Einmaliger Charme: Handelsweg feiert "Sedan Bazar"-Fest – Szene38
22. Juni 2015
Kunst & Kultur

Einmaliger Charme: Handelsweg feiert „Sedan Bazar“-Fest

Hat einen besonderen Charme: Der Handelsweg in Braunschweig. Foto: facebook.de/handelsweg / oh.

Der Name des Handelsweg-Festes ist zugleich eine Einladung: In die Historie von Braunschweigs ältester Passage.

Bereits im Jahr 1872 wurde sie von einem Hotelbesitzer eröffnet – damals unter dem Namen „Sedan Bazar„. Mit Bezug zur aktuellen Zeitgeschichte entschied er sich für diesen Namen. Der Innenraum wurde von symmetrischen Fassaden aus gelblichem Backstein mit gotischen Motiven gebildet und mit einer verglasten Kuppel überdeckt. Nach Kriegszerstörungen im 2. Weltkrieg blieben nur die Kellergewölbe, Fassadenteile mit dem achteckigen Kuppelauflager und die beschädigte Eisenkonstruktion der Kuppel erhalten. Ab 1956 wurde der Handelsweg wieder aufgebaut – vom ursprünglichen Bauwerk sind allerings nur das Kuppelauflager und das darunter befindliche Mauerwerk erhalten. Übrigens: Im Jahr 1928 wurde die Passage in „Handelsweg“ umbenannt.

Über die Jahre hat sich die Passage im westlichen Teil der Braunschweiger Innenstadt zu einem Knotenpunkt der kreativen Szene, von einmaligen Kneipen und individuellen Geschäften entwickelt. Von Comics über Platten bis hin zum Feierabendbier: Der Handelsweg ist einmalig.

Das wird gefeiert. Am Samstag den 27. Juni wird ab 12 Uhr zum Straßenfest geladen. Vom Flohmarkt mit Kunst bis Deko über ein Veggie-Barbeque bis hin zu Livemusik sind viele Aktionen geplant. Angebote wie Kupferdruck-Workshop, Kinderschminken, Crêpes-Mobil & Co machen den „Sedan Bazar“ zum bunten Familienfest.

Auch interessant