"Monoton, weil das Ganze damals so mit Minimal-Techno angefangen hat."  – Szene38
7. Dezember 2018
Film & Musik

„Monoton, weil das Ganze damals so mit Minimal-Techno angefangen hat.“ 

Der Minimal-DJ Monoton alias Nick Lieb aus unserer Region bei uns im Interview

"Meine Leidenschaft ist die Musik - und die verkörpere ich auch." Foto: Monoton

Der populäre Musikstil House findet bereits seit den 1980er-Jahren deutlich Anklang bei seinen Hörern. Auch bestimmte Partys finden regelmäßig unter diesem musikalischen Motto statt . Der Name „House“ rührt vom ersten Club her, in dem diese Musikrichtung aufgelegt wurde, dem Warehouse in Chicago. Der Wahllutteraner Nick Lieb aka. Monoton ist DJ, der sich auf diesen individuellen Sound spezialisiert hat. Und wir, Szene38, haben uns mit ihm unterhalten.

Von Berlin nach Königslutter

Monoton, stell‘ dich bitte kurz vor!

Mein richtiger Name ist Nick Lieb. Ich bin ursprünglich in Berlin/Tempelhof geboren und im Alter von 10 Jahren bin ich 2000 nach Niedersachsen gezogen. Nach meinem Realschulabschluss habe ich eine Ausbildung zum Bäcker gemacht, nun bin ich seit Juni 2016 bei Sitech in Wolfsburg tätig. Erst vor kurzem bin ich nach Königslutter gezogen.

Wie, wann und warum bist du zur Musik gekommen? Wie hast du das „Mixen“ gelernt?

Mit 15 fing es bei mir mit der elektronischen Musik an: Auf den ersten Partys, die klassischen „Dorf-Partys“ , mehrere Geburtstage war ich meistens quasi schon der DJ. Ich habe oft einen Laptop zur Verfügung gestellt, weil ich die aktuellen Tracks hatte. Also habe ich damals schon für die Stimmung gesorgt. Und genau da begann ich, mich dafür zu interessieren. Mit 15 oder 16 Jahren hab ich dann langsam auch die ersten Schritte des Produzierens erlernt, z.B. mit diversen Programmen wie „Music Maker“ oder „Dance Maschine“ . Auch habe ich mir einen alten Plattenspieler besorgt und angeschafft, um die ersten Handgriffe des Vinyl-Auflegens zu erlernen. Mit 19 Jahren habe ich schließlich meinen ersten Controller bekommen – damals von der Marke „Hercules“. Und damit fing das digitale Auflegen an. Alles in allem habe ich mir all‘ das soweit selbst beigebracht, aber ab und zu gab es schon den einen oder anderen Kumpel, der mir hin und wieder den einen oder auch anderen Tipp gegeben hat. Meinen ersten Club-Auftritt hatte ich schließlich am 1. Dezember 2012 im damaligen Schöninger Bonanza. Anschließend bin ich gleich zu Heart-Beats-Music gekommen, einer Agentur also. Und seit 2017 bin ich bei Ton Tut Not tätig.

Monoton – was bedeutet der Name? Wie bist du darauf gekommen?

Der Name geht auf die Ursprünge des Minimal-Techno zurück. Meist entstehen solche Tracks auf Grundlage eines „Four To The Floor“-Beats im 4/4-Takt. Damals wie heute setzt man die typischen Drumcomputer ein, um die sonst absichtlich monotone Struktur der Stücke aufzupeppen. Vor allem die bleibenden, sich durchgehend wiederholenden Sounds unterliegen oft einem besonderen Sounddesign, das sie einzigartig und auffällig erscheinen lässt. Und oft stechen diese Sounds durch ihre Originalität hervor! Mittlerweile gibt es eine Menge an  Stilmitteln, die eingesetzt werden können wie variierende Klänge, der verschiedene Einsatz von Stimmen oder Melodien. Grundsätzlich ist Minimal-Techno jedoch eher rhythmus- und soundorientiert und nicht unbedingt auf Tonalität ausgelegt. Lange Rede kurzer Sinn: Und daher kommt also der Name Monoton, weil das Ganze damals so mit Minimal-Techno angefangen hat.

„Mein Mix besteht aus klassischen Hit-Singles, langjährigen Ohrwürmern und genau der richtigen an Portion Minimal- House-Elementen.“ Foto: Monoton

Meine Leidenschaft ist die Musik – und die verkörpere ich auch

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Ich spiele auf einer ganz besonderen Art, einen schönen melodischen House gepaart mit harten Bässen. Meine Leidenschaft ist die Musik – und die verkörpere ich auch. Mein Mix besteht aus klassischen Hit-Singles, langjährigen Ohrwürmern und genau der richtigen an Portion Minimal- House-Elementen.

Bist du hauptberuflichen als DJ tätig? Kannst du von deiner Musik leben?

Leider nein, nicht hauptberuflich. Ich kann von der Musik auch nicht leben – noch nicht.

Wo, wie und mit wem produzierst du deine Tracks?

Ich produziere derzeit alleine. Hauptsächlich gestalte ich meine Sets mit Fruity Loops und diversen Natvie Instruments Maschinen.

Wie viele Sets hast du bereits veröffentlicht? Und auf welchen Plattformen kann man sich deine Tracks anhören?

Insgesamt 30 Sets bzw. Tracks sind online. Sie alle kann man auf der Plattform Soundcloud unter Monoton Official anhören.

Wer sind deine musikalischen Vorbilder?

Da gibt es Einige! Meine Top 3 sind zurzeit Marcapasos & Janosh, A.N.A.L – Alles nur aus Liebe und Carl Coxx.

Mit wem würdest du gerne mal zusammen arbeiten?

Definitiv Marcapasos & Janosh

Was für Projekte stehen zur Zeit bzw. demnächst bei dir an?

In nächster Zeit stehen auf jeden Fall ein paar Remixe an und Auftritte an. Und natürlich wieder eine Menge an diversen Sets.

Was sind deine kurz- und langfristigen Ziele als DJ?

Mein Ziel ist es, Menschen auf meine Musik aufmerksam zu machen. Denn ich möchte mit meiner Musik ein positives Gefühl vermitteln.

Helmstedt, Magdeburg und Berlin

Fang den Beat, die eigene Veranstaltung von Monoton, geht mittlerweile in die fünfte Runde. Foto: Monoton

Wann und wo bist du live zu erleben?

Als erstes bin ich am 15. Dezember im Helmstedter New Number One bei meiner selbstorganisierten Veranstaltung „Fang den Beat“ , danach, am 26. Dezember, bin ich im Geheimclub in Magdeburg und drittens bin ich am 19. Januar 2019 in der Mini Lounge in Berlin Friedrichshain.

Wo bist du bereits aufgetreten?

Da kommt auf jeden Fall schon einiges an Clubs und Bars im Landkreis Helmstedt und auch in Sachsen-Anhalt und Berlin zusammen. Meine persönliche Top 10: Berliner Qdorf, Sandsteinhöhlen in Halberstadt, SNT Festival in Mücheln, Braunschweiger Open YouR Mind Demo,  Ballenstedter Mirage, Sauna Klub Wolfsburg, Helmstedter New Number One, Miami in Stendal, Wilde Zicke in Egeln und Klima Beatz in Ilsenburg.

Was sind deine Top-5-Tracks?

Meine persönlichen Favoriten sind beispielsweise meine „Summer-Feeling-Reihe“ , besonders die 16, „Wild At House“ mit Two For Bootleg zusammen und das „Dialog @Königslutter“-Live-Set.

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