26. Januar 2016
Szene-News

Ein Karneval ohne Kostüme ist kein Karneval!

Für ein aufgefallenes Karnevalskostüm werden keine Kosten und Mühen gescheut. Foto: Archiv / Mario Ziebart. / oh.

Das Motto zur Karnevalszeit lautet: Je ausgefallener und verrückter die Kostüme, desto besser. Die Vollblutnarren und -närrinnen fangen bereits ein Tag nach Aschermittwoch mit der Planung der Kostüme für die nächste Saison an. Und dieser Einsatz wird belohnt: Die Landessparkasse Braunschweig vergibt beim Karnevalsumzug am 7. Februar insgesamt 1500 Euro an die fünf besten Zuschauergruppen.

Beim Schoduvel werden nicht nur die Umzugswagen hergerichtet, sondern auch die Teilnehmer selbst: Die Kostümgestaltung ist für viele fast so schön wie die finale Präsentation beim Umzug. Dabei sind die Klassiker wie Blumen, Elfen, Hexen, Löwen, Nonnen, Piraten, Schornsteinfeger vertreten – aber auch ausgefallenere Variationen wie Playmobilfiguren, die Minions, die Schlumpfenbande oder einer Gießkanne – der Fantasie sind zur fünften Jahreszeit keine Grenzen gesetzt. Da fällt es der fachkündigen Jury meist schwer eine Wahl zu treffen. Sie fährt auf einer der Motivwagen durch die Braunschweiger Innenstadt mit und wählt dabei ihre Favoriten. Ihre Kriterien: Wer präsentiert sich besonders einfallsreich? Wer verbreitet besonders viel Spaß? Welche Gruppe zieht die meisten Blicke auf sich? Vielleicht sind die Gewinner vom letzten Jahr, die „Schneeflocken“ aus Vordorf, mit einer neuen ausgefallenen Idee dabei. Große Chancen hätten aber sicherlich auch die Eintracht-Braunschweig-Dosen:

Wahre Fan-Kultur der Eintracht Braunschweig. Foto: Mario Ziebart / oh.
Wahre Fankultur der Eintracht Braunschweig. Foto: Mario Ziebart / Archiv / oh.

Im vergangenen Jahr hat die Freude der Karnevalsfreunde einen herben Dämpfer erlitten. Auch die Vorkommnisse in den vergangenen Wochen, wie am Silvesterabend in Köln, tragen dazu bei, dass nicht nur die Besucher, aber auch die Sicherheitskräfte deutlich umsichtiger agieren. In Köln wurden alle Jecken in diesem Jahr darum gebeten, auf Kostüme, zu denen Waffen gehören, zu verzichten: Dazu gehören unter anderem Piraten, Jedi-Ritter und auch „Terroristen“. Nachdem im letzten Jahr der Braunschweiger Karnevalsumzug wegen einer Bombendrohung abgesagt werden musste, stellt nun die Frage: Sollten auch die Braunschweiger aus Rücksicht auf diese Kostüme verzichten? Mehr Rücksicht ist in jedem Fall ratsam.

Sicher ist so oder so, trotzdem oder gerade deswegen in der Löwenstadt reichlich gefeiert wird. Denn das Motto lautet „Jetzt erst recht!“ – Und das geht auch ohne Cowboys und Ritter. Weiteren Neuigkeiten und Schoduvel-Fotos gibt es auf der Seite Schoduvel Themenspezial.

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