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Basketball Löwen: Starke Verteidigung zieht s.Oliver Baskets den Zahn

Mit einem deutlichen 73:52-Sieg schickten die Basketball Löwen Braunschweig die s.Oliver Baskets zurück nach Würzburg. Foto: Philipp Ziebart.

Wenn der Tabellenvierte zu Besuch kommt, der gleichzeitig das drittbeste Offensivteam der Liga ist, dann ist man als Heimmannschaft gewarnt. Und das waren die Basketball Löwen Braunschweig am Mittwoch, 25. November: Sie entgegneten den s.Oliver Baskets über das gesamte Spiel mit einer bärenstarken Verteidigung und wiesen die Würzburger so in ihre Schranken. Zur Halbzeit hatten die Braunschweiger lediglich 23 Gäste-Punkte kassiert und ließen auch in der zweiten Hälfte nur noch 29 Zähler zu. Am Ende stand vor 1918 Zuschauern in der Volkswagen Halle der hochverdiente 73:52-Sieg (36:23) für die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner. Dieser Erfolg ist nicht nur der dritte Heimsieg in Folge, sondern hat die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer zum ersten Mal in der laufenden Saison auf den achten Tabellenrang und damit auf einen Playoff-Platz katapultiert. Bester Löwen-Punktesammler war erneut Keaton Grant mit 16 Zählern. Für die Gäste kamen Devin Searcy und Maurice Stuckey auf je 12 Punkte.

Beide Teams suchten zu Beginn den direkten Weg zum Korb. Hier fanden sie auch ihre Big Men: Auf Braunschweiger Seite ließ Löwen-Center Kenny Frease es per Dunking zum 2:2 krachen. Aber in dieser Anfangsphase war die Trefferquote auf beiden Seiten keinesfalls gut. Es war dann Derek Needham, der nach fast drei korblosen Minuten einen Dreier zum mageren 7:4 versenkte (6. Minute). Dieser Treffer gab dem Löwen-Team Aufwind und mehr Sicherheit bei den Abschlüssen. Mit gut herausgespielten Würfen konnte sich die Korner-Mannschaft zwischenzeitlich einen Vorsprung von bis zu sieben Zählern erarbeiten (14:7, 8. Minute). In das zweite Viertel ging es durch einen Dreier von Josh Gasser beim Stand von 19:13.

Über ihre sehr gute Defensive verstanden es die Löwen, gleich zum Start in den zweiten Spielabschnitt ein Zeichen zu setzen. Sie ließen in den ersten 3,5 Minuten lediglich zwei Gäste-Zähler zu, machten ihrerseits aber 14 Punkte und bauten die Führung damit auf 33:15 aus (14. Minute). In dieser Phase waren es vor allen Dingen die Bankspieler um Sid-Marlon Theis, die entscheidende Impulse gaben – aber auch Keaton Grant lief jetzt langsam heiß und kam bereits auf acht Zähler. Zwar unterbrach die Würzburger Zonenverteidigung anschließend den guten Offensiv-Rhythmus, dennoch gingen die Löwen mit einem 36:23 in die Halbzeitpause.

Voll fokussiert kamen die Braunschweiger zurück aufs Parkett. Die Verteidigung stand erneut sehr gut, ließ den Gästen kaum Raum noch Platz und nahm Würzburgs Spielmacher Dru Joyce komplett aus dem Spiel. Hinzukommend ging der Ball in der Offensive jetzt auch wieder mehr unter den Korb, wo Tyrone Nash besser ins Spiel fand. Als Keaton Grant dann ein Ballgewinn gelang, und er diesen selber per Dunking abschloss, lagen die Löwen mit 46:27 vorne (24. Minute). Derek Needham & Co. hatten das Spiel jetzt komplett unter Kontrolle. Defensiv ließen die Braunschweiger nichts zu und offensiv rollte förmlich der Löwen-Express. Mit 25:12 ging dieser Spielabschnitt an das Korner-Team und bedeutete die 61:35-Führung nach 30 Minuten.

Im letzten Viertel vergingen mehr als drei Minuten, ehe Kapitän Nicolai Simon erfolgreich war. Die Würzburger hatten zuvor bereits acht Punkte markiert und auf 18 Zähler Rückstand verkürzt (61:43). Doch auch wenn der Offensivmotor im Löwen-Spiel jetzt merklich stotterte, anbrennen ließ das Korner-Team nichts mehr. Die Braunschweiger blieben bei einem Vorsprung von über 20 Punkten und entschieden die Partie gegen den Tabellenvierten absolut verdient mit 73:52 für sich.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig):
Ich muss die Glückwünsche zum Sieg an meine Mannschaft weitergeben. Wir wussten, dass der Schlüssel die Verteidigung sein würde. Und dadurch haben wir Würzburg heute nicht ins Spiel kommen lassen. Uns war die Bedeutung von Dru Joyce für Würzburg bewusst. Wir wollten ihn aus dem Spiel nehmen und dass dies gelungen ist, geht auf Derek’s Kappe, der ihn sehr stark verteidigt hat. Wir hatten im zweiten Viertel kurzzeitig Rhythmusprobleme gegen die Zonenverteidigung, konnten aber die ganze Zeit auf unsere Defense vertrauen. Und über die haben wir auch das Spiel gewonnen. Kompliment an mein Team: Ein Offensivstarkes Team wie Würzburg auf 52 Punkten zu halten, ist aller Ehren wert.

Doug Spradley (s.Oliver Baskets): Glückwunsch an Raoul und sein Team. Braunschweig war heute deutlich besser und hat den Sieg verdient. Ich bin enttäuscht über unsere Leistung. Wir waren nicht bereit für den großen Kampf, während Braunschweig gezeigt hat, wie man kämpft. Braunschweig hat das Spiel 40 Minuten lang kontrolliert und wir müssen in der kommenden Woche eine Antwort auf unsere heutige Leistung finden.

Die Viertel im Überblick: 19:13, 36:23, 61:35, 73:52.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Nash 4 (9 Rebounds), Bogdanov n.e., Theis 4, Needham 9 (6 Rebounds, 5 Assists), Stevens 9, Grant 16, Amaize, Gasser 10 (6 Rebounds), Adler, Simon 7 (5 Rebounds), Frease 14 (8 Rebounds, 3 geblockte Würfe).

s.Oliver Baskets: Ebert, Saibou 2, Ugrai 1, Spoden 3, Tuttle 4, Stuckey 12, Betz, Joyce 1, Ulmer 11 (5 Rebounds), Long 1, Lane 4 (9 Rebounds), Searcy 12 (11 Rebounds).

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