9. Juli 2015
Kunst & Kultur

„we think too much and feel to little“: Sommerkino lädt in den Kunstverein

Nicht nur bei Studierenden beliebt: Das Braunschweiger Sommerkino. In diesem Jahr wird zur bereits vierten Ausgabe geladen. Foto: Aline Köhler / oh.

Das Zitat, es stammt aus „Der große Diktator“ (Originaltitel: The Great Dictator). Der US-amerikanische Spielfilm von Charlie Chaplin aus dem Jahr 1940 ist eines der filmischen Meisterwerke – die in diesem Jahr bei dem Sommerkino im Garten des Kunstvereins zu sehen sind. Am 16. Juli wird gestartet.

Auch in diesem Jahr zeigen die Initiatoren wieder eine sehenswerte Mischung aus „Kult und Klassikern“. Hinter der alljährlichen Veranstaltungsreihe steckt ein gleichnamiger Verein – entstanden übrigens aus einem Medienwissenschaftler-Uniprojekt der Hochschule für Bildende Künste (HBK) heraus. Sechs Filme werden zwischen dem 16. Juli und 20. August zu sehen sein: Django (1966), The Great Dictator (1940), Dial M for Murder (1954), The Beach (2000) sowie Dead Poets Society (1989). „In erster Linie gilt das Interesse nicht aktuellen Filmproduktionen, sondern Filmen, die bereits seit Jahrzehnten von den Kinoleinwänden verschwunden sind“, heißt es. Noch offen ist der Finalfilm: Wie gewohnt entscheidet hier das Publikum, ausgewählt wird der Wunschfilm im Rahmen der ersten Vorführungen.

Grundsätzlich ist bei dem Sommerkino „die Filmauswahl eine Gemeinschaftsentscheidung“, so ein Teammitglied. Insgesamt zähle der Verein mehr als 20 Miglieder – Studierende und weitere Engagierte, die das Sommerkino stets ehrenamtlich auf die Beine stellen. Auch bei der mittlerweile vierten Ausgabe haben die Initiatoren hinsichtlich der Filmauswahl gutes Händchen bewiesen – eine Fortsetzung des guten Zuschauerschnitts (rund 350 Gäste je Abend) steht unter einem guten Stern. Was die vielen Freiwilligen an dem Format begeistert? „Es ist total spannend, das in der Theorie gelernte auch in der Praxis zu organisieren“, so Karina Gauerhof, die am Institut für Medienforschung der HBK studiert. Pia Guckert ergänzt begeistert: „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie viel dabei herumkommt.“

Organisiert wird das Sommerkino mit viel Liebe zum Detail. Neben einer ansprechenden Gestaltung der Abende haben sich die Sommerkino-Macher auch bei dem Vorprogramm einige Gedanken gemacht. Nachdem etwa im vergangenen Jahr vor den Filmvorführungen Musikvideos von Musikern aus der Region gezeigt wurden – hat das Sommerkino in diesem Jahr Filmemacher dazu aufgerufen, ideenreiche Kurzfilme einzureichen.

Einlass zu den Veranstaltungen gibt es jeweils ab 20 Uhr, der Filmstart richtet sich jeweils nach der Dämmerung (ca. 21 Uhr). Im Vorfeld bietet der Kunstverein Interessierten darüber hinaus von 19 bis 21 Uhr kostenfreien Eintritt sowie Führungen (um 20:30 Uhr) an. Die gemütliche Atmosphäre im Garten des Kunstvereins lädt nicht nur vermeindlich zum Picknicken ein – es ist auch ausdrücklich erwünscht. Vor Ort werden Speisen und Getränke angeboten, Gäste dürfen dafür auch eigene Speisen und Getränke mitbringen. Auch zusätzliche Decken und Klappstühle sind gerne gesehen. Weitere Informationen sind auf sommerkino-braunschweig.de zu finden.

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