"Hip-Hop ist eine Familie": Battle of the Year fasziniert Tausende – Szene38
24. Oktober 2015
Szene-News

„Hip-Hop ist eine Familie“: Battle of the Year fasziniert Tausende

Brasilianer in der Luft: Die MOS Crew in Action. Foto: Philipp Ziebart.

D-Stroy (USA) und Spax (Deutschland) – die beiden Hosts der New Yorker Battle of the Year, kurz BOTY, gaben den Startschuss für die letzte inoffizielle Breakdance-Weltmeisterschaft in der Volkswagen Halle. Nach der BOTY 2015 wird die international beliebte Großveranstaltung die Löwenstadt verlassen.

„Hip-Hop ist eine Familie“, stimmten die beiden Hosts die rund 6.000 Zuschauer auf den Abend ein. Nach ersten Showcases präsentieren sich die Breakdance-Crews aus aller Welt mit ihren Shows. Wie auch im vergangenen Jahr mit dabei sind etwa The Ruggeds aus den Niederlanden – sie schafften es bei der BOTY 2014 bis in das Viertelfinale. Die Soul Mavericks (Großbritannien) traten im vergangenen Jahr ebenso auf der Bühne der Volkswagen Halle an, The Saxonz – die in 2014 die „Best Show“-Auszeichnung mit nach Hause nahmen, wollen Deutschland in diesem Jahr in das Finale bringen.

Zwischen den Battles stehen Showcases auf dem Plan – nebst „Bonnie & Clyde“ dürfen sich die Zuschauer auch auf „Badnewz MP presents Evolution“ freuen. Übliches Bild in der Halle: Natürlich sind auch die unzähligen B-Boys und B-Girls selbst in der Cypher (den Kreisen, in denen getanzt wird) aktiv. Von Klein bis Groß: Breakdance kennt keine Altersgrenze.

Mario Roth, Pressesprecher des Veranstalters – der Six Step GmbH – blickt mit Wehmut auf den Abend: „Wir gehen ja nicht, weil wir uns mit jemandem überworfen haben. Wir haben immer gut mit der Stadt, der Volkswagen Halle, den Stiftungen und auch Hauptsponsor New Yorker zusammengearbeitet.“ Roth selbst ist seit 2001 für das BOTY im Einsatz – es ist zugleich das Jahr, in dem die inoffizielle Breakdance-WM erstmals in Braunschweig stattfand. Damals etwa noch mit einer Party im ehemaligen FBZ. „Da kommen viele Erinnerungen hoch, viele Anekdoten gehen einem durch den Kopf“, fügt Roth hinzu. Mit dem Umzug schließen die Veranstalter auch ein bedeutsames Kapitel ab. „Die Leute verbinden das Battle of the Year schon mit Braunschweig.“ Über die Jahre sei ein sehr angenehmes Gefüge entstanden, auch viele Freundschaften.

Nun zieht sie weiter. Unabhängig vom Veranstaltungsort ist das BOTY ein Beweis für den Zusammenschluss von Kulturen. „Hier treten in einer Crew auch Landsmänner aus Russland und der Ukraine gemeinsam an“, erklärt Roth. Im Vergleich zu den Jahren, in denen das BOTY in Frankreich stattfand, sei auch die Vielfalt im Publikum in Braunschweig größer. „Japanische Gruppen erkundigen sich hier gerne nach gutbürgerlicher deutscher Küche“, schmunzelt der Pressesprecher.

Gegen 22 Uhr stehen die ersten Halbfinal-Begegnungen auf dem Plan – rund eine Stunde später das große Finale. Nach der Abschlusszeremonie ist natürlich noch nicht Feierabend: Bei der „BOTY After Party“ wird im Schwanensee, Pfau Club, XO und Apartment 38 bis in den frühen Morgen weitergetanzt. Wer sich nicht noch spontan für einen Besuch des BOTY (es gibt noch Karten an der Abendkasse) entschließen möchte, der kann bei der Party noch BOTY-Atmosphäre schnuppern. Das Ticket für die „After Party“ gibt es für 10 Euro, Gäste des BOTY-Finales zahlen 5 Euro. Details sind auf www.battleoftheyear.de zu finden.

Auch interessant