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Löwen weiter on Tour: Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven

Die Basketball Löwen Braunschweig wollen in Bremerhaven punkten. Die Eisbären konnten bisher lediglich einen Sieg verbuchen. Archivfoto: Philipp Ziebart.

Die zweite Station auf ihrer Auswärtstour führt die Basketball Löwen Braunschweig nach Bremen. In der ÖVB-Arena treffen die Löwen am Samstag den 24. Oktober (Tip-Off: 18:30 Uhr) auf die Eisbären Bremerhaven. Mit einer Bilanz von 2:6 geht die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner in das wichtige Auswärtsspiel bei den punktgleichen Eisbären, die ihrerseits ihren bislang einzigen Sieg bei den WALTER Tigers Tübingen (89:72) einfahren konnten.
Die bisherigen Auftritte gegen die letztjährigen Playoff-Teams Brose Baskets Bamberg, MHP RIESEN Ludwigsburg und ALBA BERLIN zeigten das Potenzial der Löwen und machen mehr als Mut für die kommende Partie gegen die Eisbären. „Wir haben in allen drei Partien über drei Viertel mit diesen Mannschaften mithalten können. Um Teams dieses Kalibers schlagen zu können, müssen wir aber eine Top-Leistung über 40 Minuten bringen“, so Raoul Korner. Mit Bremerhaven erwarten die Löwen nun ein Gegner, mit dem sie sich auf Augenhöhe wähnen und gegen den sie sich aufgrund ihrer bisher gezeigten Leistungen Siegchancen ausrechnen.

Nach dem Abstiegskampf in der vergangenen Spielzeit wischten die Bremerhavener Verantwortlichen einmal komplett durch und hielten lediglich Point Guard Jerry Smith sowie den Ex-Braunschweiger Jusuf El-Domiaty. Smith ist für Löwen-Coach Korner der Schlüsselspieler der Mannschaft. Ihm stehen in Kyle Fogg, Brandyn Curry und Larry Gordon drei Spieler zur Seite, die alle ein Merkmal eint: Sie besitzen unglaubliches Scoring-Potenzial. Insbesondere Fogg ist ein Spieler, der jederzeit heißlaufen kann und es wie auch Larry Gordon und Jerry Smith versteht, den Spielberichtsbogen gerne und großzügig zu füllen. So erzielte z.B. Kyle Fogg in einem Vorbereitungsspiel herausragende 46 Punkte. In der Beko BBL trifft er allerdings nur 28,6 Prozent seiner Feldkorbversuche (100 Prozent Freiwurfquote), steht in dieser Saison aber dennoch bei 14,5 Punkten sowie 6,8 Rebounds pro Spiel. Kapitän Smith steuerte zum Sieg in Tübingen 30 Punkte, sieben Rebounds, vier Assists und drei Steals bei. Der Ex-Hagener Gordon ist in der Liga bereits für seine Vielseitigkeit bekannt und teilt sich wie in der letzten Spielzeit die Minuten auf der Small Forward-Position mit Fabian Bleck, der ebenso von Phoenix Hagen an die See wechselte.
Auf den großen Positionen gelang mit der Verpflichtung des Ex-NBA-Spielers Tyrus Thomas ein vermeintlicher Coup. Vermeintlich, weil der US-Amerikaner bislang noch keine einzige Minute auf dem Parkett stand. Daher wird der Frontcourt der Eisbären von Waverly Austin, Jannik Freese und Raymond Sykes gebildet. Letztgenannter unterschrieb kürzlich einen zweiten Einmonatsvertrag. Combo Forward Tony Bishop ergänzt den Frontcourt und verfügt auch über Qualitäten von jenseits der Dreipunktelinie.

Löwen-Trainer Raoul Korner sieht im kommenden Gegner „eine extrem gefährliche und schwer ausrechenbare Mannschaft, die individuell stark besetzt ist. Sie besitzen eine immense Athletik auf den Positionen eins bis vier und Scorer, die immer ins Laufen kommen können – das müssen wir unterbinden. In der Defensive gehen sie hohes Risiko und versuchen, den Gegner zu Fehlern zu zwingen“, so Raoul Korner. Auf der einen Seite führt diese Bremerhavener Spielweise dazu, dass sie aktuell das Team mit den meisten Ballgewinnen pro Spiel (9,0) sind. Auf der anderen Seite eröffnet dieses Risiko auch Chancen für den Gegner und „das ist etwas, was wir ausnutzen und woraus wir Kapital schlagen müssen“, sagt der Löwen-Trainer weiter.

Mit Keaton Grant stellen die Braunschweiger ihrerseits übrigens den derzeit erfolgreichsten Balldieb der Liga (3,5 Ballgewinne). Der Löwen-Guard ist zudem mit 17,8 Punkten im Schnitt der viertbeste Punktesammler der Beko BBL. Insgesamt wissen die Löwen in der Frühphase der Saison am offensiven Ende des Feldes mit hoher Effizienz zu überzeugen, was unter anderem die ligaweit zweitbeste Feldwurfquote (51,4 Prozent) bei den durchschnittlich wenigsten Versuchen (52,5) verdeutlicht. Die Bremerhavener gehören mit nur 41,6 Prozent verwandelten Würfen zu den wurfschwächeren Teams. Dafür wird ihre Rebound-Stärke (38,8 Abpraller pro Spiel) am Samstag allerdings eine große Herausforderung für die Löwen darstellen. Um die weiß auch Raoul Korner: „Natürlich müssen wir im Rebounding hellwach sein. Ferner wird es aber wichtig sein, dass wir auf den Ball aufpassen und ihn offensiv gut bewegen. Wir müssen die Partie mit derselben Energie wie in den bisherigen Spielen angehen.“
Im letzten Jahr konnten die Löwen in Bremerhaven gewinnen (76:74) und damit die Wende zum Positiven einläuten. Diese Art Knackpunktspiel sieht Korner diesmal noch nicht: „Es ist ein wichtiges Spiel, aber wir sind noch früh in der Saison, so dass man noch nicht von einem richtungsweisenden Spiel sprechen kann.“

Die Partie der Basketball Löwen bei den Eisbären Bremerhaven wird live ab 18.15 Uhr auf www.telekombasketball.de übertragen.

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