Ein Abend, vier Häuser: StudiKultNacht – Szene38
15. Juni 2016
Kunst & Kultur

Ein Abend, vier Häuser: StudiKultNacht

Am Donnerstag den 16. Juni geht das Format in die sechste Runde.

Sie krönt den Abend mit ihrem Konzert: Johanna Borchert wird mit Band im Theaterpark auftreten. Foto: Frank Schemmann / oh.

Kunstverein, Museum für Photographie, Staatstheater sowie Universum Filmtheater öffnen ihre Türen für die Studierenden der Region: Am Donnerstag den 16. Juni heißt es „StudiKultNacht„.

Unter dem Motto „1 Abend, 4 Häuser, 5 Euro“ werden diverse Performances, Führungen, Soundinstallationen, Stücke als auch Konzerte vorbereitet. „Die Veranstaltungen können nach Lust und Interesse zu einer Tour kombiniert werden“, kommentieren die Initiatoren.

Im Kunstverein erwartet die Interessierten mit „Pulling Strings“ eine Performance von Eva Meyer-Keller mit Irina Müller. Zuzuordnen ist es der „Process, Performance, Presence“-Gruppenausstellung, die derzeit in dem Kunstverein zu sehen ist. „Der Prozess, wie er Kunstwerke bedingt und formt, wird immer wieder zum Gegenstand für Künstler“, heißt es. So versammelt die Gruppenausstellung 16 internationale Positionen, für die der Prozess und eine dadurch hervorgerufene – nicht selten unkalkulierbare – Veränderung grundlegend sind.

Aufnahmen aus Ägypten, Israel und auch Großbritannien zeigt die Ausstellung „Past Perfect“ von Jason Larkin. Foto: Jason Larkin / Serie Past Perfect / 2016 / oh.
Aufnahmen aus Ägypten, Israel und auch Großbritannien zeigt die Ausstellung „Past Perfect“ von Jason Larkin. Foto: Jason Larkin / Serie Past Perfect / 2016 / oh.

Im Museum für Photographie werden passend zum Titel „Kickin‘ around the house“ Rundgänge und Führungen angeboten – sowie Zugang zur aktuellen Ausstellung „Past Perfect“. In seiner Arbeit hinterfragt der britische Fotograf Jason Larkin das Museum als Ort der Archivierung, als Aufbewahrungs- und Speicherort materialisierter Erinnerungen und Ereignisse. Larkins fotografische Tableaus nehmen eine visuelle Analyse musealer Präsentationsformen vor und schärfen den Blick des Betrachters für diese Inszenierungen. In seiner ersten musealen Einzelausstellung in Europa zeigt das Braunschweiger Museum hierbei das Ägypten-Kapitel von „Past Perfect“, sowie die erstmalig präsentierten, eigens für die Ausstellung angefertigten Aufnahmen aus Israel und Großbritannien.

Das Universum Filmtheater zeigt auf Initiative des International Filmfestival Braunschweig den Film „Mulholland Drive“ im Original mit Untertiteln. Zum Inhalt: Eine schwarzhaarige Schöne, ein Unfall, eine Erinnerungslücke, eine hilfsbereite Blonde – was anfangs noch plausibel erscheint, verrätselt sich spätestens in dem Moment, in dem David Lynch mit den Identitäten der beiden Frauen zu spielen beginnt und sie durch ein dunkles Labyrinth im irrealen Universum Hollywood jagt…

Musikalischer Abschluss

Das Staatstheater präsentiert gemeinsam mit dem Festival Theaterformen mehrere sehenswerte Programmpunkte: Neben einer Videoinstallation („Veterans“) wird das Stück „Minefield“ von Lola Arias aufgeführt. Vorab wird zu einer Einführung geladen. Der gemeinsame Abschluss gefeiert wird bei dem Konzert von Johanna Borchert, die mit ihrer Band im Festivalzentrum im Theaterpark spielt. Dazu schreiben die Theaterformen passend: „Hören Sie Borchert, und bedenken Sie: Ist es Jazz oder smarter Pop? Pianistin oder Sängerin? Ist es die neue Discokugel-Sachlichkeit? Bevor auch die erste Frage beantwortet ist, kommt auch schon der Echo Jazz 2015 hereingeschneit. Kategorie beste Sängerin. Für eine ausgebildete Pianistin.“ Die in Berlin und Kopenhagen lebende Musikerin hat übrigens unter anderem den Drummer der Band Frittenbude im Gepäck.

Die Karten gibt es für 5 Euro bei den beteiligten Institutionen, weitere Infos zum Programm auf www.studikultnacht.de.

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