4. November 2014
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Zwischen Mauerfall und Künstleroase: Blicke auf Berlin

Berlins urbanes Leben: "Schimmel über Berlin" zeigt unterschiedlichste Facetten auf. Bildnachweis: Verlag Andreas Reiffer, 2014 / oh.

Berlin-Boom oder urbane Unzufriedenheit? In „Schimmel über Berlin“ werfen Autoren wie Björn Kuhligk, Thomas Bauer, Herbert Laschet (HEL) Toussaint und Kai Grehn literarische Blicke auf die Metropole, schildern ihre Wahrnehmung und reflektieren Parameter urbanen Lebens. Erschienen ist das Werk bei dem Verlag Andreas Reiffer mit Sitz in der Region.

Im Gespräch erinnert sich Iggy Pop an seine West-Berliner Zeit, Dieter Meier von Yello entdeckt eine Oase der Toleranz, Schauspieler Alexander Scheer erinnert sich an den Mauerfall, Regisseurin Sylke Enders erläutert, wie sie Geschichten am Rand der Berliner Mitte aufspürt, und Laibach beschreiben das Spannungsfeld der Stadt als Tor zum europäischen Osten. Berlin ist Metapher einer Hochglanz-Kultur, die – nach Francesco Masci – kulturelles Querdenken einfach assimiliert. Die Anthologie versteht sich als Kaleidoskop und Refugium eines anderen Blickes, fernab von starren Konsens-Strukturen.

Das 300 Seiten starke Buch in schicker Aufmachung (Klappenbroschur) enthält außerdem Gespräche mit Designern wie Wolfgang Joop und Olga Roh, Musikern wie Johan Edlund und Anne Clark, Regisseuren und Künstlern wie Jürgen Flimm, Kai-Uwe Kohlschmidt, Christoph Schlingensief und Jonathan Meese. Die literarischen Beiträge stammen zum Beispiel von Josephine Ehlert, Susanne Götze, Yvonne Kaeding, Astrid Monet und Jürgen Landt. Visual Art steuern unter anderem Friederike Ablang und Sonja Hasemann bei.

Zu haben ist das Buch unter anderem bei Graff, im KingKing Shop – natürlich auch online: www.verlag-reiffer.de.

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