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Basketball Löwen treffen auf Team „mit Potenzial ohne Ende“

Am Wochenende (30. Januar) reisen die Braunschweiger zum Auswärtsspiel nach Ludwigsburg.

Die Basketball Löwen Braunschweig wollen gegen die Playoff-Anwärter aus Ludwigsburg gewinnen. Foto: Archiv / Philipp Ziebart.

„Wir haben auswärts ein Topteam lange in Schach halten können und schaffen es aber dann nicht, die Partie ins Ziel zu bringen“, analysiert Basketball-Löwen-Headcoach Raoul Korner rückblickend die 67:76-Niederlage in Ulm. Und führt weiter aus: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison. Gegen Teams mit den gleichen Waffen gelingt es uns, die Spiele zu finishen. Gegen Mannschaften mit größerem Potenzial als wir, schaffen wir es – mit Ausnahme des Berlin-Spiels – nicht.“ Ein solches Team vom letztgenannten Kaliber erwartet die Basketball Löwen Braunschweig am Samstag, 30. Januar (18:30 Uhr), in der MHP-Arena mit dem Playoff-Anwärter MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Begegnung wird ab 18:15 Uhr auf www.telekombasketball.de und ab 18:30 Uhr live im Free-TV auf Sport1 übertragen.

Als eine der wenigen Mannschaften in der Beko BBL tanzten die Barockstädter bis vor Kurzem auf den viel zitierten drei Hochzeiten. In der BBL stehen sie mit einer Bilanz von zwölf Siegen und sechs Niederlagen auf dem sechsten Rang und damit auf einem Playoff-Platz, die Qualifikation für das Final Four-Pokalturnier wurde am vergangenen Sonntag gegen die Brose Baskets verpasst und in der „Last 32“-Runde des Eurocups steht das Team von Coach John Patrick nach der jüngsten Niederlage vom Mittwoch in Venedig mit dem Rücken zur Wand. Insgesamt zeigt die Tendenz der letzten Wochen aber eher nach unten, als nach oben: So gelangen den Schwaben aus den vergangenen elf Pflichtspielen lediglich drei Siege bei acht Niederlagen. Die Duelle gegen die direkten Konkurrenten Bamberg, München und Frankfurt gingen allesamt verloren – lediglich gegen ALBA BERLIN konnte, analog zu den Löwen, ein Sieg eingefahren werden. Und dennoch bescheinigt Trainer Korner dem Ex-Team von Löwen-Topscorer Keaton Grant „Potenzial ohne Ende“, welches das spielprägende, aggressive Ganzfeld-Pressing aufgrund ihrer „Top-Kadertiefe“ über 40 Minuten problemlos durchziehen kann.

Nicht zur Verfügung stehen wird ihnen auch im Duell am Samstag der langzeitverletzte Starting Point Guard Mustafa Shakur (Bruch der linken Mittelhand). Der ehemalige NBA-Profi wurde durch einen Rückkehrer ersetzt: Kerron Johnson. Dieser spielte bereits in der Vorsaison für die Riesen und legte in seinen bisherigen drei Ligaspielen mit 14,7 Punkten pro Spiel, 2,7 Rebounds und 4,3 Assists nahezu identische Statistiken wie im Vorjahr auf. „Der Ausfall von Shakur ist für mich Jammern auf hohem Niveau. Denn: Mit Johnson haben sie einen gleichwertigen Ersatz in der Mannschaft, der sich direkt zu ihrem Topscorer aufgeschwungen hat. Er ist ein wieselflinker Scoring-Guard, den wie seine Kollegen der aggressive Zug zum Korb auszeichnet“, so Raoul Korner über den nachverpflichteten Spielmacher. Eine der Entdeckungen dieser Spielzeit ist der vielseitige Flügel und Rookie Tekele Cotton, der mit seinem spielerischen Gesamtpaket und der enormen Athletik auch Korner beeindruckt.

Apropos beeindruckend: Trotz der ligaweit schwächsten Dreierquote (32 Prozent) erzielen die Riesen die fünfmeisten Punkte der BBL. Ein Grund dafür ist die hervorragende Arbeit unter den Körben. Die Mannen um Top-Rebounder Jon Brockman (9,9 Rebounds) haben nach Phoenix Hagen die zweitbeste Offensivrebound-Mannschaft und kaschieren damit etwaige Probleme jenseits des Perimeters.

Anknüpfend daran sieht der Löwen-Coach drei Tagesordnungspunkte für ein erfolgreiches Abschneiden im Schwabenland: „Wir sollten uns im Rebounding ähnlich gut anstellen wie in Ulm, auf den Ball aufpassen und den Gegner ins Halbfeldspiel zwingen.“ Im Hinspiel gelang den Löwen diese Umsetzung über drei Viertel exzellent, verloren jedoch im Schlussviertel zunehmend den Faden und verloren schlussendlich mit 96:103 nach Verlängerung. Angestachelt durch die bitterste Niederlage der aktuellen Spielzeit dürften die Löwen noch eine Spur bissiger in die Partie gehen, um nach der Schlusssirene endlich auch einmal behaupten zu können, dass sie eine Top-Mannschaft über die gesamte Spielzeit in Schach gehalten haben. Die Löwen treten bereits am Freitag die lange Reise nach Ludwigsburg an, wo sie Samstagmorgen noch eine kurze Trainingseinheit absolvieren werden.

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