Lehrerkind Bastian Bielendorfer erzählt seine Leiden in Wolfenbüttel – Szene38
5. Februar 2020
Comedy

Lehrerkind Bastian Bielendorfer erzählt seine Leiden in Wolfenbüttel

Der Bestsellerautor und „Familien-Psychologe“ kommt mit seinem neuen Programm „Lustig, aber wahr!“ in die Lindenhalle

Bastian Bielendorfer hat gut lachen: Seine Kindheit packte er in seinen ersten Bestseller „Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof“. Foto: Mitunskannmanreden

Bastian Bielendorfer wuchs in einer Lehrerdynastie im tiefsten Ruhrpott auf. Irgendwann studierte er Lehramt und brach ab. Dann saß er als Kandidat bei „Wer wird Millionär?“ Moderator Günter Jauch gegenüber.

Der Vater als Telefonjoker bei „Wer wird Millionär?“

Seinen Pädagogen-Vater benutzte er damals als Telefonjoker für die 8.000-Euro-Frage, der diese natürlich sofort richtig beantwortete. Außerdem teilte er den neun Millionen RTL-Zuschauern gleich noch mit, der Junge müsse adoptiert sein, wenn er wirklich bei solch lächerlichen Summen schon seine Hilfe bräuchte. Am Ende gewann Bielendorfer Junior 32.000 Euro. Das und einige familiäre Vorkommnisse mehr haben anscheinend Spuren bei dem Gelsenkirchener hinterlassen.

Mama, Papa, Lehrerkind

Seine Kindheit verarbeitete Bastian Bielendorfer deshalb in einem Buch: „Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof“. Dieses avancierte zu seinem ersten Bestseller. Im Jahr 2012 wurde es das meistverkaufte Sachbuch des Jahres. Drei weitere Bücher („Lehrerkind: lebenslänglich Klassenfahrt“, „Mutter ruft an: Mein Anschiss unter dieser Nummer“ und „Papa ruft an: Standleitung zum Lehrerkind“) folgten, die ebenfalls allesamt Bestseller wurden.

Der private Wahnsinn geht weiter

Nach seinem ersten Soloprogramm „Das Leben ist kein Pausenhof“ kehrt Bielendorfer nun mit seinem zweiten Programm „Lustig, aber wahr!“ zurück. Dieses zieht die Schraube des privaten Wahnsinns noch einen Tacken weiter. Denn wo andere Komiker nur Witze machen, bohrt Bielendorfer tief im eigenen Leben. Er entblößt sich als kinderloser Mopsbesitzer Mitte 30, der das einzige studiert hat, was man in seiner Familie noch mehr braucht als Lehramt: Psychologie.

Ein unendlicher Quell von Absurditäten

Bielendorfer erzählt von einer Lehrerkindheit unter dem permanenten Rotstift. Von seinem Vater, der zwar streng, aber ungerecht war. Und der bis heute ein nicht enden wollender Quell von Absurditäten ist. Außerdem von seinem Waldorf-Neffen Ludger, der immer eine selbstgehäkelte Kappe aus Lamaschamhaar auf dem Kopf hat. Und von seiner Frau Nadja, die ihn täglich rettet, meist vor sich selbst.

Der Justin Bieber von Gelsenkirchen

Aber auch abseits seiner Familie zerpflückt Bielendorfer den Alltag: Er erzählt davon, warum moderne Spielplätze Orte des Horrors sind und wie man allein im Amazonas überlebt. Zudem wie es sich anfühlt, der Justin Bieber von Gelsenkirchen zu sein. „Lustig, aber wahr!“ kann man das alles am Samstag, 2. Mai 2020, 20:00 Uhr, in der Lindenhalle Wolfenbüttel erleben.
Tickets gibt es hier: https://www.konzertkasse.de/bastian-bielendorfer-tickets/p506948.html?ReferrerID=98&SubReferrer=szene38.de

 

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