Basketball Löwen: Kämpferischer Schlussspurt führt zum 83:79-Sieg über Tigers – Szene38
14. Dezember 2015
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Basketball Löwen: Kämpferischer Schlussspurt führt zum 83:79-Sieg über Tigers

Stark: Im Schlussspurt sicherten sich die Basketball Löwen Braunschweig den Sieg. Foto: Tobias Bernstein.

Im Duell „Löwen gegen Tigers“ behielten die Braunschweiger Korbjäger auch im fünften Heimspiel in Folge ihre weiße Weste. Die Basketball Löwen Braunschweig zwangen die WALTER Tigers Tübingen durch einen packenden Schlussspurt in die Knie und entschieden die Partie am Sonntag, 13. Dezember, mit 83:79 (38:44) für sich. Dabei sah es lange Zeit gar nicht nach einem Erfolg der an diesem Tag von Lars Masell gecoachten Löwen aus. Der Assistant Coach hatte den erkrankten Cheftrainer Raoul Korner vertreten und musste miterleben, wie die offensivstarken Gäste das Spiel bis ins letzte Viertel hinein kontrolliert und im dritten Spielabschnitt auch schon mit zwölf Zählern geführt hatten. Doch dann packten die Braunschweiger vor 2811 Zuschauern in der Volkswagen Halle ihr Löwenherz aus und starteten ein Comeback, dem die Tigers nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Mit diesem fünften Heimsieg in Serie festigen die Braunschweiger ihre Position und verweilen auf dem achten Tabellenplatz. Topscorer der Löwen, die nach wie vor auf den verletzten Josh Gasser verzichten mussten, war Keaton Grant mit 21 Punkten. Bei den Tigers kam Garlon Green auf 16 Zähler.

Die Löwen hatten zu Beginn keinen Rhythmus, fanden unter dem Druck der starken Tübinger Verteidigung nicht in ihre Setplays und verloren gleich zwei Mal in Folge den Ball. Die ohnehin als offensivstark geltenden Gäste hingegen bekamen bei ihren Angriffen zu viel Platz und trafen hochprozentig – die Folge: ein 2:9-Rückstand (3. Minute). Doch auch wenn es bei den Löwen vor allem von außen nicht lief, so gelang es ihnen Stück für Stück besser, unter dem Korb und nach Schnellangriffen erfolgreich abzuschließen. Allerdings verhinderten die zum Viertelende intensivierten Verteidigungsbemühungen nicht, dass die Tübinger stark vom Perimeter blieben (57 Prozent) und die Löwen mit 11:19 ins zweite Viertel gingen.

Hier sorgte Sid-Marlon Theis für den ersten Dreier. Der bedeutete das 14:21 und hatte offensichtlich das Löwen-Ventil für Distanzwürfe geöffnet. Keaton Grant, Derek Needham und Tyrone Nash trafen ebenfalls für Drei und holten sich dadurch die 26:25-Führung (14. Minute). Die Löwen wirkten jetzt entschlossener als noch im ersten Viertel. Aber zu viele ungenaue Pässe und Schwächen in der „Pick-and-Roll“-Verteidigung gaben den Tigers die Chance, wieder vorbeizuziehen. Zwar blieben Kenny Frease & Co. mit den Gästen auf Tuchfühlung und konnten zwischenzeitlich auch zum 36:36 ausgleichen. Doch waren es dann erneut zwei Ballverluste, die dem Gegner in die Karten spielten und Anteil am 38:44-Rückstand zur Halbzeit hatten.

Anders als im ersten Spielabschnitt starteten die Löwen nach der Pause offensiv gleich besser in die Partie. Sie machten fünf Punkte in Folge und waren im Nu auf 43:44 dran (21. Minute). Kurz darauf kochten die Emotionen in der Volkswagen Halle hoch. Und das war geschehen: Keaton Grant kollidierte nach einem Ballgewinn mit einem Schiedsrichter, verlor dadurch prompt wieder den Ball und dann wurde auch noch ein Foul gegen Tyrone Nash unter dem Korb gepfiffen. Ein gellendes Pfeifkonzert schallte durch das Oval, aber die Löwen waren danach von der Rolle. Defensiv konnten sie die Dreier des Gegners nicht unterbinden und offensiv taten sie sich schwer, wieder in ihren Spielfluss zu finden. 47:59 betrug der Rückstand nach 25 gespielten Minuten und den versuchten Sid-Marlon Theis, Lucas Gertz und Kollegen mühsam abzuknabbern.

Mit 57:65 ging es in die letzten zehn Minuten. Die Löwen kämpften, aber die Tigers hatten zumeist eine Antwort parat, weshalb der Rückstand in den ersten vier Minuten dieses Viertels unverändert bei acht Zählern blieb (65:73). Die Gäste wähnten sich vielleicht schon auf der Siegerstraße, hatten diese Rechnung aber ohne das Löwenherz gemacht. Die Braunschweiger zeigten Biss und kamen angeführt von Tyrone Nash bis auf 74:76 heran. Und als Keaton Grant nach einem weiteren Braunschweiger Ballgewinn frech aus der Distanz abdrückte und traf, war die 77:76-Führung perfekt (37. Minute). Die Volkswagen Halle kochte jetzt und pushte die Löwen nach vorne. Bei denen war der gut spielende Lucas Gertz mit einem Tip-In bei noch 36 verbleibenden Sekunden zum 81:76 zur Stelle. Das war die Vorentscheidung zum fünften Heimsieg in Folge.


 

Die Galerie zur Partie gibt’s hier!


 

Trainerstimmen zum Spiel:

Lars Masell (Basketball Löwen Braunschweig): Tübingen hat uns über 35 Minuten beherrscht. Wir wussten, dass sie offensiv sehr gut sind. Aber wir haben uns schwer getan, sie zu verteidigen. Unsere Stärke ist die Verteidigung, die wir aber erst in den letzten fünf Minuten und dann mit viel Intensität aufs Parkett gebracht haben. Wir wollten aber auch den Offensiv-Rebound gut verteidigen und das ist uns gelungen. Zum Schluss haben wir die wichtigen Würfe getroffen und damit den Sieg geholt.

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): Glückwunsch an Lars und seine Spieler. Ich bin natürlich enttäuscht über die Niederlage. Wir haben das Spiel über drei Viertel oder sogar etwas mehr kontrolliert. Aber am Ende haben Braunschweiger Schlüsselspieler das Spiel entschieden. Sie haben wichtige Würfe getroffen, während wir in der Schlussphase Ballverluste hatten und den Korb auch nicht mehr getroffen haben.

Die Viertel im Überblick: 11:19, 27:25, 19:21, 26:14.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 4 (7 Assists, 4 Steals), Nash 16 (7 Rebounds), Bogdanov 3, Theis 8, Needham 16 (5 Assists), Stevens 6 (7 Rebounds), Grant 21 (6 Rebounds), Amaize n.e., Adler, Simon 2, Frease 7 (5 Rebounds, 3 Assists).

WALTER Tigers Tübingen:
Hiller n.e., Agva 8, Nadjfeji, Russell 10, Jordan 10 (8 Assists), Radosavljevic 13 (5 Rebounds), Mihailovic 10 (5 Assists), Green 16, Fitzpatrick, Buford 12 (10 Rebounds).

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