Neue Kolumne: "Morgenstern meets Knigge" ab sofort monatlich – Szene38
18. Februar 2015
Kolumnen

Neue Kolumne: „Morgenstern meets Knigge“ ab sofort monatlich

In der Region bekannt wie ein bunter Hund: Danny Morgenstern engagiert sich in vielen Projekten. Ab sofort geht der Autor bei szene38 mit einer eigenen Kolumne an den Start. Foto: Christian Danner / oh.

In diesem Monat starten wir mit einer neuen Reihe. Im Rahmen von „Morgenstern meets Knigge“ berichtet der Braunschweiger Tausendsassa Danny Morgenstern allmonatlich über die Welt der Umgangsformen – auf euren Alltag zugeschnitten. Gestartet wird unter dem Motto „Hatschi! – Gesundheit! – Dankeschön!“. Viel Spaß beim Lesen!


Seit einiger Zeit hält sich hartnäckig das Gerücht, man sage nicht mehr „Gesundheit“, wenn jemand in der näheren Umgebung niese. Das ist Unsinn. Wie es dazu kam und was die Empfehlung ist, wenn jemand neben ihnen Atemluft mit einer Geschwindigkeit von über 160 km/h ausstößt, will ich hier kurz beantworten.

Grundsätzlich sollten Sie „Gesundheit“ sagen, weil Sie damit zeigen, dass Sie dem Niesenden eine „gute Gesundheit“ wünschen. Ursprünglich wünschte man sich mit dem Ausruf selbst Gesundheit, aber das ist überholt.

Ausnahmen gibt es dennoch: Niest jemand in einer großen Gruppe, sollten Sie darauf verzichten, ihm Gesundheit zu wünschen, denn zum einen würden Sie damit noch mehr auf denjenigen aufmerksam machen, der niesen musste, und zum anderen wäre es störend, wenn aus Höflichkeit dann alle anderen Anwesenden dasselbe wünschten.

Übrigens: Wer geniest hat, sollte „Entschuldigung“ sagen, wenn er dadurch ein Gespräch unterbrochen, jemanden erschreckt oder eine Gruppe gestört hat – zumindest wäre das eine höfliche Geste.

Woher kommt nun die Falschmeldung? Grundsätzlich kann sich jeder Mensch „Knigge-Trainer“ nennen (auch ohne Ausbildung in diesem Bereich!) und behaupten die Umgangsformenweisheiten zu kennen, denn der Name „Knigge“ ist nicht geschützt. Die Gefahr besteht darin – wie bei dem Gerücht mit dem „bloß nicht ‚Gesundheit‘ sagen“ – dass jemand dem selbsternannten Benimm-Trainer glaubt und ihn zitiert.

Sie wissen jetzt: Die Empfehlung „Hatschi! – Gesundheit! – Dankeschön!“ ist durchaus noch eine aktuelle Umgangsform.

Und: Geniest wird – wenn kein Taschentuch zur Hand – in die Armbeuge.


Über Danny Morgenstern

Danny Morgenstern ist Business-Knigge-Trainer, schult Dienstleister in psychologisch fundierten Seminaren mit den Themenschwerpunken „Moderne Umgangsformen“, Körpersprache, Kommunikation, Motivation und Umgang mit Kunden. Als Moderator führte Morgenstern durch mehrere große Veranstaltungen, die auch live im Fernsehen übertragen wurden (u.a. 2008 die „German Masters“, zusammen mit Isabel Edvardsson). Kein deutscher Autor hat mehr zum Thema James Bond veröffentlicht als Danny Morgenstern. Er war Mitarbeiter des Stadtmagazins „Cockta!l“, zuletzt als  Kolumnist, schrieb für die Boulevard-Zeitung „Extra“ und für die Braunschweiger Zeitung.

2001 war er Co-Autor beim „Lexikon der Idole“ (Schwarzkopf und Schwarzkopf) von Michael Völkel und Karsten Weyershausen. Im selben Verlag erschien Morgensterns Buch „James Bond XXL“ (2006), das als Standardwerk auf dem Gebiet „James Bond“ gilt. Zuletzt erschienen die experimentellen Bücher „Stöhnen – aber richtig! Der etwas andere Oralverkehr“ (2010) und „Der Liebes-LebenRetter“ (2011). Auch veröffentlichte er bereits mehrere Werke der „007 XXS – 50 Jahre James Bond“-Reihe sowie das jetzt schon beliebte Buch „James Bond für Besserwisser: Der tiefe Einblick in die Welt des Geheimagenten 007“. Als Initiator des World Freeze Day hat der Braunschweiger in den letzten Jahren deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.

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