Norddeutschland bei Nacht

So habt ihr unseren Norden noch nicht gesehen.

Wolfsburg bei Nacht und von oben: Die Lichter der Autostadt kommen nachts besonders gut zur Geltung. Foto: Marcus Fischötter

Von Tarik Kettner

Es ist dunkel. Es ist kalt. Die Straßen sind leer. Der Mond scheint hell am Nachthimmel. Was passiert eigentlich wenn wir alle schlafen? Der Regisseur Marcus Fischötter zeigt es uns, mit seinem neuem Film „Norddeutschland bei Nacht“. Die Flugaufnahmen im Trailer zeigen uns die Häfen von Rostock, Kiel und Hamburg bei Nacht – ein schillerndes Lichtermeer.

„Moin“, „Jo“ und Krabbenpulen

Wir alle kennen den Norden Deutschlands. Hier steckt das Krabbenpulen in den Genen, die „Moin“-Begrüßung ist fest im Sprachschatz verankert, das „Jo“ ist mit Subjekt, Prädikat und Objekt ein vollständiger Satz und nirgendwo strahlt der Himmel so schön grau wie hier. Doch Fischötters neustes Projekt macht uns klar, wie viel wir eigentlich nicht mitbekommen. Denn der Norden hat noch viel mehr zu bieten als wir eigentlich denken. Vor allem bei Nacht. Neben den Panoramaaufnahmen stellt uns der Film Menschen vor, die bei dem Ausdruck Spätschicht nur schmunzeln können. Besser formuliert: Sie arbeiten in und mit der Dunkelheit, um ihren Beruf ausführen zu können. Zum Beispiel macht Krabbenfischer Andreas Thaden nachts die besten Fänge, der Astrologe Andreas Haenel richtet einen Sternenpark ein und der Biologe Detlef Kolligs kümmert sich in der Nordheide um gefährdete Nachtfalter.

Für Pyrotechniker Sven Schneider ist die Nacht die beste Zeit. Foto: Marcus Fischötter.

Norddeutschland in Braunschweig

Für die leidenschaftlichen Technik-Fans unter euch wird es besonders spannend. Wie werden Bilder in tiefster Dunkelheit zum Leben erweckt? Welche Kameras werden verwendet? Wirken die Bilder bei zu vielem künstlichen Licht überhaupt noch naturgetreu? Schlussendlich beantwortet der Film diese Fragen auf seiner Reise durch Norddeutschland. Unter’m Strich: Wer sich selbst überzeugen möchte und sich für die einzigartigen Geschichten der Individuen interessiert, kann sich den Film ab dem 21. März 2019 anschauen. Voraussichtlich wird die Doku auch in Braunschweig gezeigt. Hier seht ihr den Trailer.

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