"Da Da Da": Braunschweigs 80er kehren in das Kleine Haus zurück – Szene38
3. Februar 2015
Kunst & Kultur

„Da Da Da“: Braunschweigs 80er kehren in das Kleine Haus zurück

Zwischen Poppern, Punks, Ökos und Wavern: "Da Da Da" meldet sich mit einer Wiederauflage zurück. Fotos (2): Veranstalter / oh.

Eine stolze Serie ausverkaufter Vorstellungen, tausende begeisterter Zuschauer und Abend für Abend das pulsierende Lebensgefühl der 80er Jahre auf der Bühne des Kleinen Hauses – all das bot Da Da Da, der bis dato jüngste Eitner & Schanz-Abend im vergangen Sommer im Kleinen Haus des Staatstheaters. Nun wird das musikalische Navigationssystem durch die 80er Jahre in Braunschweig wieder aufgenommen.

„Der Druck der Fans war einfach zu groß“, sagen Christian Eitner und Peter Schanz, „aber es ist ja ein wunderbarer Druck.“ Die beiden Schöpfer des Ölperiums, Braunschweich, Braunschweich!, Unser Eintracht und der Braunschweiger Weihnachtsgeschichte ließen sich gerne vom großen Erfolg ihres neuesten Streiches
überrollen. Eine Unmenge Nachfragen und Mails von Braunschweigern, die „da unbedingt noch einmal rein wollen“ oder „dieses Mal aber wirklich endlich Karten kriegen müssen“, wurde nun von Staatstheater und Jazzkantine erhört.

Ab 22. August 2015 gibt es Nachschlag: Vierzehn Da Da Da-Shows sind angesetzt. Der Vorverkauf läuft – Tickets gibt es an den bekannten Stellen. Und auch 2015 geht die Jazzkantine wieder mit den bewährten Gefährten an den Start: Cappuccino, Jule Frenk, Anika Loffhagen, Louie, Tom Ruhstorfer und Arne Stephan sind komplett wieder mit von der Partie bzw. der Party, genauso wie die Kantine mit Tom Bennecke, Christian Eitner, Simon Grey, Andy Lindner, Heiner Schmitz und Christian Winninghoff.

Große Freude bei den Fans: Die musikalische Theaterrevue über die 80er in Braunschweig kehrt zurück.
Große Freude bei den Fans: Die musikalische Theaterrevue über die 80er in Braunschweig kehrt zurück.

Noch nichts von dem Stück gehört? Die Macher über ihr Stück: „Da Da Da ist eine musikalische Wundertüte mit den schönsten Modeverirrungen, den abstrusesten Haartrachten, den schrägsten Typen und der abgefahrensten Mucke. Zwischen Rubiks Würfel und dem Gameboy, zwischen dem FBZ und der A 391, zwischen Jolly Joker und Cafe Tasse, stiegen wir mit der Eintracht ab und auf und ab und auf und – eine seltsame Zeit, als Kohl Kanzler, Glogo Oberbürgermeister und Boris Wimbledonsieger waren, als Nicole ein bisschen Frieden besang und wir im Schlosspark abhingen. Waren das wirklich einmal wir? Oh ja – und wir wollen uns nicht dafür schämen. Musikalisch sind die 80er zweifellos ein Paradies. Ewige Werte der Popmusik wurden hier geschaffen, großartige Hymnen schlechten Geschmacks ebenso – und das Ganze in einer solchen stilistischen Vielfalt, wie es sie vorher nicht und danach nicht wieder gab. Parallel zu den Musikgeschmäckern prägen sich unterschiedliche Lebensstile aus: hier Popper gegen Punks, dort Teds gegen Mods, dazwischen sanfte Ökos und harte Metaller – Waver, Grufties und NDW-Fans nicht zu vergessen. Am Ende des Jahrzehnts schließlich steigt Hip-Hop auf. Parallel dazu geht die DDR unter. Oder läuft über. Und damit sind die 80er Jahre vorbei. Nein, es war nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil – es gibt ernstzunehmende Zeitgenossen, die sagen: es war die beste Zeit.“

Der erste Termin wird am 22. August gefeiert – der letzte Termin am 3. September. Karten gbt es je nach Preiskategorie und Wochentag ab 34 Euro (bis 47 Euro).

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