They Are The Champions: Queen!

Der Kinofilm „Bohemian Rhapsody” setzt der Bombast-Rock-Band ein neues Denkmal.

"Nur seine Geschichte war noch außergewöhnlicher als ihre Musik": Rami Malek spielt Frontmann Freddie Mercury. Foto: Amazon.

Freddie kehrt zurück. Nicht Krueger (der mit „Y“ ), sondern Mercury! Der legendäre Sänger der Bombast-Rock-Band Queen starb am 24. November 1991 an Aids – der Film „Bohemian Rhapsody” erzählt nun die Geschichte von Freddie Mercury und seinen Bandkollegen Brian May, Roger Taylor und John Deacon – und setzt ihnen ab dem 31. Oktober 2018 ein neues Denkmal auf der Kinoleinwand.

„Sends shivers down my spine“: Bohemian Rapsody. Foto: Courtesy Twentieth Century Fox.

 

Stolzer Gockel mit Mikro-Ständer

Der Film begleitet Queen, während sie Hit über Hit produzieren, die Musikcharts anführen und dabei ihre Musik kontinuierlich weiterentwickeln. Durch so grundverschiedene Hits wie „Killer Queen” , „Bohemian Rhapsody” , „We Are The Champions” und „We Will Rock You” sowie unzählige weitere Songs gelang der Ausnahmeband ein beispielloser Erfolg. Und dieser machte Freddie zu einem der beliebtesten Entertainer weltweit. Seine einzigartige Show, wie er mit herausgestreckter Brust wie ein Gockel über die Bühne stolzierte, ging in die Musikgeschichte ein. Mit unverwechselbarem Hüftschwung und in engen glänzenden Spandex-Hosen, die nichts verbargen, brachte er die Massen zum Ausrasten. Breitbeinig, mit hochgestreckter Faust, seinen Mikro-Stab in der Hand.

Innere Zerrissenheit, exzessives Leben

Doch hinter der Fassade des riesigen Erfolg kämpfte Freddie mit seiner inneren Zerrissenheit. Der aus Sansibar stammende Parse sucht unablässig nach seinem Platz in der Welt, während er gleichzeitig versucht, sich in einer Gesellschaft, die in Stereotypen und Erwartungen gefangen ist, mit einer Sexualität zu arrangieren, die er selbst kaum definieren kann. Freddie wagt es, sich zu widersetzen, aber zahlt auch den Preis dafür. Zum exzessiven Leben verführt und von dunklen Kräften getrieben, trennt sich Freddie von Queen, die rund 300 Millionen Alben verkauft haben. Sein Versuch, sich als Solo-Künstler neu zu erfinden, endet mit Enttäuschung und weiterer Isolation.

Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Rami Malek (Freddie Mercury) und Joe Mazzello (John Deacon) in dem Film Bohemian Rhapsody. Foto: Courtesy Twentieth Century Fox.

Live Aid” im Londoner Wembley-Stadion

Doch Freddie gelingt es rechtzeitig für „Live Aid” – dem größten Konzert aller Zeiten im Londoner Wembley-Stadion – die Band wieder zu vereinen. Aber das Schicksal und sein exzessiver Lebensstil legen ihm ein niederschmetterndes Hindernis in den Weg. Eins das ihn zwingt, sich seiner eigenen Sterblichkeit zu stellen und sie zu akzeptieren. Nachdem er es ein weiteres Mal schafft, seine persönlichen Konflikte und alle Schwierigkeiten zu überwinden, gibt die Band das beste Konzert in der Geschichte der Rockmusik. Queen zementiert damit ein Vermächtnis, das noch heute Außenstehende, Träumer und Musikliebhaber inspiriert. Auf Freddies Weise, und nicht der vom Rest der Welt.

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