Die Ärzte und Saltatio Mortis auf der eins – Szene38
20. Oktober 2020
Film & Musik

Die Ärzte und Saltatio Mortis auf der eins

Beschwingter Gute-Laune-Pop, treibender Mittelalter-Rock und elektronische Kult-Klänge von Kraftwerk in den deutschen Charts

Saltatio Mortis mit dem „Nummer 1 Award“ der Offiziellen Deutschen Charts Foto: Nadine Arend/GfK Entertainment

Bereits vor zwei Monaten landeten Die Ärzte (aus Berlin) einen echten Paukenschlag. Das Trio bugsierte  seinen Song „Morgens pauken“ auf Platz drei der Offiziellen Deutschen Single-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Nun steigen Farin Urlaub, Bela B und Rodrigo Gonzalez noch höher hinaus. Die selbst ernannte „beste Band der Welt“ feiert den fünften Nummer-eins-Hit ihrer Karriere. Der aktuelle, groovige Gute-Laune-Pop-Hit „True Romance“ folgt „Ein Schwein namens Männer“ (1998), „Unrockbar“ (2003), „Junge“ (2007) sowie „Schrei nach Liebe“ (2015) an die Chartspitze. Gute Voraussetzungen für das kommende Ärzte-Album „Hell“, das in sieben Tagen veröffentlicht wird.

Helene Fischers rennt wieder „Atemlos durch die Nacht

Gleich drei englischsprachige Titel belegen die Positionen zwei bis vier: „Mood“ (24kGoldn feat. Iann Dior), „Lemonade“ (Internet Money & Gunna feat. Don Toliver & NAV) und „Head & Heart” (Joel Corry feat. MNEK). Neben Rap-Tracks wie „TBC” (SSIO, 14) kann sich der neue AC/DC-Breitwand-Burner „Shot In The Dark“ auf Rang 83 behaupten. Erstmals seit viereinhalb Jahren ist Schlager-Königin Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ (90) wieder dabei – einer limitierten Vinyl-Sonderausgabe sei Dank.

Saltatio Mortis sind „Für immer frei“

Auf dem Album-Thron spielen Saltatio Mortis groß auf, denn „Für immer frei“ markiert ihre vierte Nummer-eins-Platte nach „Das schwarze 1X1“ (2013), „Zirkus Zeitgeist“ (2015) und „Brot und Spiele“ (2018). Die furiosen Mittelalter-Folk-Rocker nahmen in ihrem Karlsruher Studio einen „Nummer 1 Award“ entgegen. Sie halten die Schlager-Helden Kastelruther Spatzen („Liebe für die Ewigkeit“, zwei) und Stargeiger David Garrett („Alive – My Soundtrack“, Platz vier) auf Abstand.

Kraftwerk mit acht Alben in den Charts

Die (Kling-)Klangpioniere von Kraftwerk kommen noch einmal zu nachträglichem Ruhm: Ihre Kultalben „Die Mensch-Maschine“ (13), „Autobahn“ (20), „Tour De France“ (23), „The Mix“ (26), „Computerwelt“ (28), „Radio-Aktivität“ (32), „Trans Europa Express“ (33) und „Techno Pop“ (ehemals „Electric Café“, 41) kehren durch LP-Unterstützung allesamt in die Top 100 zurück. Weitere neuaufgelegte Scheiben erobern unter anderem die Plätze drei (Linkin Park, „Hybrid Theory“), neun (Tears For Fears, „The Seeds Of Love“) und 14 (Dire Straits, „The Studio Albums 1978 – 1991“).

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