Traum von einer „Kulturfabrik“ – Szene38
18. September 2013
Kunst & Kultur

Traum von einer „Kulturfabrik“

Thomas Hirche: Schauspieler, Theaterdirektor und Putzmann. oh

Braunschweig. Er ist Schauspieler, Theaterdirektor, Techniker, Kartenverkäufer und Putzmann in einem. Thomas Hirche eröffnete vor einem Jahr das KULT, Braunschweigs kleinstes Theater. Am Sonnabend (21. September) lädt es um 17 Uhr zur Jubiläumsparty an den Hagenmarkt 18. Im Interview berichtet Hirche über seine Arbeit und die Bedeutung des KULT.

? Thomas, wie kam es dazu, dass du ein eigenes Theater eröffnet hast?

! Ich wollte immer eine Kulturfabrik à la Andy Warhol eröffnen. 2011 suchte ich allerdings „nur“ einen Proberaum. Über viele Ecken lernte ich den Apotheker Roland Bohlmann kennen. Er stellte mir die Räumlichkeiten vom jetzigen KULT für ein Jahr mietfrei zur Verfügung. Der Raum war so schön, dass ich darüber nachdachte, die Öffentlichkeit an meinem Glück teilhaben zu lassen, und eröffnete das KULT – kurz für „Kleinkunst-Unterhaltungs-Literatur-Theater“. Ich möchte hier vielen darstellenden Künstlern ein Auftrittsforum bieten.

? Was ist das Besondere am KULT?

! Nicht immer nur Altbekanntes, den Mainstream zu bieten, sondern etwas Besonderes, Intimes, fast Familiäres mit Künstlern zum „Anfassen“. Die extreme Nähe zum Publikum ist im kleinsten Theater Braunschweigs Programm.

? Was gibt es in deinem Theater zu sehen?

! Von Anfang an gab es immer am ersten Freitag im Monat „Tasten in der Finsternis“ mit Sven Waida. Ich zeige regelmäßig zwei Papiertheaterstücke: „Robinson Crusoe“ und „In 80 Tagen um die Welt“. Außerdem gibt es Kleinkunst, Autorenlesungen, Zaubern für Erwachsene und Kinder, Schauspiel, szenische Lesungen, Clowns, Musikpantomimen, Chansonsänger, Lyriker und vieles mehr.

? Was sind deine nächsten Projekte?

! Im Moment bereite ich gerade eine Premiere vor. Gemeinsam mit Hardy Crueger, Autor aus Braunschweig, habe ich ein Stück für das „Theater für Einzelgänger“ entwickelt. Es ist ein besonderes Format, bei dem nur eine Person ein dreiminütiges Theaterstück gezeigt bekommt. Es wird dann so oft wiederholt, wie es Zuschauer gibt. Der zehnminütige Psychothriller wird am 16. November als Figurentheaterstück unter dem Namen „Ab 18“ auf die Bühne kommen. Für 2014 ist ein Schauspiel mit Kathrin Nagel und eine Regiearbeit mit Roland Kremer geplant.

Anlässlich des einjährigen Geburtstags erwartet die Besucher ein buntes Programm aus Geschichten, Theater, Jonglage, Lyrik, Livemusik und vieles mehr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.daskult-theater.de

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