Ein buntes Fest der Vielfalt – Szene38
10. August 2016
Kunst & Kultur

Ein buntes Fest der Vielfalt

Am 20. August 2016 wird das dritte Sommerfest im Haus der Kulturen veranstaltet.

Ehemalige "The Voice"-Teilnehmerin und Sängerin Tiana Kurskic tritt beim Sommerfest vom Haus der Kulturen auf. Foto: Haus der Kulturen Braunschweig e.V. / oh.

Ein Nachmittag im Grünen, leckeres Essen, nette Menschen und gute Musik  – das Sommerfest des Hauses der Kulturen Braunschweig e.V. findet wieder statt. Zum dritten Mal lädt die Organisation am Samstag den 20. August von 15 bis 20 Uhr auf das Gelände des ehemaligen Nordbahnhofes ein. Im Fokus stehen ein buntes Kulturprogramm und kulinarische Spezialitäten, aber vor allem der Kontakt und die Begegnung zwischen Interessierten, Freunden und Mitgliedern des Hauses.

Auf dem musikalischen Menü serviert das Haus der Vielfalt einen interessanten Leckerbissen: Sängerin Tiana Kruskic aus Braunschweig wird mit ihrer Coverband „Sister Soul & The Blaxperts“ auftreten und die Zuschauer mit Soulmusik der 60er bis 80er Jahre unterhalten. Musik, von der sie heute lebt. Aber Deutschland war nicht immer ihre Heimat: Im Alter von acht Jahren floh Tiana mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg aus Doboj in Bosnien und fand in Braunschweig ein neues Zuhause. Vielleicht erinnern sich einige auch an sie und ihren Auftritt im Fernsehen – im Jahr 2013 hat sie sich im Team Nena in der dritten Staffel des TV-Formats „The Voice of Germany“ bis ins Halbfinale gesungen. Heute hat sich die 32-Jährige mit ihrer Musik selbstständig gemacht, arbeitet als Gesangsdozentin und Dolmetscherin für ankommende Flüchtlinge.

Vielfalt fördern, zur Integration beitragen

Ebenfalls Programmteil des Sommerfestes ist die Ausstellungseröffnung von „schwarz.weiß.deutsch.Afrikaner in Niedersachsen – eine Spurensuche“. Die zweiteilige Ausstellung widmet sich einerseits historischen Werken, die Leben, Schicksal und Status von AfrikanerInnen in Niedersachsen thematisieren, andererseits aber auch dem aktuellen Engagement von AfrikanerInnen in Niedersachsen und Deutschland. Dieses soll nicht nur dargestellt, sondern vor allem gewürdigt werden. Ziel der Ausstellung ist es, die Akzeptanz religiöser, kultureller, sprachlicher und ethnischer Vielfalt zu fördern und damit auch einen wichtigen Teil zur Integration beizutragen. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat die Ausstellung gefördert, das Konzept wurde von der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie (FIT) und dem Afrikanischen Dachverband Nord e.V. entwickelt. Die Ausstellung wird bis zum 23. September 2016 zu sehen sein.

Mehr Informationen unter http://hdk-bs.de/

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