Der „Warme Winter“ in Braunschweig – Szene38
25. Februar 2019
Kunst & Kultur

Der „Warme Winter“ in Braunschweig

Nicht nur die aktuellen Temperaturen heizen Braunschweig ein

Christian Hoppe hier mit Comedian Thomas Herrmanns - und natürlich Promi-Schaf Schakiera. Foto: hebel-foto.de

Von Tarik Kettner

Den meisten Braunschweigern ist das Sommerlochfestival vom CSD Braunschweig bereits geläufig. Nun starten wieder die Les.bi.schwul.trans Kulturtage, die sich als winterliches Pendant zu dem sommerlichen Festival etabliert haben. Der sogenannte „Warme Winter“ – passend zu den momentanen Temperaturen – fördert die sexuelle Emanzipation. Auch in diesem Jahr kombiniert die Veranstaltungsreihe wieder den Kalender mit Angeboten von queren Sportvereinen, Stammtischen oder Selbsthilfegruppen mit speziellen Angeboten und Partys.

„Schakiera Promischaf“

Auch Schakiera ist Teil der Braunschweiger LBGT-Szene. Foto: Privat.

Und wer ist nun Verantwortlich für den ganzen Spaß? Wir stellen vor: Christian Hoppe, der langjährige Organisator des Warmen Winters vom Verein für sexuelle Emanzipation e.V. Darüber hinaus engagiert sich der Ehrenamtler beim Sommerlochfestival und beim Wolfsburger Kreis, dem Interessenverband homosexueller Mitarbeiter der Volkswagen AG. Hoppe weiß ganz genau, warum solche Veranstaltungstage wichtig sind: „Rund ums Coming-Out willst du Fragen stellen und dich mit realen Menschen austauschen – nicht nur über’s Internet. Und wir können ab und zu mal ‚unter uns’ sein: weniger Erklärungsbedarf, mehr Alltäglichkeit. Ich falle da sehr viel weniger auf als sonst bei VW“. Der Grund für das Aufsehen: Hoppes ulkiger Wegbegleiter. Seine Schaf-Plüschhandtasche namens Schakiera Promischaf ist es gewohnt die Blicke anderer auf sich zu ziehen. Zudem ist sie auch noch modern – sie besitzt eine eigene Facebook-Seite.

„Treffen wir uns bei Onkel Emma?“

Viele der Treffen finden im Braunschweiger Treffpunkt „Onkel Emma“ in der Echternstraße 9 statt. Es ist der Meetingpoint für die les.bi.schwul.trans Bewegung in Braunschweig und wird deswegen auch gerne als „queeres Zentrum“ bezeichnet. Das Zentrum konnte durch die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer und durch die finanzielle Förderung von Sponsoren wie der Stadt Braunschweig, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und dem Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) entstehen. Neben informativen Treffen finden hier auch Kneipenabende statt, die für gute Stimmung sorgen. Zum Abschluss der Kulturtage werden am Montag, 4. März, im C1 Braunschweig die besten Kurzfilme der Lesbisch-Schwulen-Filmtage Hamburg gezeigt. Die Kulturtage finden vom 15. Februar bis zum 4. März 2019 bereits zum dreizehnten Mal statt. Das vollständige Programm mit allen Treffpunkten und Terminen findet ihr unter: www.warmerwinter.org.

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