26. Januar 2020
Kunst & Kultur

Framing Identity in Braunschweig

Eine Fotoausstellung zeigt die Lebenswelten und Rollenbilder der Generation Y in der Halle 267 – Städtische Galerie Braunschweig

Nicht in Feierlaune? „Prinzessin“" ist diese Fotografie von Harry Hachmeister betitelt. Ein Werk der empfehlenswerten Ausstellung „Framing Identity – Der fotografische Blick der Generation Y“.

Wer zwischen den frühen 80er und den späten 90er Jahren geboren wurde zählt zur Generation Y. Die Gruppenausstellung „Framing Identity“ ist eine fotografische Auseinandersetzung mit diesen jungen Menschen und deren Lebenswelt.

Während der Getreideernte ist der Lieblingstreffpunkt der Jungs am Rande der Koppel, wo sie von ihrem Auto aus die großen Maschinen beobachten können. Foto: „KommandoKorn“ von AnnaTiessen.

Blicke auf unterschiedliche Lebenswelten und gesellschaftliche Entwicklungen

Was bewegt die Jugend von heute? Welche Rolle spielt die Suche nach Identität und bestehenden Rollenbildern? In den ausgestellten Arbeiten werfen die Künstler*innen Blicke auf unterschiedliche Themen ihrer Generation. Auf ihre unterschiedlichen Lebenswelten und auf gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit Selbstbildern, der eigenen Identität und Rollenbildern in unserer Gesellschaft. Und das sowohl in persönlichen oder familiären als auch in politischen Kontexten.

Abhängen auf dem Kinderspielplatz zwischen Hochhäusern. Foto von Norman Hoppenheit aus der Serie „Dreesch“.

Die (Re-)Inszenierung von Rollenbildern

Bezugnehmend auf diese Aspekte werden in der Ausstellung soziale Strukturen in Familien und Jugendkulturen vorgestellt. Auch die (Re-)Inszenierung von Rollenbildern und die Auseinandersetzung mit Geschlechteridentitäten wird reflektiert. Ebenso vorgestellt werden Aspekte des medialen Wandels: Neue Medien, die Kommunikation in sozialen Netzwerken bis hin zur digitalen Überwachung.

Radical Chic: „Hong-Kong-Protests von 2019“ Sebastian Wells.

Persönlich, politisch, aber nicht provokativ

Die Ausstellung „Framing Identity – Der fotografische Blick der Generation Y“ des Museum für Photographie Braunschweig zeigt persönliche, politische, aber nicht provokativ wirkende Bilder. Manchmal karg und spröde, dann wieder sanft und zärtlich. Facettenreiche, fast klassisch anmutende Fotoarbeiten. Die Ausstellung enthält  fotografische Werke von Tamara Eckhardt, Maik Gräf, Harry Hachmeister und Norman Hoppenheit. Min Kim, Ira Konyukhova, Rebecca Sampson und Anna Tiessen. Sebastian Wells und  Rie Yamada. Zu sehen ist die Schau noch bis zum 23. Februar. Der Ausstellungsort: Halle 267 – städtische Galerie Braunschweig, Hamburger Straße 267.

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