Jahr für Jahr: Das sind die beliebtesten Silvestertraditionen – Szene38
30. Dezember 2018
Kunst & Kultur

Jahr für Jahr: Das sind die beliebtesten Silvestertraditionen

Die Auflistung und Erklärung der typischen Bräuche zum Jahresende gibt's hier bei uns.

Warum ist es eigentlich Tradition, an Silvester ein Feuerwerk zu veranstalten? Foto: Alexander Kagan

Jedes Jahr zum Jahresende gibt es gewisse Rituale, die jeder von uns mitmacht – einfach weil man es macht. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wir haben ein paar dieser Traditionen herausgepickt und die Bedeutung dahinter aufgedeckt.

Bleigießen

Der Blick in die Zukunft: Bleigießen ist ein eher mystischer Brauch, der vorhersagen soll, was das kommende Jahr so für einen bereithält. Die vorgefertigte Bleifigur wird auf einem Löffel über einer Kerze erhitzt, bis es flüssig ist. Anschließend kippt man die entstandene Bleipfütze schnell in kaltes Wasser. Und dann geht das Rätselraten und Interpretieren los: Je nach entstandener Form lässt sich nun deuten und analysieren, was einem in dem neuen Jahr erwartet.

Rote Unterwäsche

Glück, Erfolg, Liebe und Leidenschaft: Zum Jahresumbruch boomen und erstrahlen sämtliche Klamottenläden in strahlendem Rot – besonders die Unterwäscheabteilungen. Denn ein weiteres Ritual lautet, dass sich rote Unterwäsche während des Jahreswechsels positiv auf die kommende und zukünftige Lebenslage auswirkt. Also, Ladies in Red – schaden kann’s ja nicht.

Dinner For One

Lachend am Ende, lachend am Anfang: Zu diesem Silvesterbrauch müssen wir nicht viel sagen. „Dinner For One“ ist DER Kult-Sketch und ein absoluter Klassiker am letzten Abend eines jeden Jahres. Jedes Mal auf’s Neue feiern wir mit Miss Sophie ihren 90. Geburtstag – und das bereits seit 55 Jahren. Alle Jahre wieder lachen wir darüber, wie Butler James (irgendwann total betrunken) über den Tigerkopf stolpert. Und wie könnten wir besser in einen neuen Abschnitt starten? Klickt hier für mehr Infos.

Feuerwerk

Die Vertreibung von bösen Geistern: Ursprünglich diente das Knallen dem Vertreiben von bösen Geistern und Dämonen. Das laute Geräusch und die Lichtblitze sollten sie fernhalten, damit das Ende eines Jahres positiv verabschiedet werden konnte. Heute bringt es vielen Menschen einfach Spaß, die Raketen in den Himmel zu schießen und die Lichtspiele zu bewundern.

Keine Wäsche machen

Weg frei für Wotan: Einer Legende nach darf in der Silvesternacht zum 1. Januar keine Wäsche gewaschen oder getrocknet werden. Warum? Um Wotan, der Toten- und Kriegsgott, zu besänftigen. Denn so kommt ihm und seinen Geistern bei ihren Streifzügen durch die Gärten nichts in die Quere kommt. Und mal ehrlich, auf wütende Geister in unserem Keller können wir verzichten, oder?

Essen und Trinken

„Es möge gelingen!“ : In vielen Ess- und Wohnzimmern gibt es an Silvester Raclette oder Fondue. Die gesellige Runde passt optimal zu einem solchen Anlass. Und ab Mitternacht dürfen dann die traditionellen Berliner oder auch Neujahrspfannkuchen aufgetischt werden. Aber nicht irgendwelche: Traditionell ist einer davon mit Senf oder anderen ekligen Sachen gefüllt. Denjenigen, der ihn erwischt, erwartet besonders viel Glück im neuen Jahr. Und was darf im Mitternacht natürlich auch nicht fehlen? Genau, das klassische Anstoßen. Mit diesem klassischen Brauch und dem dazugehörigen Spruch „Prosit!“ wünschen wir uns gegenseitig Glück, denn er bedeutet nämlich so viel wie „Es möge gelingen!“.

Mit diesen Bräuchen, Traditionen und Ritualen kann dem erfolgreichen Jahreswechsel nichts mehr im Wege stehen. In diesem Sinne: Rutscht gut rein in das neue Jahr 2019!

 

Auch interessant