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Starke zweite Halbzeit: Löwen besiegen Eisbären Bremerhaven mit 92:61

Der sitzt: Klar und sourverän gewannen die Basketball Löwen Braunschweig gegen die Eisbären Bremerhaven. Foto: Philipp Ziebart.

Zum bisher wichtigsten Spiel der Saison hatte Basketball Löwen Braunschweig-Headcoach Raoul Korner die Partie vom Freitag (13. Februar) gegen die Eisbären Bremerhaven erklärt – und diese Nachricht war bei seinem Team angekommen. Vor 2775 Zuschauern in der Volkswagen Halle taten sich die Braunschweiger Korbjäger zwar in der ersten Halbzeit durch zu viele Ballverluste schwer, offensiv den richtigen Rhythmus zu finden. Aber dafür lief es dann in der zweiten Spielhälfte wie am Schnürchen. 36 Punkte erzielten die Basketball Löwen alleine im dritten Viertel und machten damit den am Ende souveränen und wichtigen 92:61-Sieg klar (38:32). Bester Punktesammler der Basketball Löwen, die auf den verletzten Lucas Gertz verzichten mussten (Bandverletzung im linken Sprunggelenk), war Trent Lockett mit 18 Zählern. Bei den Eisbären avancierte Moses Ehambe mit 16 Punkten zum Topscorer.

Die Partie begann wie erwartet intensiv und mit Zählern für die Gäste. Das erste richtige Ausrufezeichen setzte aber Trent Lockett, der mit einem krachenden Dunk das 4:4 erzielte (3. Minute) und die Zuschauer von den Sitzen riss. Doch damit nicht genug versenkte der Löwen-Guard auch noch zwei Dreier und führte sein Team zum 15:10 (6. Minute). Immanuel McElroy erhöhte den Vorsprung anschließend auf sieben Zähler. Allerdings agierten die Basketball Löwen darauf offensiv nachlässig und leisteten sich zwei Ballverluste in Folge, weshalb die Eisbären prompt wieder dran waren, sogar in Führung gingen (17:18, 8. Minute). Dru Joyce fand aber per Dreier die passende Antwort, und zwei weitere Zähler von Kyle Visser sorgten für das 23:20 nach zehn Minuten.

So eng wie die Begegnung im ersten Viertel verlief, ging sie nun auch weiter. Aber die Basketball Löwen blieben treffsicher von der Dreierlinie (67% im ersten Viertel). Und so war zuerst Cornelius Adler aus der Distanz erfolgreich, ehe Immanuel McElroy zum 29:24 nachlegte (14. Minute). Ein Manko im Braunschweiger Spiel blieben aber die Ballverluste wie auch die ebenfalls ermöglichten zweiten Chancen für den Gegner. Die Eisbären kamen so immer wieder zu leichten Punkten unter dem Korb, weshalb es nach fast 18 gespielten Minuten 33:32 stand. Das Korner-Team schraubte in den letzten beiden Minuten aber noch einmal die Verteidigungsintensität nach oben und ließ keine Punkte der Gäste mehr zu. Sie selber waren offensiv erfolgreicher und verließen nach zwei gespielten Vierteln beim Stand von 38:32 das Parkett.

Zurück aus den Kabinen behielten die Braunschweiger Korbjäger die Nase vorn – und daran hatte Tim Abromaitis großen Anteil. Der Löwen-Forward markierte sieben Zähler und führte sein Team zum 45:36 (22. Minute). Jedoch war es Derrick Allen im Anschluss daran vorbehalten, die erste zweistellige Führung zu erzielen (47:36). Eisbären-Trainer Muli Katzurin griff zur Auszeit, nachdem die Braunschweiger noch weitere Zähler nachgelegt hatten. Und die hatte Wirkung: die Gäste machten fünf Punkte in Folge, (49:41) woraufhin nun Raoul Korner eine Auszeit nahm. Sein Team war danach wieder voll fokussiert und drückte dem Spiel jetzt seinen Stempel auf. Die Basketball Löwen spielten nun wie aus einem Guss und bauten ihren Vorsprung weiter aus: Nach einem Dreier von Nicolai Simon führten die Hausherren deutlich mit 70:48 (29. Minute). In das letzte Viertel gingen die Löwen-Basketballer mit einer 74:50-Führung.

Mit einem erfolgreichen Dreier machten die Braunschweiger dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Und sie ließen auch nicht nach. Trotz einer schmerzhaften Daumenverletzung trumpfte nun Kyle Visser auf und erzielte Punkt um Punkt zu einer 30-Punkte-Führung (82:52, 34. Minute). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt schon lange entschieden, und die Eisbären hatten dem auch nicht mehr viel entgegenzusetzen. In den letzten drei Minuten des Spiels standen bei den Löwen-Basketballern alle Doppellizenzspieler zusammen mit Nicolai Simon auf dem Parkett und ließen bis zum Ende nur noch drei Zähler der Gäste zu. Maurice Pluskota setzte mit einem Dunking zum 92:61 den Schlusspunkt des Spiels.

Eine Bildergalerie zur Partie gibt es hier.


 

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Für uns war es ein extrem wichtiges, richtungsweisendes Spiel. Nicht zuletzt deshalb, weil unser Programm in den nächsten Wochen schwierig ist. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Stattdessen haben wir uns zu viele Ballverluste erlaubt und zu wenig Rebounds geholt. Die Führung zur Halbzeit haben wir unserer guten Dreierquote zu verdanken gehabt. Im dritten Viertel haben wir dann gut gereboundet, stark getroffen, aber auch besser verteidigt. Zudem ist Nicolai Simon heiß gelaufen und hat uns einen immensen Push gegeben. Unterm Strich kann man sagen, dass wir in der zweiten Halbzeit zwei Klassen besser gespielt haben, als in der ersten.

Muli Katzurin (Eisbären Bremerhaven): Wir haben heute fürchterlich und ohne Verteidigung gespielt. Wir haben nichts von dem umgesetzt, wofür wir die Woche gearbeitet haben. Im dritten Viertel haben wir 36 Punkte zugelassen, das ist zu viel, egal, gegen wen man spielt. Aber ich bin ein Kämpfer und werde nicht aufgeben. Wir müssen noch härter arbeiten, den richtigen Rhythmus finden und diesen dann entsprechend umsetzen.

Basketball Löwen Braunschweig: Johnson, Visser 13 (7 Rebounds), Bogdanov 2, Theis, Joyce 7 (10 Assists), Allen 7, Pluskota 6 (6 Rebounds), Abromaitis 17 (8 Rebounds), Adler 3, McElroy 9, Lockett 18 (5 Assists), Simon 10.

Eisbären Bremerhaven: Williams 2, Schultze 2, Stückemann, Schneiders, Zeeb, Ehambe 16, Hesson11 (5 Rebounds), O’Brien 10, Searcy 14 (7 Rebounds), Smith 6 (6 Assists).

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