Die großen Paten des US-Gangsterfilms auf der Leinwand – Szene38
28. November 2019
Kino

Die großen Paten des US-Gangsterfilms auf der Leinwand

Robert DeNiro, Al Pacino und Joe Pesci in Martin Scorseses Gangster-Epos „The Irishman“ - nur fünf Mal im Astor Filmtheater Braunschweig

Zwei Schauspieler-Legenden: Al Pacino (links) spielt in "The Irishman" Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa. Robert DeNiro den „Problemlöser“ Frank Sheeran. Foto: Netflix

Mit „Hexenkessel“ (1973), „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ (1990) und Casino (1995 schuf Martin Scorsese eine legendäre Mafia-Trilogie. Mit seinem neuen Werk „The Irishman“ gibt er den großen Paten des amerikanischen Gangsterfilms noch einmal eine Bühne: Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci agieren zusammen in diesem großen Kino-Epos. Und Harvey Keitel ist auch noch dabei.

Ein großer Abgesang

Mit fließender Eleganz und visueller Wucht bringt Scorsese diesen großen Abgesang auf die Leinwand. Nie war sein Blick auf diese Welt, von der er seit fast einem halben Jahrhundert erzählt, ernüchternder. „Wenn man so will, ist „The Irishman“ eine Art Schlussstein für diesen großen und mächtigen Torbogen in Scorseses Werk, den man das Portal der menschlichen Abgründe nennen konnte. Gemeißelt schon in der Dämmerung einer Ära, die nun bald zu Ende geht. Und quasi mit letzter Kraft an einen Platz gewuchtet, wo bisher noch ein tragender Baustein fehlte. Dort thront er nun, unverzichtbar, und gibt dem ganzen Werk eine neue, umfassende, möglicherweise finale Stabilität“, schrieb die Süddeutsche Zeitung) in einer Besprechung.

Nachdenklicher Mafia-Killer: Robert DeNiro als Frank „The Irishman“ Sheeran. Mittels modernster Technik spielen die Schauspieler um Robert De Niro, Joe Pesci und Al Pacino ihre Figuren im Alter von 30 Jahren, 50 Jahren und 70 Jahren. Foto: Netflix

Ein Mafiaboss, ein Gewerkschaftsführer und ein Killer

Zum Inhalt: Frank Sheeran (Robert DeNiro) ist der Mann, den Mafiaboss Russell Bufalino (Joe Pesci) ruft, wenn es Ärger gibt. Vor seiner Zeit als „Problemlöser“ fuhr Frank den Wagen einer Fleischerei und kämpfte davor im 2. Weltkrieg. Unter anderem war er dabei in Sizilien stationiert, wo der Ire auch die italienische Sprache erlernte. Nichts ahnend, dass ihm das einmal sehr nützlich werden würde und seine Eintrittskarte in die Welt des organisierten Verbrechens bedeutete. Auf Empfehlung Russels stellt ihn der mit der Cosa Nostra verbandelte Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa (Al Pacino) als seinen Bodyguard ein. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine enge Freundschaft, bis Frank eines Tages den Auftrag bekommt, Hoffa zu töten.
Mit „The Irishman“ schließt Martin Scorsese seine legendären Gangsterballaden ab. Wieder erzählt er vom Leben eines Mafioso, fragt aber endlich, ob Reue möglich ist.

„The Irishman“ im Astor Filmtheater Braunschweig

Nach der offiziellen Netflix-Veröffentlichung am 25.11. ist der Film auf Großbildleinwand in Braunschweig zu sehen. Nur fünf Mal wird der 208-minütige „The Irishman“ im Astor Filmtheater gezeigt. Am Samstag, 30.11., 12:30, und Sonntag, 1.12., 13:00. Außerdem am Mittwoch, 4.12. und Dienstag, 10.12., jeweils um 20:00 Uhr. Ein letztes Mal So., 8.12. um 19:30 Uhr. Tickets erhält man hier: https://braunschweig.premiumkino.de/veranstaltung/astor-special

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