• Home
  • > >
  • „Eine Sache des Respekts“: Braunschweigerin initiiert Aktion für Klinikum

„Eine Sache des Respekts“: Braunschweigerin initiiert Aktion für Klinikum

"Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, keiner schaut mehr genau hin", so Duschanek. Mit ihrer Initiative wirbt sie für mehr Engagement. Foto: Günter Krögerrecklenfort / oh.

Ein Krankenhaus wird oftmals mit negativen Assoziationen verbunden. Wenig hilft es dann, wenn bei einem Aufenthalt auch noch die Räumlichkeiten eher schlicht, kalt und steril wirken. Die Braunschweigerin Gesa Duschanek hat sich diesem Thema angenommen – und mit ihrer Aktion eine Welle der Unterstützung ausgelöst. Im Interview berichtet sie über „…eine Sache des Respekts„.

Was machst du denn normalerweise – und wie kam es zu dieser Aktion?
Ich bin medizinische Fachangestellte in einer großen Familienpraxis am Staatstheater. Vor kurzer Zeit war ich im Krankenhaus, das war eine sehr private und persönliche Geschichte. In jedem Fall hat sie mich innerlich sehr getroffen und schließlich dazu bewogen, diese Aktion zu starten. Dann habe ich zunächst eine Gruppe bei Facebook erstellt, erst einmal nur die Leute eingeladen, die ich kenne. Ich habe mit der Gruppe versucht zu vermitteln worum es mir geht. Schnell zeigte sich, dass es viele gibt, die mit Freunden, Verwandten oder selbst schon ähnliches erlebt haben. Hinzu kommt: Es gibt Leute, die haben einfach niemanden, keine Verwandtschaft, keine Bekannten. Eine Woche später kamen Christo und Sarah von beste3000.tv auf mich zu. Mit dem Video wuchs der Kreis derer, die sich an der Aktion beteiligen, immer schneller.

Was wird bei der Aktion genau gemacht?
Die Leute malen Bilder mit einer positiven Ausstrahlung. Allerdings gibt es keine Eingrenzung – man muss nicht malen können. Ich habe die Aktion ins Leben gerufen und kann selbst nicht einmal malen. Es gibt so viele alternative Möglichkeiten, Fotodruck oder andere kreative Varianten. Einfach mal probieren. Einige Teilnehmer malen ihre Werke auf Leinwand – im optimalen Fall ist es allerdings normales Papier, da die Bilder anschließend vom Klinikum einheitlich gerahmt werden. Für die Werke auf Leinwand wird es natürlich auch einen Platz geben.

Wie war die Reaktion des Klinikums, als du das Projekt herangetragen hast?
Ich habe mich mit Vertretern des Klinikums getroffen, die sich über die Aktion sehr gefreut haben. Wir haben dann die Veranstaltung am 31.01. (15 Uhr) forciert und geplant. Das Klinikum wird dafür noch Getränke & Co stellen. Martin Kroner hat sich außerdem bereit erklärt den Tag musikalisch zu unterlegen.

Gab es Rückmeldungen die dir ganz besonders in Erinnerung bleiben werden?
Ich wurde von einer Dame angeschrieben, die mir schrieb, dass ihr Vater im Klinikum Celler Straße verstarb. Sie fühlte sich durch unsere Aktion persönlich sehr berührt. Insgesamt habe ich von zahlreichen Menschen viele positive Rückmeldungen erhalten.

Du hast anschließend die Facebook-Plattform Eine Sache des Respekts.“ ins Leben gerufen. Was ist das Ziel?
Erst einmal muss ich sagen, dass mich die aktuelle Aktion schon ganz schön überfordert. Ich habe einen Vollzeitjob, komme gar nicht hinterher, die vielen Nachrichten und Anfragen zu beantworten. Dafür habe ich mir vor allem aufgrund der riesigen Resonanz gedacht: Warum tut man sich nicht regelmäßig zusammen – etwa einmal im Monat. Man könnte Aktionen starten wie beispielsweise ein gemeinsames Grillfest vieler Gastronomen, um für bedürftige Menschen zu grillen.

Hast du eine Vermutung wie viele Interessierte bereits ein Werk für die Aktion vorbereitet haben?
Ich schätze, dass es rund 200 Beteiligte sind. Viele haben mich noch einmal persönlich angeschrieben oder angesprochen. Auch freut es mich total, dass einige Kindertagesstätten mit dabei sind.

Wem es nicht möglich ist, der Übergabe am 31.01. persönlich beizuwohnen – der kann seine Werke direkt an das Klinikum senden:
Klinikum
Celler Straße 38
38114 Braunschweig
z.H. Herrn Bandilla
-Wirtschaftsstelle-

Übrigens werden auch einige Spieler der Basketball Löwen Braunschweig sowie der Braunschweiger Eintracht bei der Aktion vor Ort sein.

.

^