Highland Gathering: Eine schottische Tradition in Peine – Szene38
2. Februar 2016
Kunst & Kultur

Highland Gathering: Eine schottische Tradition in Peine

Im März halten in Peine wieder Kilts Einzug: Das Highland Gathering steht auf dem Plan. Foto: Peine Marketing GmbH / oh.

Es ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Tausende Schotten-Fans aus nah und fern zieht es am 7. und 08. Mai 2016 wieder in den Peiner Stadtpark. Musiker und Muskelmänner reisen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland an, um sich im Wettstreit beim “Highland Gathering” und “The Peine International Pipe Band Championships” zu messen.

Ähnlich der Schützenfeste in Deutschland finden in Schottland und überall auf der Welt, wo die schottische Kultur gepflegt wird, zwischen Mai und September die sogenannten “Gatherings”, Treffen, statt. Seinen Ursprung hat die Veranstaltung in einer militärischen Tradition. Im elften Jahrhundert versammelte Malcolm III. seine Clans zum Manöver, bei dem seine Männer sportlich und friedlich ihre Kräfte maßen. Malcolm III. führte auch den Wettlauf auf den hohen und steilen Craig Choinneach ein. Der Sieger erhielt einen goldverzierten Gürtel, den „baldric“. Bis heute setzt sich diese Tradition fort: Das bekannteste Gathering findet in Braemar statt, bei dem auch in jedem Jahr die Queen zu Besuch erscheint.  Dabei messen sich die Schotten in ihren Kilts in unterschiedlichen Wettkämpfen – als Einzelperson oder im Team.


Hier eine kleine Einführung:

Tossing the Caber – oder auch Baumstammwerfen. Ein circa sechs Meter langer und etwa 60 bis 80 kg schwerer Baumstamm muss gestemmt werden und wird nach kurzem Anlauf in die Höhe geworfen. Gewertet wird nach dem Ziffernblatt der Uhr: Dabei gewinnt, wer es schafft, dass sich der Stamm überschlägt und bei “12 Uhr” liegen bleibt.

Putting the Stone – oder auch Steinweitwurf oder Gewichtewerfen. Ein rund 13 bis 25 kg schwerer Findling muss so weit wie möglich gestoßen werden. Beim Gewichtewerfen muss das Gewicht an einer Eisenkette rückwärts über eine 4,5 Meter hohe Latte geworfen werden.

Tug a wa´ – oder auch Tauziehen. Es ist ein Mannschaftswettbewerb mit acht starken Teilnehmern (auch gerne Männlein und Weiblein in gemischten Teams).

The Farmer´s walk – oder auch Gewichtelauf. Der Teilnehmer hält in jeder Hand ein Gewicht und geht eine Strecke ab. Gewinner des Wettbewerbs ist, wer die größte Strecke zurückgelegt hat.

Zum Schluss gibt es eine spezielle Disziplin: Rico gegen alle. Ricco Brinkmeyer stellt sich der Herausforderung und wettet, dass er gegen jeden, in jeder Disziplin (ausgenommen Tug a wa´) gewinnt. Gewinnt ein Herausforderer oder eine Herausforderin gegen ihn, ist der Pokal gewonnen. Sogar die kleinen Gäste können in Kinder-Games beim Fest zeigen, was sie drauf haben. Zudem wird getanzt und gesungen: Zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer zeigen, wie stilvoll man das in den Highlands macht – elegant in den Formationen des Scottish Country Dance oder mitreißend irisch wie bei Riverdance. Am Sonntag erklingt außerdem auch Chorgesang an verschiedenen Plätzen im Park.

Begleitet werden Musik und Wettkampf von zahlreichen schottischen Spezialitäten, denn der ganze Stadtpark ist voll davon: Überall Stände mit Kilts, Kunsthandwerk, Schmuck, diversen Whiskysorten, leckerem Essen und kühlen Getränken.

Die Veranstaltungen starten jeweils ab 11 Uhr. Weitere Infos gibt es unter www.peinemarketing.com.

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