21. Januar 2021
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Clubhouse: Neuer Social-Media-Hype

Seit einigen Tagen ist eine neue Social-Media-Plattform auch bei uns in Deutschland im Gespräch: Die Audio-Anwendung Clubhouse. Bereits jetzt zählt sie zu den beliebtesten Apps im App Store. Doch was genau hat es damit auf sich?

Heißbegehrt sind die Einladungen für Clubhouse. Denn nur so können sich User bereits jetzt in der neuen App anmelden. Foto: Redaktion

Heißbegehrt sind die Einladungen für Clubhouse. Denn nur so können sich User bereits jetzt in der neuen App anmelden. Foto: Redaktion

Instagram, Twitter, Facebook, TikTok: Das Internet ist voll von Social-Media-Plattformen, auf denen Nutzer zeigen, teilen, liken und diskutieren. Nun gesellt sich eine neue App dazu: Clubhouse. Und diese löst bereits jetzt einen regelrechten Hype aus. Wieso genau? Das haben wir hier nochmal für euch zusammengefasst.

Was ist Clubhouse?

Adieu Oberflächlichkeit: Clubhouse ist eine reine Audio-Anwendung. User können sich somit Gespräche anhören und sich aktiv an Diskussionen beteiligen. In einzelnen „Räumen“ kann sich über bestimmte Thematiken ausgetauscht werden. Wenn man sich in ein Gespräch einbringen möchte, signalisiert man das dem Room-Owner per Handheben. Clubhouse erhält so den Charakter eines interaktiven Live-Podcasts. Und im Gegensatz zu Instagram und TikTok wird hier nicht auf Visualität gesetzt sondern auf gute Gespräche, die vor allem jetzt im (verlängerten) Lockdown Mangelware sind.

Clubhouse: Die High Society im Netz?

Die Spreu vom Weizen trennen – so lautet scheinbar die derzeitige Strategie von Clubhouse. Denn bislang ist eine Anmeldung beschränkt: So können ausschließlich Jene unter uns das neue Portal nutzen, die eine Einladung erhalten haben. Alle anderen können zwar ihren gewünschten Nutzernamen sichern, dennoch (noch) nicht aktiv in der App (inter)agieren. Dies obliegt tatsächlich nur einer verhältnismäßig kleinen Gruppe an Nutzenden. Diese künstliche Verknappung von Clubhouse punktet somit vor allem in Sachen Marketing erfolgreich. Denn der Exklusivitätsfaktor steigert den Hype: Jeder möchte beitreten. Nach dieser (angeblichen) Testphase ist die Plattform für jeden geöffnet. Doch Achtung: Derzeit ist Clubhouse nur für Apple-Nutzer verfügbar. An einer Android-Version soll gearbeitet werden.

Kritik an Datenschutz

Mittlerweile äußern sich erste Experten zum Thema Clubhouse und Datenschutz – und hier sieht es nicht allzu rosig aus. Denn ähnlich wie bei WhatsApp, fordert die App Zugriff auf sämtliche Einträge im Kontakte-Adressbuch. Auch bei der Anmeldung über einen Social-Media-Account behält sich der Anbieter den Zugang für Follower und Freundeslisten vor. Somit müssten die Anwender zuvor jeden einzelnen Kontakt um Erlaubnis fragen, bevor die persönlichen Daten auf US-Servern landen. Auch die Transparenz in Bezug auf Verwendung und Weitergabe dieser abgezapften Daten steht in der Kritik. Ausführlichere Infos hat tagesschau.de zusammengefasst.

Promis hypen Clubhouse

Doch aller Kritik zum Trotz ist das Audioportal in aller Munde. Somit zählen internationale Stars wie Rapper Drake und Comedian Kevin Hart zu den Clubhouse-Usern. Auch deutsche Promis wie Schauspieler Elyas M’Barek, YouTuberin DagiBee und Digitalministerin Dorothee Bär tummeln sich von nun an unter den Mitgliedern. So oder so kann das Audioportal erste Erfolge vermessen. Denn schon jetzt liegt der Wert des Start-ups bei 100 Millionen Dollar.

 

Wir selbst sind zwar (noch) nicht angemeldet, verfolgen das spannende Thema aber weiterhin. Was meint ihr dazu? Und seid ihr bereits Mitglied?

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