Internationales Filmfestival: Frauen-Power im Programm – Szene38
28. September 2018
Film & Musik

Internationales Filmfestival: Frauen-Power im Programm

Heldinnen vor und hinter der Kamera

Festivaldirektor Michael P- Aust, Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig und Frank Woesthoff, Leiter der Unternehmenskommunikation von Festival-Hauptsponsor Volkswagen Financial Services freuen sich das 32. Internationale Filmfestival Braunschweig. Foto: Brigitte Vetter

Ob als Darstellerinnen oder Regisseurinnen – verschiedene starke Frauen dominieren das 32. Internationale Filmfestival Braunschweig vom 5. bis 11. November. Als perfektes Beispiel dient Stargast Sandrine Bonnaire: Für ihre darstellerischen Leistungen in der europäischen Filmkultur wird die französische Schauspielerin am 10. November mit der „Europa“ ausgezeichnet.

Neun Filme von Sandrine Bonnaire

„Für das Festival haben wir das Beste des Besten herausgesucht und fast alle Filme bekommen, die wir haben wollten“, so Festivaldirektor Michael Aust. „Außerdem haben wir mit Sandrine Bonnaire eine Filmgröße zu Gast, deren Filme man sehen sollte.“ Bonnaire hat bereits 44 Filme gedreht und dabei mit Regie-Größen, wie Claude Chabol („Biester“) und Angés Verda („Vogelfrei“), zusammengearbeitet. Zudem hat sie selbst verschiedene Filme produziert. Beim Festival wird eine Retrospektive mit neun ihrer Filme gezeigt.

Mehr Regisseurinnen

Grundsätzlich ist in diesem Jahr eine große Anzahl an Frauen hinter der Kamera vertreten: Das Programm des Festivals umfasst 206 Kurz- sowie 110 Langfilme und sieben Filmkonzerte des „FxM: Film meets Music“-Festivals. Die Filme drehten 135 Regisseurinnen und 238 Regisseure – ein drittel davon sind also Frauen. „Dass Frauen immer mehr Filme drehen, ist eine Tendenz der letzten zwei bis drei Jahren – die Filme erhalten dadurch eine weibliche Note“, so Aust.

Heldinnen vor der Kamera

Starke Heldinnen vor der Kamera sind unter anderem in den Filmen Becoming Astrid, Mary Shelly und Beyond: No Surrender. Die Filme thematisieren das Leben von Frauen, die sich durchsetzen müssen. Becoming Astrid porträtiert das Leben von Astrid Lindgren. Ähnlich ist es bei Mary Shelly, der Autorin des Romans Frankenstein. Beyond: No Surrender hingegen zeigt den Lebensweg einer Balletttänzerin, die als Transgender-Frau im Ballett Fußfassen will.

Zahlreiche Premieren

Innerhalb der sieben Tage präsentiert das Festival über 200 Einzelveranstaltungen, Filmkonzerte, Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen, darunter zahlreiche Premieren. Davon gehen zehn europäische Debüt- und Zweitfilme, allesamt deutsche Premieren, ins Rennen für den „Volkswagen Financial Services Filmpreis“ und den Publikumspreis „Der Heinrich“. Laut Aust werden mehr als 25.000 Besucher erwartet. Der Karten-Vorverkauf fürs 32. Internationale Filmfestival beginnt online am Mittwoch, 3. Oktober.

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