David Bowie Comic-Trip – Szene38
21. April 2020
Bücher & Rezensionen

David Bowie Comic-Trip

„Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume“ huldigt der schillernden Pop-Ikone in beeindruckenden Bildern und mit grell-bunten Farben

„Ziggy Stardust“ lebt in der neuen Comic-Biografie „Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume“. Cover: Cross Cult

Solch eine innovative, wandlungsfähige, einfluss- und erfolgreiche Pop-Ikone wie ihn wird es wahrscheinlich nie wieder geben: David Bowie. Eine neue Comic-Biografie beleuchtet sein schillerndes Leben und Werk in schlaglichtartigen Szenen und in grell-bunter Kolorierung.

Anschnallen und abheben: Eine schwelgerische, sinnliche und auch ein wenig wehmütige machende Zeitreise beginnt… Artwork: Cross Cult

Glitzer- und Glam-Zeitreise

Los geht die sprung- und wechselhafte Glitzer- und Glam-Zeitreise am 3. Juli 1973 im Hammersmith Odeon in London. Dann sofort mehr als zehn Jahre zurück in die 60er Jahre. Hin zu Bowies musikalischen Anfängen bei verschiedenen Bands. Auch als Pantomime probierte er sich in jungen Jahren aus. Dann geht’s weiter ins Jahr 1967: Ein Jahr voller Einflüsse und Inspirationen. The Beatles, Cream, Bob Dylan, Elvis, Pink Floyd, Jimi Hendrix, Rolling Stones, The Who, Velvet Underground, Frank Zappa – sie alle explodierten vor Kreativität.

David Bowie live auf der Bühne: Michael und Laura Allred sowie Steve Horton haben dem „Thin White Duke“ eine bild-gewaltiges Comic-Denkmal gesetzt. Artwork: Cross Cult

Psychedelischer Trip in die Populärkultur

„Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume“ (Cross Cult) ist ein schwelgerischer, sinnlicher und auch ein wenig wehmütige machende Reise in eine Ära der Musikgeschichte, die zu den prägendsten zählt. Zugleich ist das Ganze auch ein psychedelischer (Comic-)Trip in die Populärkultur: Die Mondlandung, Bowies „Space Oddity“, der Pool-Tod von Rolling Stone Brian Jones, die The-Who-Rock-Oper „Tommy“ und John Peel. Andy Warhols „Factory“, Iggy Pop, Christopher „Dracula“ Lee, Elton John, Alice Cooper, Roxy Music und Stanley Kubricks „Clockwork Orange“ – alles hängt irgendwie zusammen. Alles wird wild durcheinandergewirbelt: Atemlos. Wechselhaft. Wandelbar. Rock’n’Roll und Exzess. Real und surreal.

Die 60er Jahre werden wild durcheinandergewirbelt: Rock’n’Roll und Exzess. Real und surreal. Artwork: Cross Cult

Der Aufstieg und Fall von „Ziggy Stardust“

Mit dem Aufstieg und Abschied von David Bowies Alter Ego „Ziggy Stardust“ endet diese Geschichte eigentlich. Andere Geschichten, zahllose Persönlichkeiten und Masken folgten in seiner langen Karriere. Diese werden am Ende von „Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume“ jedoch nur noch als starke Bilder reflektiert. Das echte Ende ist dann „Blackstar“. Doch Bowie bleibt auf ewig unvergessen. Das Team Michael und Laura Allred sowie Steve Horton haben dem „Thin White Duke“ und musikalischen Magier mit beeindruckenden Bildern und prägnanten Texten ein einzigartiges visuelles Denkmal gesetzt.

 

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