Studie unter Jugendlichen: Familie ist wichtig

Außerdem: Alle würden ihr Smartphone mit auf eine einsame Insel nehmen.

Von wegen nur Krawall und Remmidemmi: Den befragten Jugendlichen ist Familie ausgesprochen wichtig. Foto: Archiv / Timo Schneider.

Celepedia, ein Start-Up mit der Zielgruppe der 12- bis 24-Jährigen, hat über 4.100 Jugendliche in der „Celepedia Jugendstudie #1“ in 41 Fragen zu Themen wie Zukunft, Werte, Mediennutzung, E-Commerce, Drogenkonsum und Sex befragt. Das Ergebnis der Online-Umfrage, die im August 2015 unter den Celepedia-Nutzern in ganz Deutschland durchgeführt wurde, ist die größte nationale Jugendstudie.

Sie gewährt im Vorfeld der Leitmesse für Jugendkultur „YOU“ in Berlin (8. bis 10. Juli 2016) Einblicke in die grundsätzlichen Befindlichkeiten der Teenager. Fazit: Die Familie kommt in ihrem Leben an erster Stelle, viele haben konservative Vorstellungen von ihrer beruflichen und privaten Zukunft. Trotz Snapchat und anderer sozialer Medien können sie sich durchaus ein Leben ohne Smartphone vorstellen. Bettina Lüke, Co-Geschäftsführerin der Room49 GmbH und Chefredakteurin von Celepedia.de: „Überrascht hat uns insbesondere die Erkenntnis, dass Jugendliche heute ihr Leben konservativer bestreiten als wir vermutet hatten.“

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

– Familie ist wichtig: 47 Prozent der Jugendlichen geben die unmittelbare Familie (Verwandte ersten Grades) als das Wichtigste in ihrem Leben an.
– Nach den beruflichen Vorstellungen und Plänen gefragt, nennt der Großteil der Jugendlichen klare Pläne: 33 Prozent wollen studieren, 27 Prozent eine Ausbildung machen.
– Auch die Vorstellungen bezüglich der eigenen familiären Zukunft sind sehr konservativ – 70 Prozent der Jugendlichen wollen heiraten und am besten zwei Kinder bekommen (52 Prozent).
– Alle würden ihr Smartphone mit auf eine einsame Insel nehmen, aber ein Leben ohne das Mobiltelefon ist für 50 Prozent durchaus vorstellbar.
– Glaube ist in der Generation für 37 Prozent ein Thema – auch wenn die knappe Mehrheit der Jugendlichen Glauben in ihrem Leben ablehnt (39 Prozent).
– Mode, Beauty und Videoblogger schlagen Politik und Wirtschaft beim Interesse der Jugendlichen (68 Prozent interessieren sich für Mode, 61 Prozent für Beauty und 51 Prozent für Videoblogger auf YouTube – nur 13 Prozent informieren sich über Politik und 9 Prozent über Wirtschaft).
– YouTube ist primär ein Konsumkanal, nur vereinzelt treten Jugendliche als Protagonisten vor die Kamera (81 Prozent haben noch nie ein Video hochgeladen, 1 Prozent laden regelmäßig Videos hoch).
– Drogen sind – bis auf legal zugängliche und sozial unterstützte Drogen – kein Thema (durchgängig unter 2 Prozent).
– Online-Dating ist nicht besonders beliebt (nur 7 Prozent daten vornehmlich online).
– Sexuelle Aufklärung erfolgt sehr flächendeckend – 76 Prozent der Jugendlichen werden durch die Schule, 42 Prozent durch die Eltern aufgeklärt.

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