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Auf St. Pauli brennt noch Licht: Ein funky Abend mit Hamburger Jan Delay

Groovte in "Brownton": Jan Delay rockte vor 2500 Zuschauern in die Nacht. Foto: Philipp Ziebart.

Im Rahmen seiner „Tour 2015“ gastierte der gebürtige Hamburger Jan Delay mit seiner Disko No. 1-Band in der Braunschweiger Stadthalle.

Einen gewissen Delay-Flair, wenn man es so nennen mag, trägt die Löwenstadt übrigens schon lange. Die Mutter von Jan Phillip Eißfeldt alias Jan Delay lehrt nämlich schon seit Jahren an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Prof. Dörte Eißfeldt hat als Universitätsprofessorin an der HBK im Bereich Freie Kunst das Fachgebiet Fotografie inne. Der Musiker selbst ließ es sich vor seinem Auftritt noch in der Innenstadt gutgehen: Im Sorry Mom Tattoo Studio legte er sich ein weiteres Tattoo zu.

In der Stadthalle blickten die Zuschauer auf eine vollends durchgestylte Bühne – von den Bühnenelementen bis hin zu den Musikern selbst. Der Leoparden-Look etwa wiederholte sich stets – auch die Krawatte von Jan Delay hatte selbstverständlich den gleichen Look. Zu Recht wird er zu den Best-Dressed-Musikern gezählt. Ebenso souverän präsentiere er Hits wie „Klar“ und „Türlich, türlich“. Stets mit einen charmanten, lässigen Spruch.

Das Medley zu Beginner-Songs wie „Füchse“ auf die Musik von „Can’t Stop“ der Red Hot Chili Peppers, „Thrift Shop“ von Macklemore und „Ante Up“ von M.O.P. saß ebenso auf den Punkt wie auch das eigens entwickelte Reggae-Potpourri. „Howdy ho, Braunschweig“: Zum Track „Straße“ wurde der gewohnte Hut durch einen Cowboyhut ersetzt.

Die insgesamt zweistündige Performance war phänomenal, könnte ohne Probleme das Best-Of einer Live-DVD sein. Das Mitglied der Beginner versteht sein Handwerk bei Liveshows hervorragend, sein Background Chor (Delaydies) und die Bläser (Jonny Blazers) ebenso.

Ausgezeichnete Songs wie „Feuer“ und „Oh Jonny“ heizten die Stimmung weiter an. „Fehlt nur noch, dass jetzt Thorsten Lieberknecht auf die Bühne kommt“, scherzte Jan. Natürlich durfte zum Abschluss das schon seit Jahren eingesetzte „Freeze Game“ nicht fehlen: Stoppte die Musik, durfte niemand im Saal weitertanzen. Die rund 2500 Zuschauer waren voll dabei – Zwischenrufe von Zuschauern wie „Jan, ich liebe dich!“ und „Auf St. Pauli brennt noch Licht!“ mussten den Musiker während der Stille schließlich doch schmunzeln lassen.“Wir nähern uns dem Sendeschluss, die Lichter gehen aus, Träume an – doch wer sagt, dass es hier enden muss – also komm schon, die Nacht ist jung, und bis zur Euphorie ist’s nur ’n Katzensprung“: Das Finale wurde, passend, zum St. Pauli-Song zelebriert. Ein krönender Abschluss.


Eine Bildergalerie zum Konzert von Jan Delay & Disko No. 1 gibt es hier!

 

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