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Morgenstern meets Knigge: Zweite Ausgabe zum Thema „Diskriminierungs-Krimi“

Autor, Moderator, Knigge-Trainer: Der Braunschweiger Danny Morgenstern ist ein Tausendsassa. Im Rahmen von "Morgenstern meets Knigge" berichtet er allmonatlich auf szene38.de. Foto: Christian Danner / oh.

Im Rahmen von „Morgenstern meets Knigge“ berichtet der Braunschweiger Tausendsassa Danny Morgenstern allmonatlich über die Welt der Umgangsformen – auf euren Alltag zugeschnitten. Bei der zweiten Ausgabe thematisiert Morgenstern den „Diskriminierungs-Krimi“. Viel Spaß beim Lesen!


Zum guten Benehmen gehört auch, Menschen nicht zu diskriminieren. Das ist ein viel schwierigeres Unterfangen, als man glaubt. Es sind mehrere Schritte der Selbstbeobachtung nötig. Zunächst geht es nicht darum, wie man etwas meint („Das war doch nur Spaß!“), sondern darum, wie der Angesprochene etwas auffassen könnte. Man muss sich Gefühlslage des anderen hineinversetzen und sich dann für oder gegen bestimmte Wörter oder Redewendungen entscheiden.
Durch Kontrollfragen können Sie in Zweifelsfällen feststellen, ob ein bestimmter Ausdruck oder eine spezielle Bezeichnung von der angesprochenen Person als „richtig“ oder „falsch“ wahrgenommen wird: „Ist es für Sie in Ordnung, wenn ich Sie als ‚Inuit‘ bezeichne?“

Bei jeder Kommunikation hat nicht nur der Kontext, sondern auch der Tonfall Einfluss darauf, wie etwas vom Gegenüber aufgenommen wird. Beim Schriftverkehr fällt der Tonfall weg und deshalb ist es bei wichtigen Informationen sinnvoll, das Gespräch dem geschriebenen Wort vorzuziehen. Geschriebene Worte können viel schneller falsch ausgelegt werden, als gesprochene, und eine Erklärung oder gar Rücknahme ist schwierig.

Vermeiden Sie Gebärden, die missverstanden werden können, z.B.: geballte Faust, Tippen an die Stirn usw., zumal sie in anderen Kulturkreisen eine andere Bedeutung haben können. Und verallgemeinern Sie in Gesprächen nicht: DIE Männer, DIE Homosexuellen, DIE Vegetarier. Einzelne Person sollten von Ihnen mit ihren tatsächlichen Vorzügen, Eigenheiten und Qualitäten sowohl erkannt als auch anerkannt werden. Medien wie facebook, Twitter & Co. bergen die Gefahr, eine Person vorzuverurteilen. Wie in der Rechtsprechung gilt grundsätzlich die „Unschuldsvermutung“ bei Kontakt mit einer Person.


Über Danny Morgenstern

Danny Morgenstern ist Business-Knigge-Trainer, schult Dienstleister in psychologisch fundierten Seminaren mit den Themenschwerpunken „Moderne Umgangsformen“, Körpersprache, Kommunikation, Motivation und Umgang mit Kunden. Ferner war und ist Morgenstern als Moderator, Kolumnist und Autor tätig. Kein deutscher Autor hat mehr zum Thema James Bond veröffentlicht als Danny Morgenstern. Als Initiator des World Freeze Day hat der Braunschweiger in den letzten Jahren außerdem deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.

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