1. März 2016
CheckOut

Wenn heimlich Nachrichten gelesen werden

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jede zweite Frau spioniert ihrem Partner nach.

Hier liest jemand mit: Eine aktuelle Umfrage zeigte, dass das Nachspionieren in Beziehungen gar nicht so unüblich ist. Grafik: © 2016 WhatsApp Inc. / oh.

Vertrauen ist das Fundament der Liebe – doch wie ist es in Beziehungen darum derzeit wirklich bestellt? Eine Singlebörse hat dazu ihre mehr als drei Millionen Mitglieder befragt. Die Ergebnisse sind deutlich: Jede zweite Frau (48 Prozent) gibt unumwunden zu, dass sie dem Partner nachspioniert. Bei Männern sind es 31 Prozent, die ihre Partnerin auskundschaften.

Dem Ideenreichtum sind dabei kaum Grenzen gesetzt. E-Mails, SMS oder WhatsApp-Mitteilungen an den Partner haben es Frauen besonders angetan: Das heimliche Lesen digitaler Nachrichten steht bei ihnen an erster Stelle (17 Prozent), gefolgt vom Durchsuchen der Taschen des Partners (15 Prozent) und Recherchen im Internet sowie bei Facebook (14 Prozent). 3 Prozent der Frauen lassen sich dazu hinreißen, ungeöffnete Briefe heimlich zu öffnen, 4 Prozent gehen dem Partner nach und beobachten ihn.

„Bei Männern gibt es fast durchweg viel niedrigere Werte – einen Spitzenwert erreicht die Internet-Recherche mit 10 Prozent“, erläutert Christian Kirschey, Geschäftsführer von bildkontakte.de, die die Umfrage durchführten. „Zumindest in Bezug auf den Partner scheint sich das Vorurteil größerer Neugier bei Frauen zu bestätigen.“

Uneingeschränktes Vertrauen ist selten

So sehr Frauen die Neugier auch antreibt: Selbst Opfer von Partner-Schnüffeleien zu werden, wäre für fast zwei Drittel eine inakzeptable Misstrauens-Bezeugung. Erstaunlicherweise vertrauen nur 34 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer ihrem Partner ohne jede Einschränkung („zu 100 Prozent“) – die Mehrheit hegt mehr oder weniger starke Bedenken. Jeder elfte Mann (9 Prozent) sagt, dass er seiner Partnerin nur wenig oder gar nicht traut. Bei den Frauen ist es jede Achte (13 Prozent), die dem Partner kein Vertrauen schenkt. An der Umfrage selbst beteiligten sich über 1.700 Männer und Frauen.

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