Interview: Auf eine Krakauer mit Bosse

Radiosender N-JOY lud zum exklusiven Grillnachmittag mit dem Musiker.

Smart, locker, gut gelaunt: Bosse geht gerne auf Tuchfühlung mit seinen Fans. Foto: Falk-Martin Drescher.

Im Vorfeld seines Auftritts bei der Volksbank BraWo Bühne im Raffteichbad lud Musiker Axel Bosse gemeinsam mit N-JOY zum exklusiven Barbecue – die Plätze dafür gab es nur zu gewinnen. szene38 nahm das Barbecue zum Anlass für ein Interview mit dem gebürtigen Braunschweiger.

Bosse – würdest du sagen, dass du ein Grill-Experte bist?
Weißt ich nicht, eher so wie jeder Hanswurst. Ich grille auf jeden Fall sehr gerne. In Hamburg haben wir als Familie eine Wohnwagen an der Elbe – da gibt es keine andere Möglichkeit, außer der, dass man immer grillt. Ich bin jetzt noch nicht soweit erhitzt, dass ich meine eigene Rinderfarm habe, aber ich beschäftige mich schon sehr damit, gut essen zu können.

Du hast vor einiger Zeit, als du hier aufgetreten bist, eine Stadtrundfahrt über N-JOY gemacht.Heute steht das BBQ an. Welche Rolle spielen derartige Fanaktionen für dich?
Ich finde es hochinteressant, weil man einfach Mal Zeit hat. Hier sind so rund 40 Gewinner – das finde ich ganz schön, also, Mal zu gucken wer meine Musik hört. Wie die Leute drauf sind, was sie so denken. Außerdem kommt man sich so näher, da man auf der Bühne nur singt – die Fans nur tanzen. Gerade deswegen ist es auch heute so schön.

Bosse: „Ich habe keine Idiotenfans“

Wie verhalten sich die Fans, wenn man solche Treffen hat? Gehen dir manche Fragen zu nahe?
Ich habe, vielleicht auch aufgrund meiner Musik, keine Idioten-Fans. Das sind nette, sympathische Leute. Das gab es nie und gibt es auch nicht. Wenn ich auf der Straße erkannt werde, dann kommen Leute auf mich zu und sagen: „Zu deiner Musik habe ich ein Kind gezeugt“ oder „Du begleitest mich schon seit fünfzehn Jahren“. Es ist eben nicht so, dass sich ein Teenie mit seiner Zahnspange vor meine Füße wirft, mich anschaut, anfängt zu schreien oder heulen. Bin eben nicht dieser Bill Kaulitz oder so.

Hattest du in den vergangenen Jahren besonders markante Erlebnisse mit Fans?
Immer wenn die Leute besonders krank sind und meine Musik zur Genesung hören, oder wenn die besonders viele Kinder zeugen und dabei eben meine Musik hören – sie damit verbinden. Das sind die mehrseitigen Briefe, die zu mir kommen. Ich lese auch jede Fanpost, negativ war da noch gar nichts. Manchmal hat man so das Gefühl, dass man beobachtet wird – trotzdem renne ich mit einem Trainingsanzug über die Schanze, da es mir egal ist. Man muss sich einfach locker machen.

Eröffnet die Grillrunde: Im Laufe des Nachmittags löcherten die Teilnehmer den gebürtigen Braunschweiger mit reichlich Fragen. Foto: Falk-Martin Drescher.
Eröffnet die Grillrunde: Im Laufe des Nachmittags löcherten die Teilnehmer den gebürtigen Braunschweiger mit reichlich Fragen. Foto: Falk-Martin Drescher.

Da du hier aus der Region kommst gibt es eine sehr große Masse an Menschen, die sich mit dir verbunden fühlen. Nervt das manchmal, dass alle denken, dass sie etwa dein Kumpel sind?
Nein, aber so ist es auch nicht. Ich hänge viel in der Region herum, etwa bei Pop Meets Classic oder im Eintracht Stadion – und da ist es echt entspannt. Wenn dann mal einer rumkommt und sagt: „Ey, du bist doch ein Junge der Region“, dann freue ich mich darüber. Es gibt da einfach unglaublich wenige schlechte Seiten. Grund dafür ist wahrscheinlich die Art von Musik, die ich mache – und wer das so gut findet.

Gibt es bei dir vor Auftritten bestimmte Zeremonien oder feste Abläufe?
Der heutige Tagesablauf ist wie folgt: Wir stehen auf, essen ein Brötchen, gehen zu fünft joggen, danach machen wir noch ein bisschen Sport, gehen schwimmen, gehen zum Barbecue. Dann lege ich mich eine Stunde hin, schließlich geht es rauf auf die Bühne. Das Besondere heute ist, dass mein alter Musiklehrer kommt, meine alten Klassenkameraden sind auch dabei ist, mein Dorf, mein alter Fußballverein – das ist schon sehr viel Familie.


Eine Bildergalerie zum Barbecue mit Bosse gibt es hier!

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