfekt zur detailverliebten Ausstattung. Unvergleichliche Spannungsmomente treffen auf rauen, grimmigen Humor. Die Länge des Films muss man aus- und durchhalten.

Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) tanzt um sein Leben in der Traumfabrik. Foto: Sony Pictures

Ein Western-Serienheld und die Manson-Familie

„Once Upon a Time in Hollywood“ versetzt uns ins Jahr 1969. Die große Zeit der Western ist in Hollywood vorbei. Das bringt die Karriere von Western-Serienheld Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) ins Straucheln. Der Ruhm seiner Hit-Serie „Bounty Law“ verblasst . Gemeinsam mit seinem Stuntdouble, Fahrer und besten Freund Cliff Booth (Brad Pitt) versucht Dalton, in der Traumfabrik zu überleben. Und als Filmstar zu neuem Ruhm zu gelangen. Als ihm Filmproduzent Marvin Schwarz (Al Pacino) Hauptrollen in mehreren Spaghetti-Western anbietet, lehnt Rick ab – er will nicht in Italien drehen. Von diesem Sub-Genre hält er nichts. Als Bösewicht-Darsteller muss er sich in Hollywood verheizen lassen. Und wird regelmäßig am Ende des Films von jüngeren, aufstrebenden Stars verkloppt. Nebenan zieht auch noch der berühmt gewordene neue Regiestar Roman Polanski (Rafal Zawierucha) ein. Er hat „Tanz der Vampire“ und „Rosemaries Baby“ gedreht. Seine Frau, die Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie), zieht mit ein…

Zum Abschuss frei gegeben: Rick Dalton lässt sich als Bösewicht-Darsteller in Hollywood verheizen. Foto: Sony Pictures

„Once Upon a Time in Hollywood“ ist als BZ Filmpremiere am Mittwoch, 14. August, 20:00 Uhr, erstmals in Braunschweig zu sehen. Die erste Spielwoche startet ab dem 15. August täglich um 17:00 Uhr und um 20:30 Uhr. Tickets gibt es unter www.c1-cinema.de.

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