8. Dezember 2019
Film & Musik

„Mystify: Michael Hutchence“ huldigt dem legendären Popstar

Ein Dokumentarfilm beleuchtet Ende Januar 2020 das Leben und Leiden des charismatischen INXS-Frontmanns

Michael Hutchence,, Frontmann und Songschreiber der australischen Rockband INXS, war einer der größten, aber auch tragischsten Popstars der 80er- und 90er-Jahre. Foto: Happy Entertainment

Die Rockband INXS war einer der erfolgreichsten Gruppen der 80er und 90er Jahre. Vor allem in ihrem Heimatland Australien waren sie Superstars.

INXS verkauften rund 25 Millionen Tonträger

Alben wie „Listen like thieves“ (1985), „Kick“ (1987) oder „X“ (1990) verkauften sich weltweit millionenfach und wurden mit Platin ausgezeichnet. Vor allem „Kick“ mit den Singles „Need you tonight“, „Devil Inside“, „Never tear us apart“, „New Sensation“ und „Mystify“ gilt als eines der Pop-Meisterwerke der 80er. Ein Karrierehöhepunkt der Band war das Konzert am 13. Juli 1991 im Londoner Wembley-Stadion vor 72.000 Zuschauern.

Der Selbstmord von Michael Hutchence

Das INXS bis heute nicht vergessen sind beweist ihr „The Very Best“-Album aus dem Jahr 2011. Dieses landete auf Platz 1 der australischen Charts, hielt sich dort sagenhafte 157 Wochen lang und erhielt Sechsfachplatin. Das konnte Michael Hutchence, Frontmann und Songschreiber der Band, jedoch nicht mehr miterleben. Der Popstar starb am 22. November 1997. Kurz nach Veröffentlichung des INXS-Albums „Elegantly Wasted“ wurd er nackt und erhängt in einem Hotelzimmer im Ritz-Carlton in Sydney aufgefunden. Laut Befund eines Gerichtsmediziners starb er durch Suizid.

Schönes Musiker-Paar auf einem Schnappschuss am Strand: Michael Hutchence war von 1989 bis 1991 mit Pop-Sängerin Kylie Minogue liiert. Im Dokumentarfilm erzählt sie über ihre Beziehung. Foto: Happy Entertainment

Ein ausschweifendes Leben

Sein ausschweifendes Leben beherrschte immer wieder die Schlagzeilen. Kaum ein Rockstar war mit seinem Privatleben so in der Öffentlichkeit präsent wie Michael Hutchence. Und doch kannten nur wenige die wahre Persönlichkeit des Musikers, der über viele Jahre an Depressionen und einer Angststörung litt. Zwanzig Jahre nach seinem viel zu frühen Tod im Alter von nur 37 Jahren haben Gerüchte und Legenden das überlagert, was Hutchence ausmachte: einen faszinierenden, widersprüchlichen Mann, der mit seinem Charme und seinem Charisma Millionen von Menschen in seinen Bann zog. Eine davon war die australische Pop-Sängerin Kylie Minogue – mit ihr war Hutchence von 1989 bis 1991 liiert. Von 1991 bis 1994 lebte der Sänger mit dem dänischen Top-Model Helena Christensen zusammen. Mit Paula Yates, der Ex-Frau des irischen Musikers Bob Geldof, hatte er ab 1995 eine Beziehung.

Intime, erstmals zu sehende Interviews

Regisseur Richard Lowenstein, der über Jahrzehnte mit Hutchence beruflich und privat freundschaftlich verbunden war, hat die Dokumentation „Mystify: Michael Hutchence“ gedreht. Darin zusehen: Intime, persönliche und erstmals zu sehende Interviews mit unter anderem Kylie Minogue, Helena Christensen sowie Michaels Geschwistern und Bandkollegen. Der Dokumentarfilm zeigt zudem zahlreiche, bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus diversen Privatarchiven und natürlich Ausschnitte von Hutchence’ Liveauftritten mit INXS. Ein facettenreiches Porträt, das der Person Michael Hutchence (der am 22. Januar 2020 60 Jahre alt geworden wäre) so nahe kommt wie noch kein Film zuvor. Der Kinostart ist am 30. Januar 2020.

 

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