Axel Bosse erhält Paul-Lincke-Ring – und rockt Braunschweig

Der Braunschweiger Sänger erhält hochkarätige Auszeichnung.

Axel Bosse steht für gefühlvolle Texte und hat ein Gespür für schöne Melodien – das begeistert auch die Paul-Lincke-Ring-Jury. Foto: Undercover.

„Auf der Bühne schwitze ich wie ein Schwein…“, verriet der Sänger Axel Bosse kürzlich lachend im Interview mit dem Hamburg Journal. Auch sein spackiger Tanzstil ist speziell. Seine Fans lieben ihn trotzdem oder gerade deswegen. Der Braunschweiger ist längst im deutschen Pop-Olymp angekommen, läuft ständig im Radio, füllt mittlerweile Hallen und begeistert tausende von Fans.

Besondere Verdienste um deutsche Unterhaltungsmusik

Dass der 38-Jährige, der in Braunschweig geboren und in Hemkenrode aufgewachsen ist, aber auch ein verdammt guter Songschreiber ist, hat auch die elfköpfige Paul-Lincke-Ring-Jury erkannt. Diese würdigt mittlerweile im jährlichen Rhythmus Künstler, die sich um die deutsche Unterhaltungsmusik und neue musikalische Bühnenwerke in besonderem Maße verdient gemacht haben.

Udo Jürgens, Udo Lindenberg und Die Fantastischen Vier

Zu den Preisträgern des Paul-Lincke-Rings gehören u.a. Udo Jürgens (1981), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), Max Raabe (2005), Die Fantastischen Vier (2009), Silbermond (2013), Clueso (2015) und Wolfgang Niedecken (2017). Im letzten Jahr erhielt Ina Müller den Ring. Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury aus elf Mitgliedern.

Paul Lincke, Schöpfer der Berliner Operette

Der nach dem Komponisten Paul Lincke („Berliner Luft“) benannte Ring wird seit dem Jahr 1955 als Gedenken an ihn und sein Werk verliehen. Der in Berlin geborene und lebende Lincke hat 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte gefunden. Seitdem wird das Andenken an den Komponisten, der als Schöpfer der Berliner Operette gilt, durch diese Auszeichnung wach gehalten. 

Noch kein Termin für die Preisverleihung, Goslar-Gig möglich

Die Stadt Goslar würdigt für das Jahr 2019 das musikalische Schaffen von Axel Bosse mit dem Paul-Lincke-Ring: Die Begründung: Er für gefühlvolle Texte und ein Gespür für schöne Melodien. Dies gab Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk heute beim Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese bekannt. Die Abstimmung hinsichtlich des Termins für die Preisverleihung läuft und die Chancen für ein Konzert sind gut. „Ich freue mich ganz besonders, dass in diesem Jahr mit Bosse als gebürtigem Braunschweiger ein Künstler ausgezeichnet wird, der aus unserer Region stammt“, sagte der Oberbürgermeister. Axel Bosse kommentierte: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und es ist mir eine Ehre, gemeinsam mit den großartigen Preisträgern früherer Jahre genannt zu werden.“

„Alles ist jetzt“ wieder auf Platz der Album-Charts

Bosse, bereits mit 17 Jahren seinen ersten Plattenvertrag mit seiner damaligen Band Hyperchild hatte, machte nach der Auflösung der Band solo weiter – und musste viel Jahre auf den großen Durchbruch warten. Das Debütalbum „Kamikazeherz“ erschien 2005. Es folgten „Taxi“ (2009), „Wartesaal“ (2011), „Kraniche“ (2013) und „Engtanz“ (2016). Mit diesem Album erreichte er Platz 1 der Deutschen Charts. Im Oktober 2018 veröffentlichte Bosse seine siebte Platte „Alles ist jetzt“. Mit dieser eroberte er wieder den ersten Platz der offiziellen Deutschen Album-Charts.

Bosse in Braunschweig

Am 24. August, 19:15 Uhr, ist Bosse auf der Volksbank BraWo-Bühne am Madamenweg 93 im Raffteichbad Braunschweig live zu erleben.

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