Glitzer, Knall und Rumms

Silvester mit der Familie: Brauchen wir ein Feuerwerk?

Wirklich schön anzusehen: Ein (Neujahrs-)Feuerwerk bei Nacht. Aber ist es wirklich nötig? Foto: Grégoire Bertaud

Kaum sind die stressigen Weihnachtstage vorüber, bereiten wir schon die nächste Feier vor. So stehen viele Eltern jedes Jahr wieder vor der Herausforderung, die langen Stunden bis Mitternacht mit Abwechslung zu gestalten. Die meisten Familien feiern Silvester mit ihren Kindern zu Hause oder gehen zu Freunden – aber eine Frage stellt sich immer: Mit oder ohne Feuerwerk? Jedes Jahr kracht es an Silvester mit Böllern und Raketen – vor allem Kinder und Junggebliebene lieben es. Aber besonders für unerfahrene und aufgeregte Kinder und Jugendliche ist das Böllern und Feuern nicht gerade ungefährlich. Wir verraten Ihnen wie auch die Kleinsten sicher mit den Feuerwerkskörpern umgehen lernen, welche Alternativen es für Familien mit Kleinkinder gibt und woher die Tradition überhaupt kommt.

Gab’s vor Christus schon Feuerwerk?

Nein, aber Feuer – und sogenannte Feuer-Feste waren bereits bei den Römern Tradition. Das Feuerwerk gehört zum Jahreswechsel heute dazu. Und auch die alten Germanen ließen es in der Nacht zum ersten Januar richtig krachen. Der Grund: Sie fürchteten sich vor der Dunkelheit und bösen Geistern. Um diese zu vertreiben, machten sie Lärm und zündeten Holzräder an, woraus sich das heutige Silvesterfeuerwerk entwickelte. Seinen Namen jedoch hat das Jahresendfest erst seit dem 16. Jahrhundert, denn 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom heutigen Heiligabend auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag von Papst Silvester I.

Keine Knaller für kleine Kinder

Warum böllern, knallen, feuern wir heute immer noch? Es ist zum einen teuer, viel zu laut und für Kinder aber auch Erwachsene gefährlich. So schön sie auch aussehen, wirklich sinnvoll sind sie nicht. Eltern mit Babys oder Kleinkindern bleiben meist an Silvester Zuhause, viele wollen nicht zu einem Aussichtspunkt marschieren oder auf einer ohrenbetäubenden Feiermeile das neue Jahr begrüßen. Entweder entscheiden sich diese Eltern bewusst für einen Abend, an dem das Paar die gemeinsame Zeit zu zweit genießt, wenn die Kinder schlafen. Oder sie laden für etwas mehr Partystimmung befreundete Paare ein, die am besten ebenfalls Kinder haben oder feiern mit der ganzen Familie.

Tischfeuerwerk für Zuhause

Wer jedoch nicht komplett auf ein Feuerwerk verzichten möchte, kann die Kleineren auch mit einem Tischfeuerwerk bespaßen. Nach dem Abendessen vor Mitternacht werden Wunderkerzen gezündet oder Knallfrösche geworfen. Das macht den Kindern vielleicht sogar mehr Spaß, als nur vom Fenster aus dem bunten Lichterwerk am Himmel zu zuschauen. Und schließlich hat das Feuerwerk eine Tradition, hinter der ein bedeutsamer Hintergrund, eine langjährige Legende steckt.

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