Arschkalt!

Drei Bremerhavener Filmemacher stellen ihren Dokumentarfilm „Projekt Antarktis“ am 1. November im C1 Cinema Braunschweig vor.

Eis, Eis, Baby! Die drei Bremerhavener an einem der kältesten und windstärksten Orte der Erde. Foto: C1 Cinema Braunschweig.

Am südlichen Ende des Erdballs liegt eine der größten und geheimnisvollsten Landmassen der Erde – das gefrorene Reich der Antarktis. Tim (24), Michael (29) und Dennis (25), drei Bremerhavener Filmemacher, haben diese eisige Weite besucht und erkundet. Über 13,2 Millionen Quadratkilometer erstreckt sich dieser fünftgrößte Kontinent der Erde insgesamt. Das Ergebnis ihres Eis-Trips ist keine klassische Dokumentation über die Naturwunder der Antarktis, aber auch kein neugierig suchender Film wie die Reisedokus von Felix Starck („Expedition Happiness“). Das abgehärtete Trio, dass mit Temperaturen die die meiste Zeit des Jahres kontinuierlich unter dem Gefrierpunkt liegen zu kämpfen hatte, versteht seinen Film als Aufruf an die junge Generation. Man sollte an seine Ziele glauben, sich nicht abhalten lassen, sondern einfach machen.

Das Trio setzte seinen Traum um: Einen Dokumentarfilm über ihre Antarktisreise – mit vielen Höhen und Tiefen. Foto: C1 Cinema Braunschweig.

 

Was Vernünftiges machen

Denn den Satz „Macht doch lieber was Vernünftiges!“ bekamen die drei Freunde seit der Schulzeit nicht nur einmal zu hören, wenn sie sich zu ihren Traumjobs bekannten: Künstler, Fotograf, Filmemacher. Doch sie wollten ihren Traum leben. Einige Jahre später arbeiten die drei an ihrem Kinofilm, investieren zwei Jahre Arbeitszeit. Sie wollen in die Antarktis reisen. Sie wollen herauszufinden, ob es möglich ist, auch die entferntesten Ziele zu erreichen, wenn man es nur stark genug will. Ihre Reise möchten sie mit allen Höhen und Tiefen festhalten.

 

Komplettes Equipment beschlagnahmt

Bevor es dann richtig losgeht, stehen sie vor einem riesengroßen Tief. In Buenos Aires beschlagnahmt der Zoll ohne Angabe von Gründen ihr komplettes Equipment. Die jungen Männer lassen sich von diesem Rückschlag aber nicht entmutigen. Mit ihrem Film möchten sie eine Botschaft an die junge Generation senden: sie wollen das erzählen, was sie selbst gerne einmal sehr viel früher gehört hätten – ganz gleich ob in der Schule oder zuhause. Zum Thema der eigenen Zukunft, und was man damit am besten anfangen sollte. Sie setzen sich auch mit den aktuellen Gesellschaftsidealen unserer Zeit auseinander – nach denen es noch immer am meisten zählt, wer die besten Noten und wer die wenigsten Lücken im Lebenslauf vorzuweisen hat. Ihre Wagnis Abenteuer-Doku stellen sie am 1. November um 19 Uhr im C1 Cinema in Braunschweig persönlich vor.

Weitere Infos gibt es hier.

^