Die Wiederkehr des blaugrünen Smaragdkäfers: Helge Schneider in Braunschweig – Szene38
10. August 2019
Szene-News

Die Wiederkehr des blaugrünen Smaragdkäfers: Helge Schneider in Braunschweig

Das Unterhaltungs-Multitalent kommt mit neuem Album, skurrilen Improvisationen und Hits wie „Katzeklo” in die Stadthalle

Sieht man sich Helge Schneider live an, weiß man nie so genau, was einen erwartet. Auf der Bühne lebt er seinen ausgeprägten Hang zur Improvisation hemmungslos aus. Foto: Undercover

Wie kaum ein anderer deutscher Künstler fusioniert Helge Schneider Nonsens und Niveau. Die „Singende Herrentorte“ mischt absurden Klamauk, dadaistischen Humor und anspruchsvolle Musik zu großer, abseitiger Kunst.

Singles und Alben

Das im Ruhrpott aufgewachsene Multitalent beherrscht zudem nahezu jedes Musikinstrument, singt, dreht Filme, schreibt Bücher und steht für sein Leben gerne auf der Bühne. Skurrile Hits erschafft er aber auch: „Katzeklo“, „Sommer, Sonne, Kaktus!” und „Fitze, Fitze, Fatze” heißen diese.
Seit den frühen Neunziger Jahren gilt Helge auch im Mainstream als Kult. Sein Album „Es gibt Reis, Baby” (das „Katzeklo”-Album) platziert sich 1993 auf Platz 11 der deutschen Charts. Ja, kommerziell ist der Mülheimer im Mainstream angekommen, inhaltlich jedoch meilenweit davon entfernt. Auch in den Folgejahren wirft er regelmäßig erfolgreich Tonträger auf den Markt. Sie tragen beispielsweise Titel wie „Da Humm” (Platz 24), „Out of Kaktus!“ (Platz 20) oder „I brake together“ (Platz 20). Das Album „Sommer, Sonne, Kaktus!“ schafft es 2013 sogar auf Platz 1.

Filme und Bücher

Helge ist ein Star, der macht was er will. Wenn er gerade nicht Musik macht, gerne mal einen Film. Die Kinoleinwand infiltriert er mit „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem”. Mit den den 00- Schneider-Filmen „Jagd auf Nihil Baxter” und „Im Wendekreis der Eidechse”. Odermit  „Jazzclub – Der frühe Vogel fängt den Wurm”. Genauso unterhaltsam sind Schneiders Ausflüge in die Literatur: Er veröffentlicht die Kommissar-Schneider-Romane „Aprikose, Banane, Erdbeer – Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur” oder „Orang Utan Klaus. Helges Geschichten” unternimmt. Mit seinem Stück „Mendy – das Wusical” beweist Helge im Jahr 2003, dass er auch Theater kann.

Die Wiederkehr des blaugrünen Smaragdkäfers

Bleibt nur die Frage: Was kann Helge Schneider eigentlich nicht? Die Antwort lautet: Nichtstun. Der Entertainer und Multiinstrumentalist ist immerzu kreativ und fortlaufend auf Tour. Mit ständig wechselnden Programmen, die so vielversprechende Titel tragen wie „Lass k(n)acken, Oppa!” oder „Ene mene mopel!”. Das neue heißt „Die Wiederkehr des blaugrünen Smaragdkäfers – welcome to the future!“. Und damit kommt er auch nach Braunschweig. Warum? Das erklärt Helge so: „Wenn die Anderen schon mit einem Bein im Wohnzimmer vor dem Fernsehapparat sich eine Flasche Bier zurechtrücken, um Fußball oder Donna Leon zu gucken, räumt DER RUBINROTE HÖLLENSTORCH seine Garage aus und seine Orgel in den Anhänger! „Rente? Kenn ich nicht!“ (so der BLONDE HASHDAG-KIKI!) Der 65-jährige (sieht aus wie 12!) mit dem Gehirn eines Gorillas rastet förmlich aus, wenn er auf seine „wohlverdiente Ruhe“ nach unzähligen Konzertreisen angesprochen wird!“
Am Sonntag, 8. März 2020, 20:00 Uhr, bespielt Helge die Stadthalle Braunschweig. Im Gepäcke:  Das neue Album „Partypeople – beim Fleischer“, zahlreiche Hits und Improvisation vom Feinsten.

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