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16. Februar 2016
CheckOut

Der Traum von den Laufstegen der Welt: GNTM-Kandidatin Saskia im Interview

Die Hannoveranerin spricht über ihre Teilnahme bei Germany's Next Topmodel.

Schaffte es unter die Top 24 bei "Germany's next Topmodel": Saskia aus Hannover. Foto: ProSieben / Stefan Hobmaier / oh.

Am Donnerstag wird es klebrig: Wie ProSieben bereits mitteilte, wird bei „Germany’s next Topmodel“ (GNTM) bei der nächsten Ausgabe zum Sugarshooting geladen. Auch die elfte Staffel der Castingshow – präsentiert und moderiert von Heidi Klum – erzeugt eine hohe Aufmerksamkeit. Auch auf Seiten der Interessentinnen: Tausende bewerben sich jährlich für das GNTM-Format.

Unter die enge Auswahl schaffte es – bis zur vergangenen Woche – auch Saskia (18) aus Hannover. Wir sprachen mit ihr über Castingshows, Modelkarrieren und den Drehalltag.

Was war deine Motivation, bei der aktuellen Staffel von Germany’s teilzunehmen?
Meine Freundin und meine ganze Familie. Sie unterstützen mich sehr und haben gesagt, egal was passiert – ich bleibe ihre „Modelmama“. Sie sind stolz auf mich und haben mich überredet, mich zu bewerben.

Siehst du Germany’s als Chance oder hast du dich einfach angemeldet und wolltest sehen was passiert?
Ich habe es mir früher mit meiner Freundin versprochen und konnte es damals mit sechzehn Jahren dann nicht machen, da mein Sohn Ben dann auf die Welt kam. Jetzt wo Ben schon fast drei Jahre ist, habe ich mich dazu entschieden die Sache auszuprobieren.

War die Entscheidung dann nicht mehr schwer als du dich beworben hast oder hattest du trotz der ganzen Unterstützung noch bedenken?
Ein paar Monate vor der Bewerbung habe ich mir das sehr gründlich überlegt und mit meiner Familie und meinen Freunden geredet. Ich wusste, dass es schwer sein wird ohne Kontakt zu dem kleinen Ben, aber durch den Zusammenhalt der Familie habe ich die Entscheidung gewagt. Mein Vater meinte auch zu mir, dass er überall hin reisen würde, nur damit Ben mich wiedersieht.

Hast du die vergangenen Staffeln der Serie verfolgt und wenn ja, was interessiert dich daran am meisten?
Ich habe jedes Jahr Germany’s geguckt- mit meiner Mama und meiner Freundin und ich wollte da auch mal mitmachen, allein schon wegen dem vielen Reisen. Super interessant finde ich die Shootings und die vielen, verschiedenen Jobs.

Bei dem Go See hat Heidi Klum die Mädels persönlich gecastet. Warst du sehr aufgeregt vor Heidi laufen zu dürfen?
Beim Casting in Berlin war ich sehr aufgeregt, da ich ja Heidi nur aus dem Fernsehen kenne, dann auf einmal steht sie persönlich vor einem. Ich war sehr angespannt und wurde auch rot im Gesicht, was man mir bestimmt angemerkt hat.

Wie lief ein normaler Drehtag ab und war das Kamerateam wirklich immer und überall dabei?
Je nachdem was ansteht, steht man mal früher, mal etwas später auf. Nach dem Frühstück geht es dann direkt los und ein Drehtag kann schon bis spät nachts andauern. Danach schlafen alle immer sofort ein. Das Kamerateam war sehr oft dabei, aber sie zeigen auch Verständnis wenn man gerade nicht gefilmt werden wollte.

Wie sehr wird auf Ernährung und Sport geachtet?
Ich habe jeden Abend Sport gemacht und konnte eine Freundin, die ich dort kennengelernt habe, auch motivieren mit mir Pilates zu machen. Auf Ernährung wird geachtet und es gab gesundes Essen, aber nichts wovon man nicht satt werden kann. Da ich normalerweise nicht so gesund esse, war das schon eine Umstellung für mich, aber eine Gute.

Hättest du damit gerechnet, dass du in die nächste Runde kommst und somit unter den Top 24 der „schönsten Mädels Deutschlands“ warst?
Nein, ich hätte damit definitiv nicht gerechnet. Schon gar nicht, dass Heidi mich bei dem Go See mitnimmt. Ich hatte total Angst, mich in Berlin zu blamieren und war dann umso glücklicher, als Heidi gesagt hat, sie sehe sehr viel Potenzial in mir. Das hat mir gezeigt, dass ich einen guten Grund hatte mich zu bewerben und es hat mich bestätigt, das war schön.

Was hast du bei GNTM gelernt?
Ich habe gelernt, wie ich mich vor der Kamera bewegen kann und ich fühle mich nicht mehr so unbeholfen auf dem Laufsteg. Wir Mädels haben uns auch untereinander sehr viel geholfen und uns gegenseitig unterstützt.

Vor der Kamera hast du gesagt, dass du durch Ben erwachsener geworden bist und die Dinge aus einer anderen Perspektive siehst, denkst du das du deswegen Zickereien gut aus dem Weg gehen kannst und vernünftiger warst als andere Mädels?
Ich habe mir von Anfang an vorgenommen nicht bei Streitereien mitzumachen, da ich eher der ruhigere Typ bin. Klar sage ich meine Meinung, wenn es mich betrifft, aber ansonsten wollte ich mich raushalten und eher Streits schlichten, was ich durch meinen Sohn auch gut kann.

Du warst ja im Team Thomas. Warst du zufrieden damit?
Ich war total froh in Thomas Team zu sein. Michael Michalski kam mir beim ersten Eindruck etwas hochnäsig vor, deswegen war ich sehr happy ein Teil von Team Hayo sein zu dürfen.

Kamst du gut mit deinen Team Partnerinnen klar?
Ja, mein Team gefiel mir sehr gut. Alle waren total korrekt und nett, deswegen habe ich es gar nicht verstanden, wie es in den anderen Staffeln immer Streit gab. Wir haben uns alle gut verstanden und ich habe auch drei richtig gut Freunde dadurch gefunden. Wir wollen uns nach der Sendung auch weiterhin treffen.

Was wäre ein No-Go beim großen Umstyling für dich gewesen?
Ich mag meine langen Haare gerne und hätte glaube ich ein Problem mit einer Kurzhaarfrisur gehabt. Darüber habe ich auch schon mit meinem Freund geredet, aber er hat mir zugeredet und hat mir gesagt, dass er mich auch mit kurzen Haaren lieben würde. Es sind nur Haare, die wachsen nach oder die Farbe geht wieder raus. Die Stylisten wissen schließlich was sie tun, das sind Profis.

Gehst du noch zur Schule?
Ich gehe nicht mehr zu Schule, da ich im Mutterschutz bin. Während der Schwangerschaft habe ich meinen erweiterten Realschulabschluss gemacht. Mein Abi habe ich durch meinen Sohn dann abgebrochen, da mir das zu viel wurde.

Was sind deine weiteren Pläne für die Zukunft?
Ich habe mir gesagt, wenn es mit dem Modeln nicht klappt, dann mache ich eine Ausbildung dieses Jahr im August oder September als Kauffrau für Büromanagement.

Als dein Kind auf die Welt kam, hat sich ja vieles geändert für dich. Gab es die Option für dich, das Kind zur Adoption freizugeben?
Nein das war definitiv keine Option für mich. Ich hätte auch nicht abgetrieben da ich so was wirklich schrecklich finde. Ich könnte mein ganzes Leben nicht mehr ruhig leben mit dem Wissen dass ich mein Kind abgegeben habe, auch wenn ich erst 16 war. Man bekommt alles hin, wenn man das möchte und durch meine Familie bekomme ich den Halt.
Die Hebamme hatte dies nach der Entbindung gefragt – und mein Vater meinte sofort: „Nein. das kommt nicht in Frage, das Kind kommt mit nach Hause.“

Es ist ein Traum von vielen Mädchen bei Germany’s next Topmodel mitmachen zu können. Du hast ihn erlebt. Aber ist es wirklich ein Traum oder gibt es Sachen, die nur im Fernsehen so glamourös aussehen?
Da ich nicht die Chance hatte, Jobs miterleben zu können, kann ich das nicht genau sagen. Auf jeden Fall ist es diese Staffel anders, wie man auch schon in den beiden Sendungen die ausgestrahlt wurden sehen konnte. Statt einer Luxusvilla in Los Angeles geht es für die Mädels erst einmal in eine Art Hostel irgendwo im Nirgendwo. Der Komfortstandard ist in diesem Jahr anders, und ich kann mir vorstellen, dass es erst gegen Ende hin glamourös wird.

Das TV-Format wird wöchentlich um 20:15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt. Details gibt es auf prosieben.de.

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