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„Das neue Radio von hier“: Radio38 mit neuer Frequenz

Radio38-Geschäftsführer Manfried Friesinger im Interview über den Frequenzwechsel und weitere Neuerungen. Foto: Holger Isermann / oh.

Mit dem 27. Januar ist Radio38 erfolgreich auf die neue Frequenz 100,3 umgezogen. Der erste private Lokalsender für die Region Braunschweig-Wolfsburg kann den Hörern nun eine deutlich höhere Reichweite bieten – die alte Braunschweiger Frequenz (96,8) wird in diesem Zuge abgeschaltet, im Raum Wolfsburg ist „das neue Radio von hier“ zusätzlich über 93,8 zu erreichen.

Mit dem Wechsel hat sich derweil deutlich mehr als „nur“ die Frequenz geändert. Über die Neuerungen und die Bedeutung des Umzuges sprach szene38 mit Radio38-Geschäftsführer Manfred Friesinger.

Radio38 hat die Frequenz auf nun 100,3 MHz gewechselt. Wie kam es dazu?
Wir sind vor einem Jahr am 28.1.2015 auf der 96,8 on air gegangen. Nun wird nach einigen Tagen im Parallelbetrieb zum 28.1.2016 – pünktlich ein Jahr nach dem Sendestart – die 96,8 abgeschaltet und der Sender in Zukunft über die 100,3 ein deutlich größeres Gebiet als bisher abdecken. Weit mehr als 2,5 Millionen Menschen in der Region können nun „das neue Radio von hier“ aus Braunschweig empfangen. Die Möglichkeit hierfür ergab sich durch eine Neuordnung der UKW-Frequenzen nach der Abschaltung von BFBS. Wir konnten diese für Radio38 nutzen und auf diese Weise die Versorgung in der Region verbessern.
Nun dürften wir in allen Orten mit der ‚38‘ in der Postleitzahl und weit darüber hinaus zu empfangen sein.

Wie kann man sich einen solchen Frequenzwechsel in etwa vorstellen?
Ein Frequenzwechsel hat eine medienrechtliche und eine telekommunikationsrechtliche Komponente. In beiden Verfahren ist eine Erlaubnis und Genehmigung einzuholen. Radio38 ist der einzig zugelassene private Radiosender für die Region Braunschweig-Wolfsburg, daher hatten wir in dem Genehmigungsverfahren gute Karten. Rein praktisch war der Frequenzwechsel insofern gut zu planen, da wir keine neue Leitung legen mussten, weil wir mit der neuen Frequenz vom selben Sendemast ausstrahlen wie vorher schon. Dieser steht auf dem 313 Meter hohen Drachenberg. Dort sind wir am Sendemast sozusagen nur ein paar Meter hochgeklettert: Vorher war unsere Antenne auf 123 Meter Höhe, jetzt ist sie auf 172 Meter über Grund angebracht.

Inwiefern profitieren die Hörer von der neuen Frequenz?
Die Hörer können uns nun auch auf weiteren Strecken lückenlos empfangen. Dies ist gerade in unserer Region mit den ausgeprägten Pendlerströmen ein großes Thema. Die Pendler kommen aus einem großen Einzugsgebiet, das Radio38 nun gut abdeckt. Und da wir dem passgenauen Stau- und Blitzerservice für die Region gerade in dieser Zielgruppe auch besonders beliebt sind, werden sehr viele davon profitieren.

In die Region hinaus: Durch die neue Frequenz erreicht Radio38 nun deutlich mehr Hörer. Grafik: Radio38 / oh.
In die Region hinaus: Durch die neue Frequenz erreicht Radio38 nun deutlich mehr Hörer. Grafik: Radio38 / oh.

Geht der Frequenzwechsel auch einher mit einer Konzeptanpassung?
Radio ist eine tägliche Optimierungsarbeit. Gerade im Blick zum Beispiel auf unsere Musikprogrammierung bieten wir ja unseren Hörern auf www.radio38.de die Möglichkeit, jeden einzelnen Musiktitel, den wir spielen, über ein Voting-Tool mit „Daumen rauf“ oder „Daumen runter“ zu bewerten. Diese Möglichkeit wird sehr aktiv genutzt und hilft uns bei unserer Ausrichtung „Mehr Vielfalt in der Musik“ zu bieten. Bei Radio38 laufen eben nicht nur die aktuellen Hits in hoher Dosis, sondern ein interaktiv von den Hörerinnen und Hörern mitgestaltetes Programm.

Radio38 ist nun knapp ein Jahr am Start. Wie lautet Ihr Fazit, wenn Sie das erste Jahr resümieren?
Mit dem klaren Fokus auf das Sendegebiet punkten wir seit einem Jahr in der Region. Allein über den Web-Player wurde das Programm in den letzten zwölf Monaten über 3 Millionen Mal angeklickt. Wenn wir die dabei gezählten längeren Online-Sessions mit den Ergebnissen anderer Sender im Gebiet vergleichen, lässt dies schon heute auf eine Hörer-Reichweite von deutlich über 100.000 pro Tag für Radio38 schließen.

Was wünschen Sie sich für Radio38 für die Zukunft?
In Niedersachsen wurde die Ära des privaten Regionalradios im Vergleich zu anderen Bundesländern erst sehr spät eingeläutet. In Bayern, Baden-Württemberg, Berlin oder Hamburg gibt es seit über 25 Jahren Regionalradios und die haben überall die Nase vorn. Für Radio38 wünsche ich mir, dass es bald auch hier soweit ist. „Das neue Radio von hier“ wird dann nicht mehr Wegzudenken sein.

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